12 neue Gewohnheiten gleichzeitig mit der 30 Tage Supertrial nach Steve Pavlina

Heute war der erste Tag meiner 30 Tage Supertrial. Wenn Du genau wissen möchtest was das ist, dann wirf einen Blick auf den Beitrag von Steve Pavlina, er erklärt das ganz ausführlich. Als ich den Beitrag gesehen habe, wusste ich sofort, das ist was für mich. Immer wieder hatte ich bisher davon gehört, dass es nicht funktioniert sich mehrere neue Gewohnheiten gleichzeitig vorzunehmen. Steve nutzt den Was-wäre-wenn Rahmen (aus dem NLP) und überlegt sich, was wäre, wenn das doch funktioniert. Wie muss ich mich vorbereiten und wie kann ich dafür sorgen, dass die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass ich es auch schaffe.

Die 30 Tage Supertrial

Für mich war das der Anstoß mir zu überlegen, welche Gewohnheiten möchte ich gerne etablieren, wenn das ganz einfach gehen würde. Wie sollte dann mein Tag aussehen? Rausgekommen ist folgende Liste:

  1. Jeden Morgen um 6 Uhr aufstehen.
  2. Direkt nach dem Aufstehen 20 Minuten Yoga machen. 5 Minuten atmen (Anuloma Viloma)
    mindestens 6 Sonnengrüße, Kopfstand, Kerze, Pflug und Fisch. Wenn ich Lust habe noch andere Asanas.
  3. noch vor 7 Uhr frühstücken, ohne Kohlenhydrate, bzw. gesunde Kohlenhydrate
  4. mindestens eine Stunde schreiben.
  5. an den Wochentagen ins Fitnessstudio gehen
  6. vor 10 Uhr im Büro sein
  7. meine 3 MITs (most important tasks) abarbeiten
  8. meinen Schreibtisch aufgeräumt verlassen
  9. insgesamt ca 2000 Kallorien über den Tag zu mir nehmen
  10. meine MITs für den nächsten Tag festlegen
  11. meine Einnahmen und Ausgaben aufschreiben
  12. 2 mal täglich eMail, skype und Facebook (Mittags und Abends) Abends erst, wenn alle Aufgaben erledigt sind

Der erste von dreizig Tagen

Heute war der erste von dreizig Tagen meiner Supertrial und ich bin erstaunt wie gut mir meine Aufgaben gelungen sind und vor allem auch wie viel ich geschafft habe. Angefangen hat es eigentlich gestern. Mein alter Rhythmus war noch davon geprägt, dass ich bis ca 10 Uhr geschlafen habe, dafür aber bis 2 Uhr Nachts auf war. So auch gestern. Gegen 2 Uhr bin ich dann ins Bett und habe mich programmiert, dass ich pünktlich um 6 Uhr vollkommen ausgeschlafen und fit aufwache. Und so war es dann auch. Ca 10 Sekunden bevor der Wecker angefangen hat zu klingeln, war ich wach. Das ist umso erstaunlicher, weil ich das ein paar Tage vorher auch schon probiert hatte und zwar um 6 aufgestanden bin, aber ein paar Minuten später schon wieder im Bett lag. Der einzige Unterschied war, dass ich diesmal eine definitive Entscheidung getroffen hatte das durchzuziehen.

Entscheidungen treffen

Da zeigt sich mal wieder, wie wichtig es ist wirklich eine Entscheidung zu treffen. Gestern vormittag war die Entscheidung noch nicht wirklich getroffen. Da wusste ich nur, dass ich das demnächst mal machen möchte. Nach dem Gespräch mit meinem Coach wusste ich, ich bin bereit dafür und ich werde es machen. Ich bin froh, dass ich ein Gegenbeispielsortierer bin, denn mein Coach meinte, das wird nicht klappen, das kann nur schief gehen. Das war mein Stichwort.

Auch bei anderen Dingen stelle ich immer wieder fest, dass es die Entscheidung ist, die den wichtigsten Schritt darstellt. Willst Du glücklich sein? Dann entscheide Dich, ab jetzt glücklich zu sein. Willst Du aufhören zu rauchen? Dann entscheide Dich dafür. Hypnose, NLP und wie die Techniken alle heißen, können Dich dabei unterstützen, aber erstmal musst Du die Entscheidung treffen.

Gestern Abend habe ich die Entscheidung für diese Supertrial getroffen und ich werde das durchziehen. Und hey, wenn ich die eine oder andere Sache doch nicht schaffe, habe ich immer noch gewonnen, weil ich statt einer neuen Gewohnheit gleich mehrere habe. Dieser Fall ist in meiner Vorstellung aber nicht vorgesehen und so habe ich gestern Abend noch den Grundstein gelegt. Ich habe meinen Schreibtisch zu Hause aufgeräumt. Den im Büro hatte ich schon ein paar Tage vorher aufgeräumt. Ich habe mir einen ustream Account zugelegt und schonmal den Link bei Facebook gepostet und ein paar Kleinigkeiten mehr. Ich war also, wie Steve es auch vorschlägt, vorbereitet meine 30 Tage durchzuziehen.

gegen Steves Rat

Steve rät davon ab seine Supertrial öffentlich zu machen. Ich werde es trotzdem machen. Ich gehe sogar so weit, dass ich mich so gut wie möglich kontrollierbar mache. Dafür habe ich mir einen ustream Kanal eingerichtet und werde dort jeden morgen live meine ca 20 Minuten Yoga übertragen. Wenn mir das gelingt sind die nächsten Schritte einfach, denn ich glaube die größte Herausforderung habe im Moment damit, jeden Morgen um 6 Uhr aufzustehen. Deshalb mache ich da den Hebel so groß. Das hat noch den positiven Nebeneffekt, dass ich in ein paar Wochen oder Monaten vergleichen kann, was mir Yoga gebracht hat und wie sich meine Möglichkeiten mich zu bewegen verändert haben.

Außerdem ist die tägliche Yoga und Schreibroutine ein Teil meiner Komfortzonenenherausforderungen, denen ich mich im Laufe des nächsten Jahres stellen werde. Und auch die möchte ich so gut wie möglich festhalten, einerseits, um zu zeigen, dass ich mich ihnen wirklich stelle, andererseits auch, um zu zeigen wie ich mich ihnen stelle, welche Prozesse bei mir losgetreten werden und vor allem, dass es sich total lohnt.

Die Supertrial zu starten hat sich schon nach einem Tag für mich gelohnt. So produktiv wie heute war ich schon lange nicht mehr. Ich habe heute über 2 Stunden geschrieben und hatte trotzdem noch mehr als genug Zeit mit Chris Videos zu schneiden, zu plaudern, Mittagsschlaf zu machen und andere kleine Tätigkeiten zu erledigen. Wenn das so weiter geht ist Ende Dezember mein zweites Buch fertig.

erstes Fazit der Supertrial

Im Moment fühlt sich das alles gut an und es macht richtig Spass mein Leben so intensiv anzupacken. Ich denke über meine Erfolge werde ich nur nebenbei mal berichten. Eher werde ich mich schwierigen Zeiten widmen, sofern sie auftreten und berichten wie es mir dabei ergangen ist und wie ich damit umgegangen bin. Ich denke davon kannst Du sehr viel mehr lernen. Zu meinem Coach habe ich auch schon gesagt, dass es mir das Wichtigste ist, dass ich nach einer Schwächephase sofort wieder weiter mache. Ok, dann kommt halt ein Tag voller unvorhergesehener Dinge und ich schaffe es nicht alles so zu tun wie geplant. Das ist nicht so schlimm. Schlimm wäre es, wenn aus diesem Tag mehrere Tage oder Wochen werden. Also, wenn ich mal einen Tag aussetze, sprich mich drauf an und hilf mir, dass ich am nächsten Tag wieder weiter mache. Danke.

Wenn Dich interessiert ob und wie ich diese Supertrial schaffe, dann melde Dich zu meinem Newsletter an und ich halte Dich auf dem Laufenden:


Wenn Dich meine Yoga Sessions jeden Morgen interessieren, dann komme einfach jeden Morgen kurz nach 6 Uhr auf diese Seite und Du wirst hier dann die Live-Übertragung sehen. Ich brauche nach dem Aufstehen ca 5 Minuten, um den Rechner zu starten, mich anzuziehen usw. Vielleicht kennst Du ja auch eine gute Yoga-Lehrerin, die sich die Videos mal ansieht und mir Feedback gibt.

10 Kommentare
  1. Tobias says:

    Hallo Sascha,

    toll, dass es bei Dir so gut angefangen hat – auch gegen den Rat Deines Coaches.

    Ich mache gerade die gleiche Erfahrung: Ich habe auch sehr gut mit meiner Challenge begonnen, und bin gerade mitten in Tag 2 meiner 10 neuen Gewohnheiten.

    Weiterhin viel Erfolg!

    Tobias

  2. ellen says:

    wow! einiges davon mach ich meistens. einen tag ohne yoga-start, fühlt man sich ja wie hundsgewöhnlich! laut singen gehört bei mir dazu – ultra laut! 🙂 ein bißchen akuter fun könnte eingebaut werden?

  3. Sascha Ballach says:

    Hallo Ellen,

    🙂 stimmt, von Fun steht da nicht viel drin, aber glaube mir, davon habe ich mehr als genug, da muss ich nicht kontrollierend eingreifen.

    Gruß,
    Sascha

  4. Dorian says:

    Hi Sascha,

    Du hast meinen großen Respekt, dass Du gleich so viele Gewohnheiten auf einmal in Dein Leben integrierst! Ich habe mich in letzter Zeit damit beschäftigt gute Gewohnheiten für die ersten Stunden des Tages zu entwickeln. Beim Frühstück beschäftige ich mich 20 Minuten mit Persönlichkeitsentwicklung: entweder durch eine DVD oder durch ein Audioprogramm. Danach mache ich 20 Minunten lang meine Kyokushin-Karate Übungen (2 Minuten aufwärmen, 8 Minuten Konditionstraining, 10 Minunten Schläge, Tritte und Figuren). Danach steige ich unter die Dusche und schreibe dann 1,5 Stunden an meinem Buch. Diese Routine habe ich schon seit ein paar Wochen durchgehalten und es geht mir danach sehr gut. Ich kann mir später am Tag sagen, dass ich schon etwas für meine Weiterbildung getan, an meiner Fitness gearbeitet und mich 1,5 Stunden mit meinem wichtigsten Projekt beschäftigt habe. Das gibt mir positive Energie für den gesamten Tag. Ich bin schon gespannt, welche Ergebnisse ich erziele, wenn ich das die nächsten Monate fortsetze. In der nächsten Zeit plane ich noch weitere Gewohnheiten dazu zu nehmen. Vielleicht komme ich damit auch bald auf 12 😉

    Hast Du vielleicht noch einen Tipp, wie man am Besten verfahren kann, wenn man die Routine für eine längere Zeit (z.B. eine Woche) unterbrechen muss, da man z.B. im Urlaub ist?

    Viele Grüße
    Dorian

  5. Sascha Ballach says:

    Hallo Dorian,

    das hört sich ja sehr gut an. Berichte dann mal wie es Dir damit geht. Gerade das eine Stunde schreiben am Tag bewegt bei mir ganz viel.

    Mir stellt sich da erstmal die Frage, wieso musst Du im Urlaub Deine Routine unterbrechen? Ich bin im Januar in Thailand und werde auch da jeden Morgen Yoga machen und eine Stunde schreiben. Nach dem Flug wird mir das vielleicht nicht morgens gelingen, aber ich werde es machen. Ok, alle Punkte werde ich vielleicht nicht machen können, aber die Meisten. Das ist denke ich auch schon ein Trick. Bleib an so vielen Gewohnheiten dran wie möglich. Im Zweifelsfall an den für Dich wichtigsten.

    Falls Du im Urlaub gar nicht weiter machen kannst, dann empfehle ich Dir Deine Umgebung so zu gestalten, dass Du weiter machen musst, sobald Du zurück bist. Wenn Du z.B. dann wieder jeden Tag ins Fitnessstudio gehen willst, dann verabrede Dich mit jemandem gleich am ersten Tag, nachdem Du zurück bist. Ich werde z.B. dafür sorgen, dass genau am ersten Tag auch mein Stream wieder übertragen wird. Wenn Du dafür gesorgt hast, dass Du von Anfang an gar nicht anders kannst als mit DEinen Gewohnheiten wieder weiter zu machen, dann bist Du auch ganz schnell wieder drin. Hilft Dir das?

    Gruß,
    Sascha

  6. Dorian says:

    Hallo Sascha,

    vielen Dank für Deine Antwort! Wenn ich mit Freunden im Urlaub bin, fällt es mir schwer meine Morgenroutine beizubehalten. Ich will dann mit meinen Freunden beispielsweise gemeinsam Frühstücken und kann mir daher in dieser Zeit kein Audioprogramm anhören. Insgesamt brauche ich für meine Morgenroutine 2,5 Stunden für mich alleine und das ist für mich im Urlaub eine Herausforderung. Es besteht natürlich noch die Möglichkeit 2,5 Stunden früher aufzustehen 😀 Das widerspricht sich jedoch etwas mit dem Urlaubscharakter. Die Idee sich ein Umfeld für die Rückkehr zu schaffen, das die Wiederaufnahme der Gewohnheiten fördert, halte ich für eine gute Idee 🙂

    Viele Grüße
    Dorian

  7. Sascha Ballach says:

    Hallo Dorian,

    🙂 hört sich nach einer Ausrede an. 😉 Ich empfehle Dir wirklich wenigstens einen Teil beizubehalten, also z.B. die 20 Minuten Sport zu machen. Das kannst Du machen während Deine Kumpels Duschen, den Tisch decken oder einfach noch ein paar Minuten liegen bleiben. (Du kannst ja dann den Tisch abräumen). Dabei könntest Du dann sogar die Persönlichkeitsentwicklung-CDs hören. Ich empfehle Dir wirklich mindestens einen kleinen Teil beizubehalten und vielleicht schaffst Du ja im Laufe des Tages auch noch eine halbe Stunde zu schreiben. Du könntest z.B. Deine Kumpels bitten, dass sie mal über das schauen, was Du bisher geschrieben hast.

    Gruß,
    Sascha

  8. Tobias says:

    Hallo Dorian,

    toll, noch jemand, der dabei ist, richtig Gas zu geben!

    Zum Thema Urlaub muss ich Sascha recht geben: Versuche, möglichst zumindest einen Teil der Dinge auch im Urlaub weiter zu machen.

    Ich würde auf jeden Fall den Sport weiter betreiben, und vielleicht auch das Schreiben mit weniger Zeitaufwand.

    Wie das umzusetzen ist, ist natürlich auch eine Frage der Art von Urlaub, den man macht: Ein Ballermann-Urlaub würde mein Morgenprogramm sicher mehr stören, als Sightseeing in der Toskana (oder meinetwegen auch Thailand).

    Weiter so, und ich würde mich freuen, wenn Du auch über Deine Erfahrungen berichten würdest.

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