1 Woche Supertrial – Umgang mit Hindernissen

Letzte Woche Mittwoch habe ich mit meiner 30 Tage Supertrial nach Steve Pavlina begonnen, um mir 12 neue Gewohnheiten anzueignen. Jetzt ist etwas mehr als eine Woche vergangen und ein guter Zeitpunkt, um die ersten Tage auszuwerten. Um es gleich vorweg zu nehmen, ich habe es nicht perfekt gemeistert, was mir allerdings die Gelegenheit gegeben hat viel zu lernen.

12 neue Gewohnheiten gleichzeitig

Steve Pavlina sagt, dass es schwieriger ist sich mehrere Gewohnheiten gleichzeitig anzugewöhnen und auch von anderen Seiten habe ich immer wieder gehört, dass ich lieber eine Gewohnheit nach der anderen machen soll. Rückblickend nach etwas mehr als einer Woche kann ich sagen, dass mir die 12 Gewohnheiten einfacher fallen. Außerdem macht mir das viel mehr Spass gleich mehrere Bereiche meines Lebens anzupacken, da ich doch sehr ungeduldig bin.

Wie ist es gelaufen?

Ich habe es ja schon angedeutet, so ganz optimal ist es bisher nicht gelaufen. Einerseits habe ich es an 2 Tagen nicht geschafft all meine Gewohnheiten zu machen und andererseits habe ich mit einer Gewohnheit Probleme.

Am Montag war Nikolaus und wir haben im Büro mit 15 Freunden bis tief in die Nacht gefeiert. Daher bin ich am Montag nicht dazu gekommen, alle meine Gewohnheiten zu machen. Am Dienstag war ich dann so kaputt, dass ich auch da nicht all meine Gewohnheiten geschafft habe. Natürlich hätte ich das durchziehen können, hätte dafür aber anderweitig Abstriche machen müssen und das war es mir nicht wert. Ich möchte mir die Gewohnheiten vor allem angewöhnen, um meine Lebensqualität zu verbessern, und ich wollte dafür nicht auf diese Feier verzichten. Ich weiß, dass ich da mit dem Feuer gespielt habe. Eine richtige Entscheidung habe ich dabei scheinbar getroffen. Ich habe mein Yoga trotzdem gemacht. Es war zwar ganz schön wacklig und ich war sehr müde, aber ich habe es gemacht. So fiel es mir am nächsten Tag sehr leicht wieder alle Gewohnheiten umzusetzen.

Das ist auch genau der Punkt, wo dieses System Vorteile gegenüber dem Angewöhnen einer einzelnen Gewohnheit hat. Wenn Du mit der einzelnen Gewohnheit brichst, dann geht Dir plötzlich gleich 100% verloren. Ich habe auch an den beiden Tagen mindestens die Hälfte meiner Gewohnheiten gemacht und bin so immer dran geblieben. Ich konnte so am Mittwoch, wo es mir wieder gut ging, ganz einfach den Rest wieder dazu holen. Das bestätigt auch meine Antwort auf Dorians Frage (in den Kommentaren zum Ursprungsartikel). Er hat mich gefragt, wie er im Urlaub damit umgehen soll und ich habe ihm empfohlen, wenigstens die 20 Minuten Sport jeden Morgen zu machen. So hat er einen Anker, an dem er sich festhalten und wo er sofort drauf aufbauen kann, wenn er wieder zurück ist. Deswegen werde ich mir in meinem Thailand Urlaub auch auf alle Fälle das um 6 Uhr Aufstehen, das Yoga und die eine Stunde schreiben beibehalten. So kann ich nach meinem Urlaub direkt da weiter machen wo ich aufgehört habe.

Die zweite Sache ist meine Beschränkung auf 2 mal Facebook, skype und eMail am Tag. Ich habe für mich herausgefunden, dass das nicht so wirklich funktioniert, da ich sehr viel darüber kommuniziere und arbeite. Z.B. läuft ein großer Teil unserer Kommunikation im Büro über eMail. Per skype bin ich mit anderen in Kontakt, mit denen ich an unterschiedlichen Projekten zusammen arbeite und auch Facebook stellt sich als wichtig für meine Arbeit raus. Das hätte ich vermeiden können, wenn ich das für mich vorher schon getestet hätte, statt diese Idee einfach zu übernehmen. Im Moment bin ich dabei das für mich optimale Nutzungsverhalten rauszufinden. Ich nutze diese Medien seit letzter Woche sehr viel bewusster und habe sie auch oft aus. Es gibt Zeiten, wo ich explizit nicht darauf zurück greife, z.B. beim Schreiben. Ich achte auch darauf, ob ich mich gerade ablenke, oder ob ich gerade wirklich etwas wichtiges tue. Allein das hat schon viel verändert, denn wenn ich feststelle, dass ich mich ablenke, frage ich mich warum ich mich ablenke und wovon ich mich ablenke. Da kommen spannende Sachen hoch.

Im Großen und Ganzen bin ich bisher sehr zufrieden wie die Supertrial läuft und auch wenn nicht alles so läuft, wie ich es mir ursprünglich vorgestellt habe, es läuft sehr viel besser als gedacht und vor allem sehr viel besser als würde ich mich nur einer Gewohnheit widmen oder es gar nicht probieren.

Ich habe auch begonnen meine Gewohnheiten bei Joes Goals zu tracken, so kannst auch Du immer sehen, wo ich gerade stehe. Ich überlege das noch direkt irgendwo auf meiner Seite einzubauen, habe aber noch keine schöne Stelle dazu gefunden. Auf alle Fälle findest Du es hier:

Sascha's Personal Score Badge

Wie Du siehst knickt es am Wochenende immer ein, da ich am Wochenende 2 Gewohnheiten weniger habe als in der Woche.

Ich bin schon gespannt, wie die nächsten Tage und Wochen verlaufen. Am Sonntag werde ich auch mit Master Cleansing beginnen. Dazu schreibe ich in meinem nächsten Beitrag noch mehr. Willst Du gleich informiert werden, wenn der Beitrag fertig ist oder weiter über meine Erfahrungen mit der Supertrial informiert werden, dann melde Dich ganz einfach zum Newsletter an:

8 Kommentare
  1. Tobias says:

    Hallo Sascha,

    hey, das klingt doch eigentlich sehr sehr gut! Und ich denke, alles beim ersten Versuch optimal zu treffen, geht auch nicht: Besser halt bei facebook etc. noch nach und finde das für Dich gute Maß bzw. Kriterien – aber da bist Du ja schon bei!

    Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht: Im Prinzip läuft alles sehr sehr gut, nur mein relativ starrer Tagesablauf kollidiert teilweise mit meiner Umgebung – da muss ich noch nachbessern und einige Zeitfenster verschieben. Im Prinzip merke ich aber, dass ich auch damit auf dem richtigen Weg bin, und dass mir alle Gewohnheiten, die ich mir angeeignet habe, sehr sehr gut tun: Das ist eine solide Ausgangsbasis, die mein Leben in allen Bereichen stabilisiert.

    Im Augenblick bin ich gerade in der Phase, wo das ganze mehr eine Pflicht ist, und nicht groß Motivation da ist, das weiter durchzuziehen. Die ersten Tage hatte ich einen riesigen Antrieb, mich auf Dinge zu stürzen und ganz viel zu erledigen – im Augenblick ist aber dieser Tatendrang nicht mehr da, und ich tue diese Dinge eben, weil sie getan werden wollen/müssen. Ich hoffe, dieser Tatendrang kommt noch wieder, und das ist nur eine Phase.

  2. Annie says:

    Hallo Sascha!
    Bewundernswert, wie Du Deine neuen Gewohnheiten trotz Stolpersteinen weiter verfolgst und umsetzt! Ich habe nur mit dreien begonnen und diese schon nicht ganz durchgehalten, so habe ich am Dioenstag mit dem Master Cleansing begonnen und gestern wieder abgebrochen, um morgen erneut zu starten – aber nicht wegen Hungers sondern um Andere nicht zu brüskieren und aus alten Gewohnheiten. Aber es ist schon was Anderes, ob Du ein Drittel Deines Programmes nicht schaffst oder ob es 2 von 12 Sachen sind.
    Jedenfalls drücke ich Dir bei Deiner Challenge weiterhin die Daumen und bedanke mich für die guten Anregungen, die Du mir immer wieder gibst!

    Annie

  3. Thomas Schneider says:

    Hey Sascha,

    ich finde deinen Blog echt klasse – hilft mir selbst auch dabei mich zu disziplinieren.

    Für mich gibt es bezüglich Skype, eMail und Facebook noch die Möglichkeit, dass ich je zwei verschiedene Konten habe – eins beruflich, eins privat.

    Ich weiß nicht, ob das für dich auch möglich ist.

    Viele Grüße und Erfolg,
    Thomas

  4. Sascha Ballach says:

    Hey Thomas,

    gute Idee. Ich trenne allerdings nicht zwischen privat und beruflich, das hängt bei mir zu eng zusammen. Ich denke auch, das würde es noch umständlicher machen, weil ich dann immer hin un her schalten muss.

    Dir auch viel Erfolg,
    Sascha

  5. Sascha Ballach says:

    Hallo Annie,

    🙂 ja, ich finde es auch spannend, dass es durch die mehreren Gewohnheiten irgendwie einfacher ist. Scheinbar ist mein Limit allergings auch erreicht. Ich wollte auch noch Master Cleansing machen, habe das aber schon am ersten Tag abgebrochen. Das habe ich jetzt auf die Zeit nach meinem Urlaub verschoben. 😉

    Dir noch viel Erfolg mit Deinen Gewohnheiten. Was sind das für welche?

    Sascha

  6. Sascha Ballach says:

    Hallo Tobias,

    das mit dem Tatendrang hoffe ich auch. Im Moment habe ich echt ganz schön zu kämpfen. Dann habe ich mir am Sonntag auch noch beim Kopfstand irgendwie den Hals verrenkt und mache deswegen nicht mehr das volle Yoga Programm. Inzwischen geht es meinem Hals fast wieder gut, so dass ich morgen hoffentlich wieder das volle Programm machen kann. Berichte mal wann und wie Du durch bist.

    Gruß,
    Sascha

  7. Jürgen - leben-lernen-lieben.de says:

    Lieber Sascha,

    was ist eigentlich aus dem geplanten Kurs geworden, den Du Anfang des Jahres starten wolltest? Ich bin über die Ankündigungsseite auf Deinen interessanten Blog aufmerksam geworden und habe mich auch in die Interessentenliste eingetragen. Kommt da noch etwas oder hast Du das Projekt auf Eis gelegt?

    Alles Liebe und frohe Weihnachten,
    Jürgen

  8. Sascha Ballach says:

    Lieber Jürgen,

    meinst Du den eMail-Kurs für mehr Selbstbewusstsein? Andreas und ich haben uns entschieden doch erstmal das Buch rauszubringen, da es mit dem Abo-Modul technische Probleme gab und wir endlich was fertig machen wollten. Also halte Dich einfach ans Buch und dann bist Du gut unterwegs. 😉 Das Buch erfordert nur mehr Selbstdisziplin. Demnächst geht auch an alle Interessenten eine Mail raus, die auf die Veränderungen hinweißt.

    Alles Liebe und einen guten Rutsch,
    Sascha

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