Eine neue Gewohnheit in 3 Wochen?

Gestern habe ich mein erstes Experiment erfolgreich beendet. Im Gegensatz zu der landläufigen Meinung man soll sich nur einer widmen habe ich es mit 4 Dingen probiert und geschafft. 21 Tage sind vorüber aber habe ich jetzt neue ?Es heißt, dass man nach 21 Tagen ein neues Muster in seinem Unterbewusstsein etabliert hat. Das wollte ich ausprobieren und habe den Selbstversuch gestartet. Zwischendurch hatte ich immer mal wieder mit dem einen oder anderen Problem zu kämpfen. Mal hatte ich absolut Heißhunger auf Süßes, dann hatte ich mal keine Lust aufs Gittare üben aber am Schwierigsten ist mir der Sport gefallen. Erstaunlicher Weise viel mir das mit dem Sonnengruß aufstehen und kalt Duschen am Leichtesten. Spannend war es für mich auch zu beobachten, dass ich nicht abgenommen habe, eher sogar zugenommen, obwohl ich weniger gegessen und sehr viel mehr Sport gemacht habe als sonst. Bin mal gespannt wie sich das weiter entwickelt.

Nur habe ich jetzt neue Gewohnheiten? Nein, ich habe nicht das Gefühl. Heute habe ich keine meiner eigentlichen Gewohnheiten umgesetzt, außer Gitarre üben, denn heute war Unterricht angesagt. Stattdessen habe ich einiges an Kohlenhydraten zu mir genommen, mir z.B. Eis und Schokolade schmecken lassen, und nicht mal den Sonnengruß gemacht oder kalt geduscht, obwohl mir das in den letzten Wochen am Leichtesten gefallen ist. Also nichts mit Gewohnheit. Jetzt starte ich daher weitere 21 Tage, für die ich allerdings einige Korrekturen vornehme. Ich werde nicht mehr absolut auf Kohlenhydrate verzichten. Nach 18 Uhr zu essen bleibt aber weiterhin verboten. Mit Sonnengruß aufstehen und kalt duschen bleibt auch und wird mein Feedbacksystem wie lange es bei mir dauert, so eine Gewohnheit zu etablieren. Auch Sport und Gitarre üben bleibt, schließlich möchte ich beim NLP Practitioner im Rahmenprogramm ein Konzert geben. Da es aber eine neue Runde ist, kommen auch neue Aufgaben hinzu. Einerseits werde ich jeden Tag eine halbe Stunde schreiben, sei es Blog, Verkaufstexte, Buch oder was auch immer. Außerdem werde ich ein 3 Monatsprogramm zum Social Media Marketing beginnen, in dem ich jeden Tag eine Stunde dem Social Media Marketing widme. Bin mal gespannt wieviel ich in 3 Monaten bei täglich einer Stunde erreiche. Ich werde berichten.

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12 Kommentare
  1. DUKE says:

    Also da kann ich Dir nur gratulieren. Meine Erkenntnisse zur Etablierung von Gewohnheiten nach 21 Tagen ist identisch. SitUps und Autosuggestionsriten habe ich im 4. Quartal 08 massiv durchgeführt und mittlerweile ist davon nichts mehr vorhanden. Jedenfalls nicht was tägliches Handhaben angeht. Es ist aber im Kopf. Es beschäftigt mich und wird wohl nicht verloren gehen.

    Zu Deiner Feststellung das Du nicht abgenommen hast. Da sind 21 Tage eindeutig zu wenig, bzw. Deine Maßnahmen zu gering. Es ist wirklich einfach. Auf Zucker verzichten (1 Stück Kuchen o.k., keine Cola, dafür Wasser oder Mischung mit Saft). Zusätzlich Ballaststoffe (Knäckebrot oder Muslie). Das mit nach 18 Uhr nichts mehr essen ist wohl eine Mär. Dem Körper ist es egal, wann Du Brennstoff zuführst. Es darf eben nur nicht zu viel sein, weil er sonst eingelagert wird. Du verbrennst auch Nachts. Dabei hilft ein gesteigerter Stoffwechsel durch regelmässigen Ausdauersport im sauerstoffreichen Atem/Herzrhytmus. Das Du das Programm jedoch weiter durchführst und zusätzlich erweiterst … Kompliment und Hut ab. Keep going!

    DUKe

  2. Michael Schecker, der Schamane says:

    SuuuperSascha

    21 Tage lang versuchen was schon beim ersten mal nicht klappt weil es nicht mehr Spaß macht als die bisherige Gewohnheit? Das kommt mir so vor wie (21 Tage) gegen eine Wand zu rennen anstatt zu schauen wo denn die nächste Tür ist. ;o)))) Änderungen gehen entweder schnell oder eben garnicht. Punkt. Doch das gilt wohl nicht global ;o)))) Aus meiner Sicht ist es ganz leicht sich zu ändern. Ich muß ein anderer sein um anders zu werden. Körper folgt Mind! (und umgekehrt) Ich ändere meine Rolle (in dem Spiel das REALITÄT genannt wird) und mein Körper und mein Ego passen sich von ganz alleine an. Und gerade wegen all dem empfinde ich dein Experiment superspannend !!! Die 21 Tage … das ist wohl nur die Oberfläche. Die Paradoxy der Tiefenebene finde ich geil. Nämlich nicht „was mache ich mit mir“ sondern auch gleichzeitig „was macht das mit mir“. Könnte ja sein daß irgendeiner kapiert warum und vor allem durch das Beispiel wie Egoschleifen geöffnet und geschlossen werden können……

    Ist ein ListingProgramm ohne Beobachter alleine überlebensfähig?

    Bis denne…. und mit tieeefem Respekt

    Michi der Schamane

  3. Oskar Mäder says:

    Lieber Sascha

    Manch einer könnte an Dir eine gute Scheibe abschneiden. Wie oft gehe ich auf Websiten und es hat sich seit Wochen die mir wie Monate vor kommen nichts geändert. Also ich finde es toll wenn ich bei Dir öfters neue Artikel finde… öfters mal eine frische Brise im Geist.

    Gruss aus der Schweiz
    Oskar

  4. DUKE says:

    UPDATE: Hab nochmal über meinen Kommentar gegrübelt. Wenn ich bestätige, das eine neue Handlung sich nicht automatisch nach 21 Tagen etabliert als neue Gewohnheit, so ist diese Aussage bereits wieder eine Bewertung. Bewertung bedingt durch eigene Glaubenssätze? Durch das Hauptprogramme im Unterbewußtsein, das Gegenlenkt weil die Veränderungen Unruhe bedeuten (war doch alles so schön bequem). Zu meinen Sportgewohnheiten. Ich habe teilweise Jahre ausgesetzt beim Ausdauer-Joggen. Obwohl ich das immer recht gerne gemacht habe. Nun laufe ich seit Jahren wieder, mehr als denje. Vielleicht ist es, wie ein Samenkorn. Immerhin ist es auch für Ex-Alkis immer ein Thema, nicht in die alten Gewohnheit, sogar nach Jahren zurückzufallen. Verrückt. Denke – wichtig ist die Veränderung, das Neue. Wenn es nicht von Bestand ist, so ist das auch o.k.

  5. Sascha Ballach says:

    Hallo Duke,

    das mit nach 18 Uhr nicht mehr essen funktioniert deswegen, weil ich so auf eine komplette Mahlzeit verzichte. Vor 18 Uhr habe ich noch keinen Hunger und nach 18 Uhr vergeht er auch sehr schnell und mir tut das insgesammt sehr gut auf diese Mahlzeit zu verzichten. Ich habe so auch schon in einem Monat 10kg abgenommen, deswegen wundert es mich auch, dass im Moment nichts passiert. Andererseits spüre ich durch die Liegestütze auch ein ziemliches Wachstum einiger Muskeln, es ist wirklich erstaunlich was in noch nicht mal 2 Wochen da passiert. Naja, werde das weiter im Auge behalten. Mir geht es ja nicht ums Gewicht, das ist nur eine Zahl. So lange ich mich wohl fühle. 😉

    Hallo Michi,

    wer sagt denn, dass mir das keinen Spass macht? Mir macht das Yoga und auch das kalte Duschen morgens Spass und trotzdem fällt es mir schwer meinen Schweinehund zu überwinden. Bis jetzt habe ich da auch keinen Weg gefunden, dass das automatisch passiert, außer eben zu trainieren, dass ich automatisch meinen inneren Schweinehund überwinde und das mache, was mir Spass macht und mir auch sehr gut tut.

    Gruß, Sascha

  6. alice hive says:

    Ich nehme mir für den Aufbau von Gewohnheiten immer 30 Tage. Eventuell könnte es dir helfen, die Gewohnheiten immer zu einem festen oder ähnlichen Zeitpunkt durchzuführen!? (z.B. Gitarre spielen + Sport)

  7. Tobias Zimpel says:

    Ich teste die YuKoN-Methode auch gerade, und habe – zumindest bei mir – nicht das Gefühl, dass 21 Tage wirklich ausreichen, um eine Gewohnheit fest zu etablieren. Klar, nach 21 Tagen ist es leichter, dabei zu bleiben, aber die meisten Verhaltensweisen, die nicht von meinem inneren Schweinehund gesteuert werden, verlangen auch einige Zeit später noch bewusste Entscheidungen.

    Für mich jedenfalls ist das Armband eine Hilfe, da es mir mein Ziel ständig vor Augen hält, und meinen Fokus auf das, was ich erreichen will, verbessert. Vermutlich wird das auch irgendwann nachlassen, aber solange die Wirkung für mich anhält, werde ich das auf jeden Fall nutzen.

  8. Claudia Susanne Schwarz says:

    Tolle Sache, das 21-Tage-Phänomen!

    Michael H. Buchholz beschreibt es in seinem Buch „Alles was du willst“ sehr schön. Und auch er ist der Ansicht, dass 21 Tage das absolute Minimum darstellen, an denen wir eine neue Verhaltensweise immer wieder bewusst auslösen müssen, ehe der Vorgang ins Unterbewusstsein delegiert wird und das neue Programm (Gewohnheit) das alte überschreibt.

    Die Regel hat mir bei meiner ersten Abnehm-Strecke vor 7 Jahren super geholfen. Allerdings habe ich mit 60 Tagen gearbeitet. So groß war die Gier. 😉 Mittlerweile bin ich knapp 40 kg leichter. Und noch immer ist abnehmen ein Thema…

  9. Michael Schecker, der Schamane says:

    Jaohaigamasch Sascha ;o)

    Du schriebst:
    wer sagt denn, dass mir das keinen Spass macht? Mir macht das Yoga und auch das kalte Duschen morgens Spass und trotzdem fällt es mir schwer meinen Schweinehund zu überwinden. Bis jetzt habe ich da auch keinen Weg gefunden, dass das automatisch passiert, außer eben zu trainieren, dass ich automatisch meinen inneren Schweinehund überwinde und das mache, was mir Spass macht und mir auch sehr gut tut.

    Ich sage daß es schneller und vielleichter gehen würde wenn es mehr Spaß macht. Keine Frage daß es DIr Spaß macht! Eher die Anregung nach mehr Spaß Ausschau zu halten.

    Ich habe meinen Schweinehund „besucht“ und ihn mal gefragt was ihn motiviert und was er geil fände wenn ich ihm dabei helfen würde. Er war unglücklich über die bewertetende Beschreibung anstatt eines, seines echten Namens. Also rede ich ihn nun nur noch direkt mit seinem wirklichen Namen an. Er hält sich für ungeliebt , untraktiv und gehemmt. Nun nach einer Weile der Zielsuche und Konzentration geht es ihm schon besser. Er lief immer abgerissen herum und mußte Kleider anderer Leute auftragen. Damit ist Schluß. Er bekommt von mir was er sich wünscht. Jetzt läuft er mit den neuesten Sniekers herum und Anzüge stehen ihm noch besser als mir selbst. Er gefällt mir und weil er so fleißig ist habe ich ihn zu meinem Manager ernannt. Ich wäre schön doof auf seine Fähigkeiten die ganz andere sind als gedacht zu verzichten. Wir sind ein Team ;o))))

    Nächster Gedankengang ist:
    Was wohl passiert wenn ich mir auch so ein Armband zulege und es gleich so aufrüste wie ich es mal haben will? Würde mich das wie mag(net)isch an mein Ziel ziehen? Macht nicht auch das richtige Schwert einen Mann zu dem was er latent wirklich ist. Er muß es doch nur aus dem Stein ziehen. Keine Rede davon sich das Schwert Stück für Stück zu verdienen…..
    Muß mal bei meiner nächsten Trance nach meinem Schwert Ausschau halten…..oder sollte ich es gleich selber´schmieden? Vielleicht finde ich anstatt ihm ja auch einen Universalschlüssel……….
    Als universell hilfreich empfinde ich nach wie vor die FastPhobiaCure gegen „die Angst vor zuviel Erfolg“ die wir vor Jahren mal zusammen gemacht haben….im Deutschen Technikmuseum … erinnerst Du dich noch?

  10. Daniel Mihajlovic says:

    Ich glaube nicht, dass die „Gewohnheit eine bestimmte Handlung täglich zu tun“ (oder 3x/Woche usw) überhaupt irgend etwas mit der Dauer zu tun hat, die man das schon gemacht hat. Ich glaube, dass das nie zur Gewohnheit wird, weil es immer einer (halb-)bewussten Entscheidung bedarf.

    Ich habe beispielsweise locker 15 JAHRE täglich mehrere Stunden Trompete geübt (inklusive Hochschulstudium Instrumentalpädagogik) und das Üben wurde NIE zur Gewohnheit. Es hat (meistens) viel Spass gemacht, ja viel mehr noch: ich war mit Leidenschaft am Werk. Es gab auch (ausser phasenweise) keinen „inneren Schweinehund“ zu überwinden, im Gegenteil konnte ich es zum Teil gar nicht abwarten wieder mit den Kollegen zu proben! Und es wurde NIE automatisch.

    Als ich dann irgendwann entschieden habe nich mehr täglich zu üben, einfach weil andere Dinge wichtiger wurden, war das zwar eine Umstellung im Tagesablauf, aber es war nicht so, dass ich „automatisch“ zum Instrument gegriffen hätte, oder auch nur daran gedacht hätte.

    Was allerdings definitiv Gewohnheit war (und noch ist) ist die Art und Weise, WIE ich spiele, also Körperhaltung, wie puste ich Luft rein, wie drücke ich die Ventile, wie phrasiere ich usw. Das ist wie beim Autofahren, wo ja auch keiner bewusst dran denkt, wie er das Gaspedal drückt.

    Meine These ist also die, dass sich Gewohnheiten innerhalb einer Tätigkeit sehr wohl bilden. Die Tätigkeit an sich ist jedoch keine Gewohnheit.

  11. Sascha Ballach says:

    Hi Daniel,

    vielen Dank für diesen ausführlichen Kommentar. Ich stimme Dir da größtenteils zu. Da ist die Frage, was genau versteht man unter Gewohnheit. Egal, was wir genau unter Gewohnheit verstehen, und ob wir das Wort überhaupt benutzen, scheinbar hast Du die gleiche Erfahrung gemacht wie ich. Wenn Du etwas täglich machst, fällt es Dir einfacher es auch weiterhin zu tun. Bei mir ist es sogar so, dass wenn ich aus dem Urlaub zurück komme, wo ich nicht täglich im Fitnessstudio war, ich sofort wieder den Drang verspüre wieder hinzugehen. Und genau darum geht es mir. Es fühlt sich dann irgendwie komisch an, wenn ich nicht hin gehe. Natürlich muss ich das dann immer noch machen und ich laufe nicht auf Autopilot da hin, aber eigentlich mache ich mir darüber keine Gedanken. Ich schnappe mir meine Sportsachen und gehe los. Wenn ich aber nur unregelmäßig hin gehe, dann muss ich jedes Mal wieder bewusst die Entscheidung treffen. Mir hilft es daher sehr diese Gewohnheit, so nenne ich das jetzt mal, zu haben.

    Lieben Gruß,
    Sascha

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  1. […] dem Festlegen von Zielen ist es wichtig, dass man deren Umsetzung sicherstellt. Nach etwa drei Wochen sind neue Gewohnheiten zur Routine geworden. Während dieser Einführungsphase ist es wichtig, dass […]

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