Warum Du Vorbilder brauchst

Warum Du Vorbilder brauchst

Vor einigen Monaten habe ich anlässlich einer Blogparade schon einen Artikel über meine Vorbilder geschrieben. Jetzt ruft Jörg Unkrig auch zu einer Blogparade zum Thema Vorbilder auf. Da ich natürlich nicht schon wieder über meine Vorbilder schreiben möchte mache ich mir im folgenden darüber Gedanken, ob wir Vorbilder brauchen und warum. Doch bevor wir uns mit dieser Frage beschäftigen können, muss diese Frage geklärt werden:

Was ist ein Vorbild?

Um diese Frage zu beantworten lass uns mal schauen, was Wikipedia dazu sagt: “Vorbild ist eine Person oder Sache, die als richtungsweisendes und idealisiertes Muster oder Beispiel angesehen wird. Im engeren Sinne ist Vorbild eine Person, mit der ein – meist junger – Mensch sich identifiziert und dessen Verhaltensmuster er nachahmt oder nachzuahmen versucht.”

Dem kann ich mich größtenteils anschließen, nur dem Verweis auf das Alter stimme ich nicht zu. Ich kenne viele Menschen, die sich z.B. ihre eigenen Kinder als Vorbild nehmen.

Für mich ist ein Vorbild ein Mensch, der in einem Bereich das schon erreicht hat, was ich gerne erreichen möchte. Das kann ein emotionaler, geistiger, mentaler, körperlicher oder ähnlicher Zustand sein. In dem Artikel über meine Vorbilder hatte ich bei jedem Vorbild genau erklärt, warum und in welchem Bereich diese Person ein Vorbild ist. Dabei muss ein Vorbild keine real existierende Person sein. Es kann genauso gut eine fiktive Person aus einem Buch, einem Film oder so sein. Es kann sogar eine von Dir erdachte Person sein. Mein stärkstes Vorbild ist z.B. mein zukünftiges/ideales ich. Ich habe mir überlegt wie ich sein möchte und nehme das als mein Vorbild.

Nur brauche ich überhaupt ein Vorbild

Wenn Du den Artikel bei Wikipedia noch ein wenig weiter liest, dann erkennst Du schnell, dass Du unbewusst sowieso Vorbilder hast. Von den Soziologen und Psychologen werden diese Vorbilder auch Rollenmodelle genannt. Dabei handelt es sich meistens um Dir sehr nah stehende Menschen. Der Mensch lernt hauptsächlich durch Nachahmung und natürlich ahmen wir hauptsächlich die Menschen nach, die uns häufig umgeben. Der Vorteil ist, dass wir schnell all das lernen, was wir für das Überleben brauchen. So lernen wir nebenbei laufen und sprechen, aber auch andere Verhaltensweisen übernehmen wir. Und nicht nur Verhalten, sondern auch Werte, Einstellungen, Glaubenssätze usw. übernehmen wir von diesen Menschen. Der große Nachteil ist, dass das alles unbewusst passiert und wir so gut wie keinen Einfluss darauf haben. So nehmen wir auch Dinge an, die uns nicht gut tun, oder die wir aus anderen Gründen nicht haben wollen. Und wer glaubt das war nur in unserer Kindheit so, der irrt. In jedem Alter nehmen wir unbewusst Dinge von den Menschen an, mit denen wir uns den größten Teil der Zeit umgeben. Jetzt können wir nicht immer beeinflussen wer die Menschen in unserer Umgebung sind, und hier kommen die Vorbilder ins Spiel.

Warum Du Vorbilder brauchst

In meiner Zielerreichungsmethode ist ein Baustein, dass sich jeder, der erfolgreich ein Ziel erreichen möchte, seine Umgebung so optimal wie möglich gestalten soll. Die meisten Menschen überschätzen nämlich, was sie aus eigener Kraft erreichen können und unterschätzen den Einfluss ihrer Umgebung. Und neben einigen anderen Dingen gehört zur Umgebung eben auch, mit wem Du Dich die meiste Zeit Deines Lebens umgibst. Frei nach dem Motto, Zeige mir Deine Freunde und ich sage Dir wer Du bist.

Am Besten wäre es also sich nur mit Menschen zu umgeben, die genau dort sind, wo ich hin möchte. Das gelingt aus den verschiedensten Gründen allerdings den wenigsten. Und das ist auch nicht so schlimm, denn dafür hast Du z.B. Deine Vorbilder. Sie beeinflussen Dein Leben in eine Richtung, die Du Dir selbst ausgesucht hast. Nur einfach nur ein Vorbild zu haben reicht nicht.

Wie Du am Besten von Deinen Vorbildern profitierst

Du kannst auf zwei Wegen von Deinen Vorbildern profitieren, dem unbewussten und dem bewussten Weg.

Der unbewusste Weg besteht hauptsächlich darin, Dich möglichst viel mit Ihnen zu umgeben. Das heißt nicht, dass Du sie persönlich immer um Dich herum haben musst. Es reicht, wenn Du Dich täglich mit Ihnen beschäftigst, z.B. immer wieder ihre Bücher liest, Videos über sie siehst oder auf andere Art und Weise Anteil an ihrem Leben nimmst. Bei fiktiven Figuren lies die Bücher immer wieder, schaue die Filme immer wieder. Lasse sie so oft wie möglich auf Dich wirken. Es müssen übrigens auch keine konkreten Vorbilder sein. Ich habe mir z.B. für dieses Jahr vorgenommen mich sehr intensiv mit dem Buch Denke nach und werde reich von Napoleon Hill zu beschäftigen. Ich lese jeden Tag mal mehr mal weniger darin. Ich folge den Aufgaben und ich habe eine Master Mind Gruppe gegründet, die einmal pro Woche die Inhalte des Buches diskutiert und wie sie unser tägliches Leben beeinflussen.

Damit sind wir auch schon beim zweiten, dem bewussten Weg. Versetze Dich in Dein Vorbild herein. Überlege Dir z.B. wie Dein Vorbild sich in dieser und jener Situation verhalten würde. Wie wären seine Gedanken? Wie würde er an dieses Problem herangehen? Hier hilft es natürlich möglichst viel über sein Vorbild zu wissen. Die blinden Flecke kann man dabei getrost idealisieren.

Ganz wichtig: Miss Dich nicht an Deinen Vorbildern

Immer wieder höre ich: “Ich möchte sein wie …!” Mach das nicht. Nutze Vorbilder als Inspiration, als Leuchtturm auf Deinem Weg, aber träume nicht davon der Leuchtturm zu sein. Du bist Du, mit Deinen eigenen Stärken und Schwächen. Und das ist gut so. Recht leicht kannst Du das Problem vermeiden, wenn Du Dir einfach mehrere Vorbilder suchst und spezielle Eigenschaften von ihnen anstrebst. Entwickle Deine eigene Version dieser Eigenschaften und dann  gehe noch einen Schritt weiter.

Sei selbst ein Vorbild

Jeder kann ein Vorbild sein. Wenn Du Kinder hast bist Du es automatisch, ob Du willst oder nicht. Überlege Dir, was Deine Kinder von Dir lernen und übernehmen sollen und sei dieser Mensch. So können Kinder eine super Motivation sein das Beste ich zu sein. Aber auch wenn Du keine Kinder hast kann Dir der Gedanke helfen, dass Du Vorbild bist. Denn genauso wie Deine Umwelt Einfluss auf Dich hat, hast Du auch Einfluss auf Deine Umwelt. Welchen Einfluss möchtest Du auf Deine Umwelt haben? Wie soll Dich Deine Umwelt wahrnehmen und welchen Eigenschaften hättest Du gern, dass Deine Umwelt von Dir mitbekommt?

Wer sind Deine Vorbilder und worin möchtest Du Vorbild sein? Was für Gedanken hast Du zum Thema Vorbilder? Schreibe es einfach in die Kommentare. Und wenn Du mehr solcher Artikel lesen möchtest, dann melde Dich einfach zum Newsletter an:

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  1. […] Sascha Ballach: „Was ist Vorbild? Um diese Frage zu beantworten lass uns mal schauen, was Wikipedia dazu sagt: “Vorbild ist eine Person oder Sache, die als richtungsweisendes und idealisiertes Muster oder Beispiel angesehen wird. Im engeren Sinne ist Vorbild eine Person, mit der ein – meist junger – Mensch sich identifiziert und dessen Verhaltensmuster er nachahmt oder nachzuahmen versucht. Dem kann ich mich größtenteils anschließen, nur dem Verweis auf das Alter stimme ich nicht zu. Ich kenne viele Menschen, die sich z.B. ihre eigenen Kinder als Vorbild nehmen.“ (mehr siehe unter: http://www.immermehrleben.de/allgemein/2016/02/08/warum-du-vorbilder-brauchst/) […]

  2. […] viele Menschen, die sich z.B. ihre eigenen Kinder als Vorbild nehmen.“ (mehr siehe unter: http://www.immermehrleben.de/allgemein/2016/02/08/warum-du-vorbilder-brauchst/) Nadine Büsing: „Was ist nun ein gutes Vorbild? Es heißt natürlich nicht, sich immer […]

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