Raus da! Der kleine Ausrüstungsguide – Einleitung

In den letzten Jahren bin ich mehr und mehr gereist. Am Anfang hatte ich das Problem, dass ich nicht wusste, was ich alles mitnehmen muss und was nicht. So bin ich teilweise mit 30 Kilo Gepäck gereist, nur um dann nach 4 Wochen festzustellen, dass ich erstens nur einen Bruchteil gebraucht habe und zweitens, dass es fast überall günstig möglich ist die Sachen waschen zu lassen. So habe ich nach und nach ein Konzept entwickelt, was ich unbedingt dabei haben muss und was ok ist dabei zu haben. Das erlaubt es mir bei meinen Touren in Nepal mein Gepäck komplett selber zu tragen, da es mit Büchern nur ca 11 Kilo wiegt und selbst da könnte ich noch einiges weg lassen.

Es gibt aber Leute, die sich noch viel länger mit dem Thema beschäftigen und die noch sehr viel mehr gereist sind als ich und das unter extremeren Umständen. Einer davon ist Christian Klant, ein guter Freund von mir. Nachdem er letztes Jahr in Nepal war, hat er begonnen einen zu schreiben und da habe ich ihn gefragt, ob ich diesen Guide in meinem Blog veröffentlichen darf. Er war sofort begeistert und so wird es über die nächsten Wochen eine Serie zum Thema auf geben. An manchen Stellen werde ich seine Empfehlungen noch mit meinen Erfahrungen ergänzen.

Damit Du etwas mehr über Christian weißt, habe ich ihn interviewt. Das Interview findest Du hier:

SB: Christian, wer bist Du, was machst Du so?
CK: Ich bin Fotograf und lebe in Berlin. In einem früheren Leben habe ich BWL studiert und als Berater gearbeitet. Wenn ich heute mal keine Kamera in der Hand habe, genieße ich es draußen zu sein und Sport zu treiben. Eisklettern im Winter, fremde Kulturen entdecken, Orientierungslauf und Marathon in der Großstadt. Manchmal verbinde ich das auch und mache ein paar schöne Fotos davon.
SB: Wie kommt es dazu, dass Du hier etwas über Ausrüstung für die großen und kleinen Abenteuer schreibst?
CK: Als Schüler und Student habe ich bestimmt über 10 Jahre in Outdoorläden gearbeitet. So war ich stets an der Quelle für gute Ausrüstung und konnte meine Erfahrungen aus zahlreichen Touren an die Kunden weitergeben.
SB: Was waren das für Touren?
CK: Als Schüler bin ich mit guten Freunden quer durch Europa gezogen. Mit dem Rucksack auf dem Rücken habe ich an den Wochenenden und in den großen Ferien wohl mehr Zeit im Schlafsack, als in meinem Bett verbracht – wunderbar. Im Studium habe ich mir dann mal eine Auszeit genommen und bin ein Jahr durch die Welt gereist. Eine Expedition in Peru mit Erstbesteigungen in einem bis dahin unerschlossenen Felsklettergebiet und die Besteigung eines sehr abgelegenen 6000ers waren der Auftakt für ein ereignisreiches Jahr.
SB: Über was genau möchtest Du hier schreiben?
CK: Einige teils amüsante Beobachtungen auf dem Nepal-Trek im August 2010 haben mich dazu angeregt einen kleinen, pragmatischen Ausrüstungsguide zusammen zu fassen. Dank meiner Umtriebigkeit habe ich für den jeweiligen Einsatzzweck die für mich passende Ausrüstung und Kleidung gefunden. Damit Du vor Deiner nächsten Tour schon vom Sofa aus überlegen kannst, worüber Du Dich später nicht mehr ärgern darfst, schreibe ich hier einfach, was Dich dabei unterstützt.
Die Welt ist groß, und soweit ich weiß einigermaßen rund. Irgendwo ist deswegen immer Sommer und es soll Orte geben, an denen es nur zu regnen scheint. Ich werde mich als Beispiel auf die Bedingungen in Nepal beschränken, und die sind schon vielfältig. Wer also barfuß die Australischen Wüsten durchwandern, oder als erster mit dem Bobby Car den Everest abfahren möchte, der sollte sich noch einmal genauer überlegen, was dafür hilfreich ist – oder auch nicht.
SB: Über welche Themen dürfen wir uns hier freuen?
CK: Ich habe mir überlegt über all das, was man bei einem Treck in Nepal braucht, thematisch etwas zu schreiben. Den Anfang machen die Klamotten, weiter geht es mit Schuhen und Socken. Anschließend machen wir einen Ausflug in den Rucksack-Komplex und zu Zelten. Als Fotograf darf natürlich ein Foto-Spezial nicht fehlen. Die kleinen Helferlein und Nützlichkeiten bekommen einen eigenen Beitrag.
SB: Bevor es los geht: Was wird Deine nächste Tour sein?
CK: Morgen geht es nach Schweden zur Fjällräven Classic. Das ist so Mischung aus Adventure Race und Trekking Tour. 110 km, die man ganz nach belieben in einem Stück durchlaufen kann, oder entspannt in einigen Tagen wandert. Ich bin schon sehr gespannt auf das Wetter. Das Ganze findet nämlich ein gutes Stück nördlich des Polarkreises statt. Es ist zwar gerade Sommer und dennoch sind von -5 bis +20 Grad alles drin. Das wirkt sich dann natürlich auch auf die Ausrüstung aus. Und da sind wir ja auch gleich wieder beim Thema, denn im ersten Beitrag geht es um die Kleidung. Frieren ist schließlich uncool.

Kommentar SB:
Du findest Christian bei Facebook und über seine Webseite

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