Warum ist es so schwer sich gesund zu ernähren?

Im Urlaub war es noch so schön einfach. Vor ein paar Monaten bin ich durch ein Experiment von Steve Pavlina wieder daran erinnert worden, wie gut mir die rohköstliche Ernährung tut. Er hat das 30 Tage ausprobiert und war so begeistert, dass er gleich dabei geblieben ist. Vor einigen Jahren habe ich das auch schon für 1,5 Jahre gemacht und mich sehr gut damit gefühlt. Durch starke Veränderungen in meinem Leben, die mich auch mit neuen Genüßen konfrontiert haben, habe ich das erstmal hinter mir gelassen. Inzwischen bin ich wieder bei dem Punkt, an dem ich wieder meinen Rohkostanteil erhöhen möchte. Gesagt getan. Da sowieso der Urlaub in Thailand und Myanmar anstand und ich wusste, dass ich da viele leckere Früchte bekomme, habe ich mir vorgenommen dort sehr viel wenn nicht nur zu essen. Von Tag zu Tag habe ich meinen Rohkostanteil erhöht und die letzten Wochen sogar 100% gegessen. Eine zusätzliche Motivation habe ich durch Bücher wie Die Rohkost- Therapie und Wir fressen uns zu Tode bekommen. Ein mit mir reisender Freund hat den großen Fehler gemacht, es auch lesen zu wollen. Nachdem er Die Rohkosttherapie gelesen hatte konnte auch er erstmal keine Kochkost sehen. Nach ein paar Tagen ging es aber wieder und inzwischen hat er die gefundenen Informationen glaube ich ganz gut verdrängt. Also sei vorsichtig und ließ diese Bücher lieber nicht. Ich kann ihn allerdings ziemlich gut verstehen (beide Richtungen). Auch mir ist die Kochkost vergangen, allerdings habe ich es zurück in Berlin auch sehr schnell geschafft das alles zu verdrängen und zurück zur „normalen“ Nahrung zu finden. Umso erstaunlicher ist das, weil ich die negativen Auswirkungen spüre.

Vorteile der Rohkost

In der Zeit, in der ich mich von ungekochtem ernährt habe war ich bedeutend fiter als jetzt, ich brauchte weniger Schlaf und ich war klarer im Kopf. Außerdem konnte ich so viel essen wie ich wollte und habe trotzdem abgenommen. Es ging sogar noch weiter, mein Körper hat mir sogar sehr zuverlässig mitgeteilt wann ich satt war. Kein Völlegefühl mehr, weil ich einfach nicht genug kriegen konnte. Am Schönsten war es immer im Rohkostcafe in Bangkok. Ich hatte mir das schon in Deutschland rausgesucht und war ganz gespannt. Das erste Mal bin ich dann mit Chris und ein paar weiteren Freunden dort gewesen und was soll ich sagen, ab dann waren wir jeden Tag dort, obwohl nicht alle so viel auf Rohkost geben wie ich. Richtig erstaunlich fand ich, dass ich dort frühstücken konnte, und zwar Portionen, die ich eher für klein halte, und dann den ganzen Tag keinen Hunger mehr hatte.

Rohkost in Berlin

Zurück in Berlin habe ich das mit der Rohkost noch ein paar Tage durchgehalten und bin dann mehr und mehr zurück zu meiner ursprünglichen Kost gekommen. Zum Glück war Chris angefixt. Direkt um die Ecke hat ein Obstladen aufgemacht, der sehr gutes Obst zu vernünftigen Preisen anbietet. Die haben z.B. Flugpapayas, das heißt die wurden mit nicht voll ausgelasteten Flugzeugen mitgenommen und konnten so reif geerntet werden, die einfach super schmecken. Außerdem habe ich Chris von Orkos und Passion4Fruit erzählt, 2 Obstversendern, die biologisch angebautes Obst und Gemüse reif ernten und einfliegen lassen. So haben wir seid 3 Wochen immer auf den Punkt reife Früchte auf dem Tisch. Durch diese Genüße finde ich gerade wieder den Weg zurück zur Rohkost und frage mich, warum ich ihn überhaupt verlassen habe.

Rohkost und die verschiedenen Klimazonen

Warum ist mir das im Urlaub so leicht gefallen und warum fällt es mir hier in Berlin so schwer? Natürlich fliegen einem die Früchte in Thailand fast in den Mund. An jeder Ecke gibt es Obststände, die sehr gutes und vor allem günstiges Obst anbieten. In Myanmar war das schon sehr viel schwieriger, aber trotzdem kein Problem, denn das Verlangen nach anderem Essen war nicht da. Das ist erst wieder in Deutschland gekommen. Meiner Meinung nach liegt das am unterschiedlichen Klima und oder vielleicht sogar ausschließlich an der Sonne. Denn komischer Weise, jetzt wo die Sonne mehr und wärmer scheint, fällt es mir auch mit der Rohkost wieder leichter. Diesen Schub werde ich nutzen, um meinen Rohkostanteil wieder dramatisch zu erhöhen. Ich muss und werde mir allerdings darüber Gedanken machen, wie ich die kalte Jahreszeit überstehe, denn eins weiß ich, viele Dinge der Kochkost tun mir einfach nicht gut. Ich glaube ich habe da einen sehr empfindlichen Körper. Einige langjährige Rohköstler haben mir empfohlen rohes Fleisch zu essen. Habe ich auch gemacht, indem ich ganz viel Hackepeter gegessen habe als ich zurück war, so richtig geholfen hat es mir allerdings nicht. Naja, vielleicht reicht es ja, wenn ich bis zum Winter die des Rohkostessens etabliert habe, ansonsten fliege ich einfach den ganzen Winter über in den Urlaub, das ist doch eine schöne Lösung und ich habe ja auch eine gute Ausrede, dient schließlich meiner .

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9 Kommentare
  1. Oskar Mäder says:

    Lieber Sascha

    Nach dem Studium von dem Buch „Optimal Essen“ bin ich zur folgenden Erkentniss gekommen.

    Der Menschliche Körper hat zwei Betriebsmodi wie er Energie zu sich nimmt.
    1. Er kann sie aus Kohlenhydrathen gewinnen
    2. Er kann sie aus Fett gewinnen

    Die 2. Methode nach Jan Kwasniewski wiederlegt sämtliches was zum Thema Ernährung bekannt ist.
    Und ich kenne diesen Betriebsmodus er ist einfach „Umwerfend Geil“… Es lohnt sich zumindest die beschriebene Methode im Buch mal strikte so lange auszuprobieren bis der Körper lieber Fett zu sich nimmt als Kohlenhydrate. … und dann fliegen nur so die Fetzen.

    http://www.hotel-colonia.de/buch/optimalessen.htm

  2. Claudia Susanne Schwarz says:

    Hallo Sascha,

    vielen lieben Dank für den Tip mit dem Buch… „Wir fressen uns zu Tode“ ist hoffentlich der letzte Kick, den ich vor noch brauche, um endlich wieder zu einer noch gesünderen Ernährung zurückzufinden. Ich habe es mir gleich bei amazon.de bestellt. 🙂

    Erst 20 km Fahrrad fahren und dann eine Tafel Schokolade essen… Das erste möchte ich beibehalten und von dem zweiten möchte ich weg.

    Ich hoffe, dass es mir nach der Lektüre dieses Buchs genauso geht, wie deinem Freund…

    Herzliche Grüße

    Claudia

  3. Alexander Schwarz says:

    Ich bin neulich auf dieses Buch hier zum Thema Ernährung gestoßen. „The End of Overeating: Taking Control of the Insatiable American Appetite“ Werde ich demnächst bestellen. Handelt von der Funktionsweise (und Manipulation durch die Industrie) unseres Appetits. Finde ich sehr spannend.

    http://bit.ly/7Ri0P

    Und hier ist eine Rezension von boingboing:

    http://bit.ly/oIcRu

    Alex

  4. Sascha Ballach says:

    Lieber Oskar,

    das sehe ich ein wenig anders, ich glaube da eher an die Ausführungen von Dr. Galina Schatalova. Ich glaube nicht, dass wir wirklich nur durch die Nahrung Energie aufnehmen. Wir nehmen mindestens noch durch die Luft Energie auf, das ist zumindest schon bewiesen worden. Fraglich ist für mich, wieviele Energieformen es noch gibt, die wir anzapfen, von denen wir bis jetzt noch nichts wissen. Was die Theorie mit den Fetten betrifft bin ich auch eher skeptisch, auch wenn ich es noch nie ausprobiert habe. Jennifer McLagan hat in die Richtung scheinbar ein viel diskutiertes Buch auf den Markt gebracht. Ich finde das ganze Thema äußerst schwierig, denn im Endeffekt zeigen sich Fehler in der Ernährung sehr langsam und selbst kurzfristige Verbesserungen können langfristig schädigen. Nur woher weiß man, ob die Schäden wirklich von der Ernährung kommen? So kann ich mich also nur auf meinen Instinkt und meine Meinung verlassen. Welche Art der Ernährung ist für mich die logischste? Und das ist für mich die Rohkost, wobei ich noch herausfinden muss, ob mit oder ohne Fleisch. Ich lese allerdings gerade ein sehr interessantes Buch und werde damit vielleicht bald meine Wahrheit finden und dann wieder berichten. 🙂
    Lieben Gruß,
    Sascha

  5. Ramin says:

    Das Rohkost Restaurant dass Du in Bangkok ausfindig gemacht hast ist jedenfalls ein kleines Juwel. Schmeckt so garnicht wie das, woran ich beim Wort „Rohkost“ immer gedacht habe 🙂 Shitake-Sandwich, mmmm….

  6. Sedat says:

    Hey ich hab mal eine frage?

    Ist es schwierig sich mit der Rohkosternährung zu ernärhen, wenn ja, warum ?

    Könnt ihr mir sie bitte schnell beantworten.
    Ist sehr wichtig brauch ich für mein Projekt in der Schule.
    Ich bedanke mich schon im Vorraus!

  7. Sascha Ballach says:

    Hey,

    ich finde es schwierig und die Meisten, die ich kennengelernt habe finden es auch schwierig. Für das warum muss ich sehr weit ausholen, das wird dann ein eigener Beitrag. Ich mache mir darüber schon länger Gedanken, denn nicht nur sich gesund zu ernähren ist schwierig. Gesund zu leben ist auch schwierig. Musik zu hören, die einem gut tut usw. Scheinbar ist es schwieriger das zu tun, was einem gut tut als das zu tun, was einem nicht gut tut. Was ist denn das für ein Projekt in Deiner Schule? Im Zweifelsfall lass uns einfach mal teleonieren und ich erzähle Dir ein bisschen.

    Gruß,
    Sascha

  8. Sedat says:

    Wer hat die Rohkosternährung erfunden ?
    Wie heiß der jenige ? Wann und so ?
    Kannst du es mir bitte heute noch sagen ?
    Danke!

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