Wie Du Deine natürliche Ausstrahlung freilegst

Das ist ein schöner Gastartikel von Stephan Wiessler:

Wir kommen alle auf die Welt mit nicht viel. Ohne Worte. Ohne Gedanken über Gott und die Welt. Ohne Sorgen darüber, ob wir den Herd angelassen haben oder ob wir, so wie wir sind, gute Chancen beim anderen Geschlecht haben. Wir sind einfach nur. Und trotzdem sind wir in dieser Zeit unseres Lebens einfach nur unwiderstehlich und werden von allen als attraktiv und süß empfunden. Wer kann schon strahlenden Babyaugen wiederstehen?
Im Laufe der Jahre bekommen wir dann viel Input. Was ja auch einige Vorteile mit sich bringt. Wir lernen uns in der existierenden Welt zu bewegen. Wir lernen die Regeln und Verhaltensweisen, die Schrift und Mathematik. Wir lernen was sich gehört und was sich nicht gehört. Leider verlernen wir dabei häufig wir selbst zu sein, sondern lernen zu funktionieren.
In den ersten Jahrzehnten nach der Geburt lernen wir vor allem uns den Regeln der Gesellschaft unterzuordnen. Wir lernen was richtig und was falsch ist. Was wir machen dürfen und was nicht. Wir lernen, was wir sagen sollen und was wir denken sollen. Wir sind in dieser Zeit sehr vielen Einflüssen ausgesetzt und manches wird uns gesagt und manches schauen wir auch einfach nur ab. Natürlich bringt das viele Vorteile mit sich: Wir werden zivilisiert. Können uns anpassen. Können uns mit unseren Mitmenschen austauschen und mit ihnen kommunizieren. Wir können in unserer Gesellschaft überleben.
Leider schleichen sich aber auch viele Glaubensmuster und Denkweisen ein, die uns im restlichen Leben blockieren können. Denkweisen, die uns sagen, wie wir zu sein haben ohne Rücksicht darauf, wer wir wirklich sind. Gerade in unserer westlichen Gesellschaft wachsen viele sehr „verkopft“ auf. Alles muss mit dem Verstand geklärt, begriffen, entschieden und ausgeführt werden. Leider bleibt dabei häufig der Rest von uns auf der Strecke. Der Rest von uns: Unsere Intuition. Unsere Emotionen. Unser Körpergefühl.
Nach meiner Erfahrung und meiner Überzeugung haben wir alles, was wir für unsere Wünsche brauchen bereits in uns. Im Verlaufe des Aufwachsens wird diese natürliche Ausstrahlung unterdrückt. Wir dürfen dann nicht mehr fühlen, was wir eigentlich fühlen und schon gar nicht dürfen wir dies unseren Mitmenschen zeigen. Das interessante hier ist allerdings, dass das verstecken von Gefühlen gar keinen positiven Effekt hat. Menschen, die eine gewisse Ausstrahlung haben, machen dies anders. Sie haben gelernt ihrem Gefühl zu vertrauen und zeigen dieses auch gerne sich und der Welt.
Wer also seine natürliche Ausstrahlung wiedererlangen will, sollte nicht etwas dazuzulernen, sondern er sollte etwas loslassen. Es geht darum, die Denkmuster zu verändern, den Kopf öfter zu verlassen und seine Gefühle kennenzulernen.

Was Du tun kannst, um Deine natürliche Ausstrahlung wiederzuerlangen

Wenn Du auch Deine natürliche Strahlkraft wiederhaben möchtest, dann rate ich Dir, alte und blockierende Verhaltensweisen loszulassen. Das geht häufig nicht von jetzt auf gleich, sondern ist ein Prozess. Aber ein Prozess der sich lohnt. Im Folgenden erhältst Du einige Tipps, um diesen Prozess in Gang zu setzen und Deine natürliche Ausstrahlung wieder freizusetzen.
1. Vertraue Deinem Gefühl
Wir alle haben sie: Emotionen. Doch die Meisten von uns lernen einfach nicht, mit diesen richtig umzugehen.
Ich war früher ein Mensch, der seine Gefühlswelt verstecken wollte. Ich bin durch das Leben gegangen und habe immer versucht, mit dem Kopf gesteuert, anderen Menschen zu gefallen. Das ging oft genug nach hinten los. Seitdem habe ich allerdings einen Prozess angestoßen und mich dabei sehr verändert. Ich lebe viel mehr in meinen Gefühlen und meinem Körper. Ich verstehe die Signale, die mir mein Körper sendet viel genauer und kann damit entsprechend umgehen. Und ich zeige meine Gefühle gerne.
Mir wird mittlerweile, im Gegensatz zu früher, eine starke Ausstrahlung zugesprochen. Das liegt daran, dass ich meine Gefühle gerne zeige. Jeder Mensch darf wissen, was ich fühle! Mittlerweile geht das soweit, dass ich sogar meine Ängste offen zeigen kann. Während viele Leute davor allerdings Angst haben und denken sie würden sich angreifbar machen, habe ich genau den entgegengesetzten Effekt erfahren. Leute sind begeistert und fühlen sich zu den offenen Personen hingezogen.
Lerne auch Du Deinen Gefühlen zu vertrauen. Sie sind ein Teil von Dir.
Was Du tun kannst, um einen besseren Zugang zu Dir und Deinen Gefühlen zu erhalten, ist zunächst, diese zu beobachten. Erinnere Dich in Deinem Alltag immer mal wieder daran jetzt auf Deine Emotionen zu achten. Gehe dann ganz bewusst raus aus Deinem Kopf und in das Gefühl hinein. Nimm es einfach nur wahr, egal ob es sich gut oder schlecht anfühlt. Spüre hinein und stelle fest, wo es sich in Deinem Körper befindet. Wenn Du das täglich übst, wirst Du mit der Zeit feststellen, wie Du ein viel besseres Bewusstsein für Dich und Deine Bedürfnisse entwickelst.
2. Entspanne ganz bewusst
Stress geht meistens mit einer Anspannung des Körpers einher. Die Muskeln sind dann verkrampft und kein Wunder, dass sich das schlecht anfühlt. Es gibt jedoch tolle Möglichkeiten, regelmäßig zu entspannen. Ich für meinen Teil mache z. B. jeden Morgen ein paar Minuten Yoga. Da bin ich ganz bei mir, raus aus dem Kopf und ganz bewusst bei meiner Atmung und in meinem Körper. Egal für welche Entspannungsmethode Du Dich entscheidest, wichtig ist dabei, dass Du die Gedanken in Deinem Kopf loslässt und Dich voll und ganz auf Deinen Körper und Deine Gefühle konzentrierst.
Folgende Methoden eignen sich prima dafür:

  • Meditation
  • Yoga
  • Massagen
  • Sauna
  • Autogenes Training

Es gibt natürlich noch zahlreiche andere Möglichkeiten. Ich empfehle Dir aber, einfach mal eines auszuprobieren. Und dann mach es nicht nur ein einziges Mal, sondern regelmäßig!
Fange am Besten ganz einfach an. Drei Minuten jeden Morgen nach dem Aufstehen reichen schon, um dir für den Tag ein besseres Gefühl zu geben. Das wird vielleicht nicht sofort am ersten Tag so sein, langfristig wirst du allerdings einen großen Effekt bemerken. Probiere es einfach mal aus.
3. Tue etwas anderes
Wenn Du Deine Ausstrahlung erhöhen möchtest und Deine Emotionen und Dich besser kennenlernen möchtest, dann brich öfter aus Deinem gewohnten Alltag aus. Probiere regelmäßig Neues aus. Es gibt so viele Menschen, die jeden Tag Ihrer gewohnten Routine nachgehen und daraus nicht ausbrechen. Es spielt sich immer dasselbe ab.
Ich rate Dir, immer mal wieder etwas Neues auszuprobieren. Probiere einen Sport aus, den Du schon immer mal machen wolltest. Oder mache einen Foto- oder Kochkurs. Oder gehe einfach mal einen anderen Weg zur Arbeit. Wenn Du Deine gewohnten Verhaltensmuster bewusst durchbrichst, wirst Du viel über Dich selbst erfahren und vor allem wirst Du viel flexibler. Du kannst dann mit unbekannten Situationen viel entspannter und lockerer umgehen. So gewöhnt sich dein Kopf daran regelmäßig neues zu erleben und zu erfahren und ist so in ungewohnten Situationen entspannter und strahlt dies auch aus.
Durch diese Flexibilität legst Du Deine natürliche Strahlkraft wieder frei, denn Du bist im Allgemeinen viel entspannter und gelassener und möchtest dies natürlich auch der ganzen Welt zeigen.

Mit diesen drei einfachen Schritten kannst du sehr schnell deine Ausstrahlung erhöhen und wirst ganz anders von Leuten wahrgenommen. Probiere es einfach mal für zwei Wochen aus und beobachte die Unterschiede, die du bemerken wirst.

Über den Autor: Stephan Wießler ist Trainer und Coach für Charisma. Er hatte in der Vergangenheit mit einigen Ängsten zu kämpfen und hat alles Mögliche versucht, um sich davon zu befreien. Und das mit Erfolg! Seine Erlebnisse und Erfahrungen gibt er auf seinen Seminaren weiter (www.charismanow.de).

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4 Kommentare
  1. joachim says:

    Aus meiner Sicht ist es vor allem wichtig, sich der eigenen Werte, Gefühle und Bedürfnisse bewusst zu werden. Dann wird vieles im Leben klarer, weil wir Entscheidungskriterien haben. Persönlicher Erfolg und Zufriedenheit werden sich einstellen, sobald wir wissen, was für uns zählt.

  2. Hendrik Pleil says:

    Herr Wießler hat vor allem eines entdeckt: Wenn du dich selbst so akzeptierst, wie du bist, dann folgen wie von selbst auch die anderen Menschen um dich herum. Glück, Erfolg und Liebe sind dann kein Fremdwort mehr. Toller Beitrag!

  3. Mathias says:

    Dazu ergänzend würde ich noch empfehlen wie es an anderer Stelle auch oft beschrieben wurde sich regelmäßige Zeiten für Rituale wie Meditation und Fühlen zu nehmen. Das stärkt die eigene Disziplin und man macht kontinuierliche Fortschritte.

  4. Reinhard Dobat says:

    Lieber Herr Wießler,
    ich finde Ihre drei einfachen Schritte sehr interessant. Wichtig finde ich den Schritt 3: Etwas anders machen/etwas anderes machen stärkt das Selbstbewusstsein und das spürt man dann Selbst und die Umwelt auch. Schwierigkeiten habe ich mit dem Punkt 1: Vertraue deinen Emotionen. In meiner langen Beratungs- und Coaching-Erfahrung habe ich gelernt, dass echtes Charisma da entsteht, wo Emotionen und Verstand gut „zusammenspielen“. Den eigenen Gefühlen kann man nicht immer trauen, ebenso wenig einer rein rationalen Analyse (z.B. in schwierigen Entscheidungssituationen . Das ungute Bauchgefühl sollte man dann nicht wegrationalisieren, aber die Emotionen auch nicht als entscheidendes Indiz ansehen. Man sollte schon sehr intensiv auch in seinen Kopf reinhören!

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