Vorteile eines Assistenten für Deine Persönlichkeitsentwicklung

Wenn Du meinen Newsletter abonniert hast, dann hast Du auch gesehen, dass ich nach einem Assistenten gesucht habe. Das habe ich nicht nur gemacht, weil ich zu viel zu tun habe, oder gerne unliebsame Aufgaben loswerden möchte. Ich habe es getan, weil es ein weiterer Schritt in meiner ist. Du fragst Dich jetzt vielleicht: „Was hat jetzt ein Assistent mit meiner zu tun?“ Genau das möchte ich Dir jetzt ein wenig genauer erläutern.

Möglichkeiten der Persönlichkeitsentwicklung durch/mit einem Assistenten

  • Du wirst Deine Führungqualitäten entwickeln.
    Egal wie Euer Verhältnis miteinander ist, Du bist der Boss. Manche Menschen können das sofort, andere müssen sich erst daran gewöhnen oder sich in diese Rolle reinleben. Vielleicht beginnst Du sogar Dich mit unterschiedlichen Führungsstilen zu beschäftigen und daraus Deinen eigenen zu entwickeln. Ich habe mich noch nicht so sehr mit Führungsstilen beschäftigt, allerdings merke ich, dass dieses Chef sein etwas mit mir macht. Ich trete schon jetzt (nach einer Woche Chef sein) auch in anderen Situationen bestimmter auf und führe die Situation.
  • Du wirst Deine Kommunikation schulen.
    Damit Dein Assistent macht was Du möchtest, ist es nötig, dass Du ihm das auch mitteilen kannst. Du musst Dir also überlegen, was Du wie kommunizierst und wie Du überprüfst, dass er auch verstanden hat, was Du möchtest. Auch diese Fähigkeit hilft Dir in vielen anderen Lebenslagen.
  • Du entwickelst klare Gedanken.
    Um klar zu kommunizieren, musst Du Deine Gedanken ordnen. Nur wenn Du klare Gedanken hast kannst Du auch klar kommunizieren. Vielleicht nutzt Du das Meta Modell aus dem Modell von , um Deine Gedanken zu hinterfragen und sie auch für Dich klarer zu bekommen.
  • Du musst lernen abzugeben.
    Gerade vielen Selbstständigen fällt es scheinbar sehr schwer Aufgaben abzugeben. Immer wieder unterhalte ich mich mit Selbstständigen, die der Meinung sind alles selbst machen zu müssen, weil es sonst vielleicht nicht gut genug gemacht wird. Im Ende führt das dann zu dem berühmten selbst und ständig, was man Selbstständigen nachsagt. Ein Assistent hilft Dir Dich von solchen und ähnlichen Gedanken zu lösen. Wenn Du Dich für einen entschieden hast, dann hast Du ihn ja da und dann wirst Du ihm sehr wahrscheinlich auch Aufgaben geben. Und glaube mir, wenn Du damit erstmal angefangen hast, dann fallen Dir immer mehr Dinge ein, die er für Dich tun kann.
  • Aufgabenverteilung
    Eine der größten Herausforderungen für mich in den letzten Tagen war mir zu überlegen, welche Aufgaben gebe ich meiner Assistentin und welche mache ich selbst. Dabei habe ich mir über einige Dinge Gedanken gemacht. Natürlich hätte ich ihr einfach die Aufgben geben können, vor denen ich mich schon lange gedrückt habe, weil sie mir keinen Spass machen. Andererseits möchte ich länger mit ihr zusammen arbeiten und da ist es vielleicht nicht ganz so hilfreich ihr nur die ganzen blöden Aufgaben zu geben. Klar, früher oder später wird sie sehr wahrscheinlich auch solche Aufgaben bekommen. Für den Anfang lief es darauf hinaus, dass ich ihr Aufgaben gebe, die ihr Spass machen und bei denen sie auch was lernt. So ganz nebenbei habe ich dann einfach die Sachen gemacht, die ich schon länger vor mir hergeschoben habe und die ich eigentlich ihr geben wollte. Außerdem muss ich öfter Dinge vorbereiten, damit sie ihre Arbeit machen kann. Auch das will geplant sein, sonst sitzt sie rum und wartet bis ich fertig bin.
  • Du strukturierst Deine Arbeit/Dein Unternehmen.
    Während der Gedanken über die Aufgabenverteilung ist mir aufgefallen, dass ich gar nicht so genau weiß, was bei mir alles ansteht. Ich habe viele Projekte gleichzeitig, ob das gut oder schlecht ist sei mal dahingestellt. Natürlich habe ich meine Projekte grob im Kopf und auch was da so alles für getan werden muss. So richtig überzeugt hat mich das aber nicht und das ist mir erst richtig klar geworden, als ich meiner Assistentin Aufgaben geben wollte. Also habe ich mich bei Mindmeister.de angemeldet (da kann man Mindmaps sharen und gemeinsam bearbeiten) und eine Mindmap mit allen meinen Projekten und den dazugehörigen Aufgaben angelegt. Die Aufgaben habe ich noch prioritisiert und teilweise mit einem Datum versehen. Außerdem habe ich wenn möglich auch gleich eine Zuordnung getroffen, wer für die Aufgabe verantwortlich ist. Jetzt habe ich einen viel besseren Überblick über mein Unternehmen als vorher. Das fühlt sich sehr gut an.
  • Du musst Prioritäten setzen.
    Durch die vielen Projekte und die vielen Fähigkeiten meiner Assistentin hätte ich ihr eine ganze Menge Aufgaben geben können. Zu tun hätte sie immer genug. Andererseits führe ich ein Unternehmen und so habe ich mir überlegt, dass ich das Geld, welches ich für sie ausgebe auch gerne wieder herein bekommen würde. Daher habe ich mir überlegt ihr erstmal die Aufgaben zu geben, die möglichst zeitnah auch wieder Geld hereinbringen können oder dazu beitragen. Ich habe mir also Gedanken gemacht, was erledigt werden muss, um mehr Geld zu erwirtschaften. Da ich von meinem Unternehmen wirtschaftlich nicht abhängig bin war das bisher nicht unbedingt meine Herangehensweise. Bisher habe ich eher gemacht, worauf ich gerade Lust hatte, oder was gemacht werden musste. Geld spielte dabei als Entscheidungskriterium kaum eine Rolle. Andererseits habe ich mit diesem Vorgehen auch mehr oder weniger stark verhindert, dass mein Unternehmen erfolgreich ist. Ich denke das wird sich jetzt ändern, denn ich habe auch eine Verantwortung übernommen.
  • Du hast Verantwortung für Deine Angestellten.
    Ok, ob Du die Verantwortung übernimmst liegt bei Dir. Für mich ist das mit der Assistentin einerseits ein Versuch, andererseits möchte ich alles dafür geben, dass er erfolgreich verläuft. Ich weiß, wenn das nicht klappt wird sie ganz einfach einen neuen Job, bzw. Auftrag finden und trotzdem fühle ich mich für sie verantwortlich. Ich möchte, dass sie sich bei mir wohl fühlt, dass sie gefordert und gefördert wird, dass sie Neues lernt und ihre Fähigkeiten nutzen kann und natürlich auch, dass sie regelmäßig und pünktlich ihr Geld bekommt. Um das alles sicher zu stellen mache ich mir schon einige Gedanken und das verändert mich spürbar.
  • Du solltest als Vorbild voran gehen.
    Auf einmal bin ich Vorbild. Da ist jemand, dem ich Aufgaben gebe und irgendwie fühlt es sich für mich komisch an, wenn ich nur daneben sitze und ihr dabei zusehe, wie sie die Aufgaben erledigt. Also arbeite ich auch konzentriert. An unserem ersten gemeinsamen Arbeitstag habe ich sehr viel mehr geschafft als an einem Arbeitstag, wo ich allein arbeite. Mir war irgendwie nicht danach nebenbei noch zu chaten oder eMails zu beantworten. All die Dinge, die ich mir durch Gewohnheiten angewöhnen wollte habe ich auf einmal von ganz allein gemacht. Es hat mich keine Überwindung oder so gekostet. Das hat sogar in den darauf folgenden Tagen angehalten, so dass ich auch da sehr viel produktiver war. Die Vorbidlfunktion wird sich vermutlich noch auf weitere Bereiche ausdehnen, ich bin schon gespannt.

Du siehst, ein Assistent kann für Dich viele Vorteile haben, die weit darüber hinaus gehen, dass er Dir Arbeit abnimmt. Mir war das teilweise bewusst, weswegen ich mir schon lange vorgenommen habe, dass sobald ich genügend verdiene ich mir sofort jemanden suche. Wie einschneidend diese Entscheidung ist, wird mir aber erst jetzt so nach und nach klar, wo ich wirklich jemanden gefunden und eingestellt habe. Das Thema ist also noch relativ frisch für mich und so werde ich sicher noch öfter über meine Erfahrungen und Entwicklungen berichten. Wenn Dich das interessiert oder wie Du Deinen Unternehmensaufbau oder Deine Persönlichkeitsentwicklung weiter fördern kannst, dann melde Dich einfach zu meinem Newsletter an:

11 Kommentare
  1. Tobias says:

    Hallo Sascha,

    toll, dass das für Dich schon so toll angefangen hat, und dass Du auch über die Entlastung hinaus selber noch so viele „Zusatznutzen“ daraus ziehen kannst.

    Arbeitest Du mit Deiner Assistentin räumlich zusammen, oder seid Ihr räumlich getrennt?

    Ich habe bereits seit längerem einen virtuellen Assistenten, den ich flexibel nutzen könnte. Nur tue ich es einfach kaum, obwohl mir viele Vorteile durchaus bewusst sind – inklusive einiger derer, die Du in Deinem Artikel hier beschreibst.

    Ich bin jedoch von meinem Unternehmen finanziell Abhängig – was immer wieder zu neuen Ausreden führt, warum ich keine Arbeiten abgeben kann.

  2. Sascha Ballach says:

    Hallo Tobias,

    der Trick ist, dass ich eine Verpflichtung eingegangen bin. Ich beschäftige sie auf Minijob-Basis. Das heißt, ich „muss“ im Monat um die 500 Euro für sie bezahlen. Und wenn ich schon bezahlen muss, dann nutze ich sie natürlich auch so gut ich kann.

    Mir war es wichtig jemanden zu haben, der vor Ort ist. Einmal pro Woche arbeiten wir einen Tag zusammen. So bekommt sie sehr viel besseren Einblick in meine Arbeit und kann mir vermutlich sehr viel besser helfen. Außerdem funktioniert die Kommunikation sehr viel einfacher, wenn man sich sieht.

    Hilft Dir das?

    Gruß,
    Sascha

  3. Tobias says:

    Hallo Sascha,

    toll, wie fix Du hier antwortest!

    Das mit der Verpflichtung kann ich nachvollziehen. Das ließe sich mit meinem VPA aber auch so lösen, dass ich ein festes Stundenpaket buche, welches ich bezahlen muss, ob ich es nutze oder nicht. Und ob ich es dann tatsächlich nutzen würde, frage ich mich angesichts eines selten genutzten Fitnessstudio-Abos auch.

    Die „vor Ort“-Frage ist ja irgendwie etwas, wo wir uns noch nie wirklich einig waren – ich muss da echt noch mal beide Perspektiven als Kontrast ausprobieren, um eine vernünftige Entscheidungsbasis zu bekommen, denke ich. Mich reizt einfach die Möglichkeit eines komplett virtuellen Unternehmens, wie es Timothy Ferriss oder auch Günter Faltin beschreiben.

    Helfen tut mir das auf jeden Fall.

    Und die Frage, welche Aufgaben ich an meinen Assistenten abgeben kann, kann ich vermutlich eh nur selber beantworten (oder zumindest mit meinem Assistenten zusammen erarbeiten).

    Ich werde die nächsten 4 Wochen ein Zeitprotokoll führen, um zu schauen, womit ich überhaupt meine Zeit verbringe. Das wird mir zumindest schon einmal einen Überblick geben, wo meine Zeit hin geht.

    Gruß
    Tobias

  4. Sascha Ballach says:

    Hallo Tobias,

    Tim Ferriss und auch Günter Faltin haben keine virtuellen Unternehmen. Beide haben Angestellte. Und nur, weil meine Assistentin in Berlin ist und ich sie halbwegs jederzeit sehen kann, heißt das nicht, dass ich sie sehen muss. Wenn wir uns kennen und die Zusammenarbeit funktioniert kann sie auch einfach so für sich arbeiten, muss sie aber nicht. Ich habe auch jetzt schon alle Freiheiten, die Du Dir von einem virtuellen Assistenten versprichst. Zusätzlich habe ich noch die Vorteile eines Angestellten der vor Ort ist. 😉 Dir würde ich auf alle Fälle einen Assistenten empfehlen, Du weißt ja warum. 😉

    Probiere doch mal folgenden Ansatz. Überlege Dir, was Du Deinem Assistenten geben könntest, so dass dadurch doppelt so viel Geld rauskommt, wie Dich Dein Assistent kostet. Was hilft es Dir, wenn Du protokollierst womit Du Deine Zeit verbringst, wenn Du Deine Zeit nicht effektiv nutzt (zum Beispiel, weiß ja nicht wie es bei Dir ist)?

    Gruß,
    Sascha

  5. Tobias says:

    Hallo Sascha,

    ob angestellt oder nicht spielt letzten Endes keine sooo große Rolle. Mir geht es um Flexibilität und Skalierbarkeit meines Unternehmens, weniger um Flexibilität meines persönlichen Lebens. Ich lebe gerade wieder nach einer relativ rigiden Tagesstruktur, die mir – zumindest im Augenblick – sehr sehr gut tut, und in der ich endlich mal wieder vorwärts komme.

    Und letztlich sehe ich keinen so großen Unterschied zwischen angestellten oder freien Mitarbeitern, bzw. beauftragten Unternehmen. Außer dem: Wenn ein Angestellter oder auch nur ein einzelner freier Mitarbeiter krank ist, ist er krank – die Arbeit bleibt liegen. Wenn ich ein Unternehmen beauftrage, können solche Ausfälle viel besser abgefangen werden.

    Zum Thema „doppelt so viel Geld herauskommt“: Die direkte Arbeit im Kundenprojekt erledigen eher Spezialisten, also Webdesigner, Programmierer, etc. – und das sind eben die Arbeiten, die direkt Geld bringen. Alles andere bringt nur insofern Geld, als es – mehr oder weniger gut messbar – dazu beiträgt, Neuaufträge zu generieren. Und Backoffice-Tätigkeiten tragen bestenfalls noch kalkulatorisch zum Gewinn bei.

    Das Zeitprotokoll hat für mich zwei Hauptnutzen: 1. werde ich mir dadurch bewusst, wie (und wie effektiv) ich meine Zeit tatsächlich nutze, und 2. fokussiert es mich, weil ich durch die Selbstkontrolle tatsächlich anfange, effektiver zu arbeiten. Das ich gleichzeitig einen Überblick über meine Aufgaben und deren Zeitbedarf bekomme, ist eher ein Nebeneffekt, der sich aus meiner Sicht aber in obigem Kontext als sinnvoll erweist. YMMV.

    Oder um es mal anders auszudrücken: Ich will Veränderungen, aber ich will mich nicht verändern müssen. Mein altes Problem. also sollte ich mich vermutlich einfach mal verändern, und schauen, was sich daraus ergibt…

    Gruß
    Tobias

  6. Sascha Ballach says:

    Hallo Tobias,

    das hört sich für mich danach an, dass Du keinen Assistenten sondern einen Verkäufer und ein paar Spezialisten brauchst. Wenn dadurch das Geld fließt, musst Du Dir um Deinen Assistenten keine Gedanken mehr machen. 😉

    Gruß,
    Sascha

  7. Tobias says:

    Hallo Sascha,

    Das mit dem Verkäufer finde ich spannend – spannend, wie unsicher ich plötzlich werde, wenn ich nur daran denke 🙁 Ich weiß nicht mal, was ein Verkäufer konkret tun könnte bzw. würde…

    Gruß,
    Tobias

  8. Sascha Ballach says:

    Hallo Tobias,

    was heißt Du weißt nicht was ein Verkäufer für Dich tun kann, bzw. was für Aufgaben Du ihm geben kannst? Wie verkaufst Du denn im Moment Deine Dienstleistungen? Im Zweifelsfall brauchst Du vielleicht auch nicht direkt einen Verkäufer, sondern jemanden fürs Marketing. Wie auch immer, auf alle Fälle jemanden, der Dir Aufträge ranholt. 😉

    Gruß,
    Sascha

  9. Tobias says:

    Hallo Sascha,

    ich weiß ja, was Du meinst… ich weiß halt nur noch nicht, wie das hier konkret aussehen kann. Das heißt ja aber nicht, dass ich mich nicht damit beschäftige… Die Art des Marketing entscheidet ja zum Beispiel auch über die Art der Kunden und Projekte, die sich daraus ergeben. Vieles funktioniert ja auch bereits (z. B. Empfehlungen), und muss nur noch verstärkt werden.

    Wie gesagt, ich beschäftige mich damit.

    Gruß
    Tobias

  10. Tobias says:

    Bestimmt 🙂 Ich leiste gerade Vorarbeit, indem ich mir mal die Strukturen und Prozesse bewusst mache, die es in meinem „Unternehmen“ gibt, und diese – zumindest schon mal grob – festhalte. Und ich hab einige grundsätzliche strategische Entscheidungen getroffen, die mir auch wieder den Spaß an der Sache zurück geben, der mir doch ziemlich abhanden gekommen war. So kann’s jetzt erst mal weiter gehen…

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