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Kontrolle oder nicht Kontrolle, das ist hier die Frage

Heute wurde ich mit einem interessanten Gedanken konfrontiert. Seit vielen Jahren beschäftige ich mich inzwischen damit, wie ich mein Leben positiv beeinflussen kann. Vieles hat damit zu tun, wie ich denke und mich verhalte. Angefangen hat es mit positivem Denken und ging weiter mit NLP, wo ich gelernt habe, dass ich für meine Gefühle verantwortlich bin und ich entscheide wie ich mich fühle, immer. Wenn ich schlecht drauf bin, dann ist das meine Entscheidung und wenn ich gut drauf sein möchte, dann muss ich mich nur dafür entscheiden. Klingt jetzt vielleicht ein wenig einfach, aber mit ein bisschen Training ist das wirklich so. Spätestens mit Ask and it is given kam dann auch noch der Schwingungszustand hinzu, der dafür sorgt, ob man im Leben seine Wünsche erfüllt bekommt oder nicht. Natürlich funktioniert das angeblich umso besser, umso höher der Schwingungszustand, also umso besser ich drauf bin. Dass da etwas dran ist, das weiß ich, weil ich es schon erlebt habe, aber warum funktioniert es nicht immer? Diese Frage beschäftigt mich schon eine Weile und vielleicht habe ich gerade eine Antwort gefunden.

Ist gutes Gefühl gleich gutes Gefühl?

Seit einigen Monaten mache ich eine Körpertherapie, weil ich den Eindruck hatte, dass ich mit diesen kopflastigen Modellen wie NLP alles für mich erreicht habe, was ich erreichen kann. Diese Ansicht wurde mir schon vor ein paar Jahren bestätigt, wo ich ein Tantra Jahrestraining gemacht habe und mich dadurch ziemlich weiterentwickelt habe. Heute war ich wieder bei einer Sitzung. Während der Körperarbeit stellte meine Therapeutin mal wieder fest, dass ich sehr kontrolliert bin. Darauf hin haben wir uns ein wenig unterhalten und unsere Welten miteinander abgeglichen. Dabei stellte sich heraus, dass sie noch nie jemanden getroffen hat, der so kontrolliert ist wie ich. Wir haben einige Situationen im Umgang mit anderen Menschen durchgesprochen und sie war entsetzt über meine Welt, die ich bis jetzt für sehr gut gehalten habe. Mein Ansatz ist es immer gut drauf zu sein, egal wie andere Menschen versuchen mir schlechte Gefühle zu machen. Das findet sie total Herzlos und unauthentisch. Ich kann mich noch erinnern, dass mir ein sehr guter Freund das vor ein paar Jahren auch einmal vorgehalten hat. Ich möchte auf die Art und Weise mich und die Situation kontrollieren. Immer wieder höre und lese ich, dass man nur gute Entscheidungen treffen kann, wenn man gute Gefühle hat. Auch die Bestellungen beim Universum funktionieren nur wenn man einen hohen Schwingungszustand hat. Also was spricht dagegen die eigenen Gefühle so zu kontrollieren, dass ich immer gut drauf bin? Wie schon oben erwähnt habe ich festgestellt, dass die Bestellungen nicht immer funktionieren, obwohl ich guter Laune bin. Hat es vielleicht etwas mit authentischen und nicht authentischen guten Gefühlen zu tun?

Wirklich die Kontrolle abgeben?

Meine Therapeutin hat mir empfohlen meine Gefühle zuzulassen, sie zu kontrollieren ist nicht gut für mich. Mein ganzer Körper strahlt diese Kontrolle aus und ist aboslut unflexibel. Nur was passiert wenn ich die Kontrolle loslasse? Und wie mache ich das? Mein ganzes Leben lang arbeite ich daran die Kontrolle über mich zu bekommen, wenigstens über mich, denn sonst kann ich ja nichts kontrollieren. Und jetzt soll das falsch sein? Wie sieht die Alternative aus? Kommt mein Umfeld eigentlich damit klar, wenn ich meine Gefühle jederzeit raus lasse? Geht das überhaupt? Ich bin etwas verwirrt und werde da wohl in den kommenden Tagen ziemlich viel drüber nachdenken. Nächste Woche Mittwoch habe ich meinen nächsten Termin und dann werde ich vielleicht nochmal mit ihr darüber sprechen. Bis dahin interessiert mich aber Deine Meinung. Was denkst Du? Ist es gut die Kontrolle aufzugeben und immer authentisch zu sein, immer die Gefühle zu zeigen und egal welche es sind sie rauszulassen? Was ist mit Situationen, die für mich positiv gelaufen sind, einfach weil ich mich unter Kontrolle hatte. Ich kann mich an so viele Behördengänge erinnern, die gut für mich geendet haben, weil ich ruhig geblieben bin, obwohl ich allen Grund gehabt hätte um auszurasten. Du siehst, ich bin ein wenig verwirrt.

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