Persönlichkeitsentwicklung andersrum: Sein Tun Haben

Trägst Du Dich mit dem Gedanken etwas zu verändern? Möchtest Du abnehmen, sportlicher, gesünder, selbstsicherer, reicher oder so sein? Wie gehst Du dann vor? Ich habe mich dann immer über das Thema informiert und mir dann einen Plan gemacht. Zum Beispiel als ich abnehmen wollte, habe ich mich informiert, was ich alles tun kann, um Fett abzubauen. Ich habe Leute gefragt, die schon erfolgreich abgenommen haben und habe mir aus all den Informationen einen Plan gemacht, wie ich abnehmen werde. Dieses Vorgehen war für einige Bereiche erfolgreich, für andere weniger erfolgreich.

Vor ein paar Wochen habe ich das Buch „The Cashflow Quadrant“ von Robert Kiyosaki gelesen und er schlägt einen etwas anderen Ansatz vor. Mein Ansatz war grob gesprochen, erst tun, dann haben. Er schaltet dem noch einen Schritt vor. Erst sein, dann tun und dann haben. Er bezieht seinen Ansatz zwar auf das reich, bzw. wohlhabend, werden, ich denke aber, er lässt sich auf jeden Aspekt der Persönlichkeitsentwicklung und auf jeden Veränderungsprozess anwenden.

Erster Schritt für Deine Persönlichkeitsentwicklung

Im Grunde ist der Gedanke von Robert Kiyosaki ganz einfach. Wenn Du erst bist und fühlst, wo Du hin willst, dann verändert sich Dein Handeln von ganz allein so, dass Du auch da hin kommst, wo Du hin willst. Wenn Du also reich sein möchtest, dann verhalte Dich so als wärst Du reich. Das heißt nicht, dass Du Unmengen an Geld ausgeben sollst. Das heißt aber, dass Du so wie Reiche denkst und Entscheidungen triffst. Wenn Du sportlich sein möchtest, dann verhalte Dich wie jemand der sportlich ist. Wenn Du schlanker sein möchtest, dann fühle Dich schlank und verhalte Dich als wärst Du schlank. Wie möchtest Du sein, wenn Deine Persönlichkeitsentwicklung abgeschlossen ist?

Das hört sich für Dich jetzt vielleicht etwas eigenartig an. Wie kann ich mich reich fühlen, bzw. reich sein, wenn ich es nicht bin? Wie kann ich sportlich sein, wenn ich es nicht bin? Wie kann ich schlank sein, wenn ich es nicht bin? Mir hilft dabei eine Frage, die ich jeweils ein wenig abwandle: „Was würde ich tun/denken/fühlen/… wenn ich reich/sportlich/schlank wäre?“ So versetze ich mich in den gewünschten Status und fühle mich in das zukünfitge Sein rein. Im Moment stelle ich mir zum Beispiel morgens und abends im Bett und auch zwischendurch immer wieder vor, wie es sich wohl anfühlt und wie ich aussehe, wenn ich den gewünschten Waschbrettbauch habe.

kleine Tricks

Wenn Du Dir diese Frage nicht oder nicht so einfach beantworten kannst, dann hilft Dir ein kleiner Trick: Frage Leute, die dort sind wo Du hin willst. In einem sehr schlauen Video habe ich vor einiger Zeit einen Spruch gehört: „Wenn Du glücklich sein willst, dann ließ keine Selbsthilfebücher, sondern umgib Dich mit Leuten, die glücklich sind.“ Wenn Du also reich sein willst, umgib Dich mit reichen Menschen. Wenn Du sportlich sein willst, dann umgib Dich mit sportlichen Menschen. Wenn Du schlank sein willst, umgib Dich mit schlanken Menschen.

Durch meine Zusammenarbeit mit Chris Mulzer lerne ich sehr viele unterschiedliche Menschen kennen. Gerade auf dem Trainer Track lerne ich einige sehr genau kennen. Ich nutze die Gelegenheit und lerne ganz viel über mich und über unterschiedlichste Verhaltensstrukturen. Der Trainer Track setzt sich oft aus unterschiedlichen Menschen zusammen. Teilweise nehmen erfolgreiche Unternehmer teil, genauso wie jüngere Teilnehmer, die sich das Geld dafür gesparrt haben, oder von ihren Eltern finanziert werden. Es ist für mich sehr interessant zu sehen, wie unterschiedlich die beiden Gruppen mit Geld, Herausforderungen, Gelegenheiten usw. umgehen. Das komplette Denken unterscheidet sich sehr.

beschleunigte Persönlichkeitsentwicklung durch Mentoren

Wie gut, schnell und einfach Du Dein Ziel erreichst, hängt sehr stark davon ab, wie gut Du Dich in Dein Ziel hineinversetzen kannst. Wie gut gelingt es Dir Dein Denken und damit auch Dein Handeln so zu verändern, dass Du Dein Ziel schon lebst, bevor Du es erreicht hast? Mir ist das in der Vergangenheit nicht so gelungen, wie ich mir das vorgestellt habe. Deswegen habe ich mir jetzt für jeden meiner zu verändernden Bereiche einen Mentor gesucht. Für meine sportlichen Ambitionen habe ich mir einen Trainer gesucht, der all das, was ich erreichen möchte schon erreicht hat. Für meine zukünftige Trainertätigkeit habe ich schon lange einen Mentor, der mir bisher dabei nicht wirklich helfen konnte, da ich das nicht wollte. Jetzt nehme ich seine Hilfe bereitwillig an und lerne fast täglich sehr viel. Für meinen Unternehmensaufbau habe ich mir einen sehr erfolgreichen Unternehmer als Mentor gesucht und die gemeinsame Arbeit hat bereits begonnen.

Noch eine kleine Nebenbemerkung: Ich unterscheide hier sehr genau zwischen Mentor und Coach. Ich denke ein gewisses Stück des Weges kann Dir auch ein Coach sehr gut weiterhelfen. Die meisten Coaches, die ich kennengelernt habe, sind allerdings nicht da, wo ich hin will. Deswegen habe ich mir Mentoren gesucht. Ich möchte mit Menschen zusammenarbeiten, die den Weg und das Ziel kennen.

Noch kann ich nicht abschätzen, wo mich das hinbringt, aber es fühlt sich jetzt schon ganz anders an. In jedem Gespräch mit meinen Mentoren nehme ich ein bisschen ihrer Denkweise für mich an. Natürlich mache ich mir noch meine eigenen Gedanken und ich treffe auch meine eigenen Entscheidungen. Zusätzlich bekomme ich komplett neue Sichtweisen, Gedankenansätze und Denkanstöße, die mir auch zeigen, wo meine bisherigen Limitierungen lagen.

Alle Bücher, die sich mit dem erfolgreich werden beschäftigen, empfehlen Dir einen Mentor. Ich wollte das immer ohne schaffen, bzw. ich war zu feige und zu stolz Bekannte zu fragen, ob sie mein Mentor sein wollen. Jetzt bin ich gespannt, wie sich das für mich entwickelt. Hast Du einen oder mehrere Mentoren? Erzähle mir und den anderen Lesern davon. Interessiert Dich, wie sich die Arbeit mit Mentoren auf mein Leben auswirkt und wie Du die Arbeit mit eigenen Mentoren gestalten kannst, dann trage Dich ganz einfach in meinen Newsletter ein und ich werde Dir berichten:

Persönlichkeitsentwicklung andersrum

7 Kommentare
  1. Tobias says:

    Sehr sehr toll zusammengefasst!

    Was mir da auffällt: Das Prinzip

    – Sein -> Tun -> Haben

    ist zwar genau Top-Down, aber meiner Erfahrung nach ist man effektiver, wenn man zumindest

    – Sein Tun -> Haben

    verwendet. Denn meiner Erfahrung nach hat man auf das Sein, auf die Identität, direkt nur relativ begrenzten Zugriff.

    Wenn ich jedoch beim gewohnheitsmäßigen Tun ansetze, wie Du es beschreibst (wie würde sich jemand verhalten, der schon da ist, wo ich hin will), dann ergibt sich daraus automatisch eine Veränderung der Identität, die Wiederum das Tun unterstützt. Und daraus ergibt sich oft das Haben.

    Die Idee eines Mentors gefällt mir auch sehr gut – denn ich habe auch erkannt, dass ich alleine nicht da hin komme, wo ich hin will.

    Im Augenblick habe ich noch für verschiedene Lebensbereiche Vorbilder, mit denen ich aber keinen direkten Kontakt habe – nicht das, was ich will. Nur: Wie und wo finde ich Menschen, die schon das erreicht haben, was ich auch will, und die sich die Zeit nehmen, mich als Mentor zu unterstützen?

  2. Sascha Ballach says:

    Hallo Tobias,

    das mit dem Sein ist einfach, denn es findet nur in Deinem Kopf statt. Du kennst NLP inzwischen gut genug, um für Dich zu wissen, wie Du das machst. Ich schreibe dazu gerne noch einen ausführlichen Artikel. Für den Anfang helfen Dir vielleicht die Fragen und die Tipps im Artikel. Probiere es mal aus. Ich weiß ja nicht was Dein Ziel ist, aber zur Verdeutlichung wähle ich mal reich sein. Geh z.B. jede Woche mindestens einmal in ein 5 Sterne Hotel. Setze Dich in die Lobby, trinke einen Kaffee oder so und beobachte die Leute. Vielleicht unterhältst Du Dich auch mal mit dem einen oder der anderen. So kommst Du dem Gefühl reich sein sehr viel näher, ohne dass Du reich sein musst. Frage konkret und ich gebe Dir gerne ein paar konkrete Tipps.

    Zur Mentorensuche, bzw. dazu einen zu finden habe ich auch schon einen Artikel geplant. Bis es soweit ist, schreibe Dir auf, was Du erreichen willst. Dann schreibe unter jedes dieser Ziele Namen von Leuten, die das Ziel schon erreicht haben. Informiere Dich über diese Leute und überlege Dir, wen Du davon gerne als Mentor hättest. Lerne diesen Menschen kennen und überlege Dir eine Strategie mit ihm in Kontakt zu kommen. Sei ehrlich und frage ihn, ob er Dein Mentor sein möchte. Erzähle ihm, warum Du ihn fragst, was Du vor hast usw. Wichtig ist, dass Du Dich mit ihm auf der menschlichen Ebene verstehen solltest.

    Gruß,
    Sascha

  3. Thomas Schneider says:

    Ja, sehr schön zusammengefasst.

    Was du schon gesagt hast möchte ich nochmal betonen, nämlich, dass man nicht den Kaffee trinken sollte und dann denkt: „solche Ärsche, die haben es alle viel besser und viel leichter als ich“ sondern sich über den Erfolg der anderen freut, Ihnen diesen zubilligt und sich vorstellt wie es wäre selbst so erfolgreiche zu sein.

    Wichtig finde ich auch noch zu erwähnen dass beim Tun im Bereich Reichwerden auch Investition in Bildung dazugehört.

    Viele Grüße,
    Thomas

  4. Oliver says:

    Hallo Sascha, ich verfolge mit großem Interesse Deinen Blog und habe ihn zum Anlass genommen auch veschiedene neue Gewohnheiten gleichzeitig zu implementieren. Der Ansatz „sein bevor man ist“ oder „haben bevor man hat“ ist meiner Meinung und Erfahrung nach enorm wichtig und fast schon die Basis für eine erfolgreiche Realitätsgestaltung. In dem man sich innerlich in diesen Zustand versetzt und ihn lebt, hat man eine andere Energie, die man ausstrahlt und zieht somit Leute und Ereignisse in sein Leben, die ebenfalls dieser Energie entsprechen (Gleiches zieht Gleiches an). Kennst Du das „Master Key System “ von Charles Francis Haanel von 1912? Phänomenales Buch,vor allem, wenn man bedenkt, wann es geschrieben wurde. (Haanel selbst war sehr erfolgreicher Geschäftsmann, Freimaurer,Rosenkreuzer und bewandert in hinduistischer und indischer Mystik,was den Wissensumfang erklärt). Wenn man auch noch einen Mentor hat, der diesen angestrebten Zustand schon erreicht hat, unterstützt und motiviert das natürlich ungemein, da man ja quasi an der „Quelle“ ist und sich somit intensiver mit den Möglichkeiten das Ziel zu erreichen und der notwendigen Energie auseinander setzten kann.

  5. Sascha Ballach says:

    Hallo Thomas,

    noch vor einiger Zeit hätte ich Dir zugestimmt. Im Moment zweifle ich daran doch sehr. Ich kenne sehr viele, die sich schon sehr viel im Bereich Investition weitergebildet haben. Bei den meisten ist es aber nur Wissen geblieben. Im Moment denke ich, dass es wichtiger ist in die Aktion zu kommen. Dann lernt man auf alle Fälle eine Menge. Dabei kann es sein, dass man den einen oder anderen Fehler macht. Das Geld, welches man dabei verliert ist auch eine Investition in die Bildung. 😉

    Viele Grüße,
    Sascha

  6. Sascha Ballach says:

    Hallo Oliver,

    ja, das Buch kenne ich. Scheinbar gab es damals schonmal eine Zeit, wo sich Menschen intensiv mit solchen Themen veschäftigt haben. Ich kenne einige Bücher aus dieser Zeit, die in diese Richtung gehen. Ein bisschen habe ich den Eindruck, dass all die Bücher, die es heute dazu gibt nichts wirklich Neues haben und einfach das längst bekannte Wissen immer wieder neu abschreiben.

    Gruß,
    Sascha

  7. Alex says:

    Bin eben auf ein passendes Zitat der amerikanischen Sängerin Margaret Young (1900-1969) gestoßen:

    “Often people attempt to live their lives backwards; they try to have more things, or more money, in order to do more of what they want, so they will be happier. – The way it actually works is the reverse. You must first be who you really are, then do what you need to do, in order to have what you want.”

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