Fehler belohnen

Gerade habe ich einen interessanten Artikel im Fortune Magazin mit folgendem Inhalte gelesen:

Take the case of Sheryl Sandberg, a 37-year-old vice president whose fiefdom includes the company’s automated advertising system. Sandberg recently committed an error that cost Google several million dollars — „Bad decision, moved too quickly, no controls in place, wasted some money,“ is all she’ll say about it — and when she realized the magnitude of her mistake, she walked across the street to inform Larry Page, Google’s co-founder and unofficial thought leader. „God, I feel really bad about this,“ Sandberg told Page, who accepted her apology. But as she turned to leave, Page said something that surprised her. „I’m so glad you made this mistake,“ he said. „Because I want to run a company where we are moving too quickly and doing too much, not being too cautious and doing too little. If we don’t have any of these mistakes, we’re just not taking enough risk.“ Gesamter Artikel über Google und Erfolg durch Chaos

Ich habe das inzwischen von einigen Firmen gehört, z.B. auch IBM und Microsoft, dass sie Ihre Angestellten dazu anhalten Fehler zu machen, denn ohne Fehler kann man nicht lernen. Man sollte den gleichen Fehler aber nur einmal machen. Auch im NLP heißt es, dass es kein falsches Verhalten gibt, nur der Kontext könnte nicht ganz stimmen. Da stelle ich mir die Frage, warum wir in unserer Gesellschaft so sehr auf die Fehlervermeidung aus sind, wenn erfolgreiche Unternehmen Fehler sogar fördern. Wie würde sich unsere Gesellschaft verändern, wenn z.B. Schulen ähnlich verfahren würden?

Der Artikel enthält noch einen zweiten sehr interessanten Punkt, auf den ich morgen näher eingehe.

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5 Kommentare
  1. Sara says:

    Das ist unfair! Esst neugierig machen und dann auf den zweiten interessanten Punkt nicht näher eingehen. Ts. Ts. 😉

    Der erste Aspekt, den du in deinem Beitrag beleuchtest, ist meiner Meinung nach tatsächlich ein interessanter Ansatzpunkt. Auch ich habe nie verstanden, warum man z.B. bei der Arbeit keine Fehler machen darf. Zum Glück war mein erster Chef, als ich neu ins Berufsleben trat, von der fairen Sorte. Auch er vertrat nämlich die Meinung, dass Fehler menschlich sind. Und so lange sie nur einmal vorkamen, hat er durchaus darüber hinweggesehen und uns Mitarbeiter sogar vor den noch höheren Vorgesetzten in Schutz genommen. Man kann sich vorstellen, dass wir ihn alle gern zum Chef hatten, oder?? 🙂

  2. Jana Pospiech says:

    Nur aus Fehler kann man lernen … und das sollte man auch tun!

    In unserer Firma wird eine ähnliche Auffassung vertreten: So haben wir zum Beispiel eine Wandzeitung auf der neben allgemeinen Betriebsinformationen auch eine Rubrik mit „humorvollen Aussagen“ in der Geschäftskorrespondenz veröffentlicht werden. Unabsichtlich komische Frage, Fehler oder Kommentare finden sich häufig in Ange-boten, Mails und Briefen. Eine Rechnung mit „Versandkosten frei Haus 5,43 EUR“, auf dem Kontoauszug „Bitte höflichst um Anerkennung des Skontoabzugs, hatten Sommerurlaub“ usw..

    Ein Hoffnarr hat(te)lange Tradition und jeder „König“ hatte den einen oder anderen, der zu seinen Füssen saß und widerspiegelte, was er so wahrnahm. Eine Art Anregung zum Denken…

    Wir erlauben uns auch manchmal paradox zu sein. Fragen nicht „Wie können wir das Problem lösen?“, sondern fragen:“Wie können wir das Problem noch schlimmer machen, die Reklamationsquote noch steigern, noch schneller noch mehr Kunden verlieren?“
    Ja, das ist abstrus – und genau deshalb wirkt es. Bei solchen Gesprächsrunden ist unser Ideal-Produkt entstanden, die „eierlegende Wollmilchsau“ – am Prototyp arbeiten wir noch…
    PS: Eigentlich sind wir in der Metallbranche beheimatet.

    Ich denke, wir sollten offener werden, auch Fehlern gegenüber. Nur „Fehler“ an sich, ist nicht zuletzt durch unser Schulsystem negativ besetzt. Doch „Versuch / Irrtum“ mit der Betrachtung von „Ursache und Wirkung“ hat die Menschheit doch schon öfter weitergebracht…

  3. Jana Pospiech says:

    Hallo Sascha,
    nun bleibt mir nur höflichst zu bitten, dass Du so freundlich wärst, meinen Kommentar zu korrigieren. Das Wort „Angeboten“ muss im veröffentlichten Format nicht wirklich getrennt werden und vor dem Wort „lange“ sollte noch ein Pausenzeichen eingefügt werden 😉
    …wie war das doch gleich mit den Fehlern???
    Ich were mich bemühen – versprochen! 😀

  4. Jana Pospiech says:

    Hallo zurück,
    das habe ich schon vermutet … und als ich die zweite Mail gesendet hatte, fiel mir der erneute Fauxpas auf. 😉
    Aber „Irren ist menschlich!“ sprach der Igel und stieg von der Klobürste. Trotzdem habe ich es an diesem Tag aufgegeben, mich zu anderen interessanten Beiträgen auszulassen. Natürlich habe ich noch den Artikel „DURCHHALTEN“ im Hinterkopf und Pausen soll man sich ja auch mal gönnen, nicht zuletzt um dem Unterbewußtsein die Chance zum Arbeiten zu geben! 😀
    Mal sehen, was mein „Rechtschreib – Genie“ geleistet hat…
    LG Jana

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