Was ist die Komfortzone?

Immer wieder propagiere ich das Verlassen Deiner . Jetzt haben Andreas und ich sogar ein ganzes Buch zu dem Thema geschrieben und über 100 Übungen zusammengestellt, die Dir helfen mit viel Spass Deine Komfortzone zu verlassen und zu erweitern.

Aber was ist die Komfortzone eigentlich und warum ist es so wichtig sie zu verlassen?

Für mich hat der Begriff Komfortzone viele Aspekte, weswegen ich mich mit einer klaren Definition noch schwer tue. Immer wieder lese ich im Zusammenhang mit der Komfortzone auch von der Wohlfühlzone. Die Komfortzone wird als der Bereich in unserem Leben beschrieben, in dem wir uns wohl fühlen. Das stimmt größtenteils, aber nicht immer. Sehr häufig benutzen wir den Begriff Alltag. Unseren Alltag würde ich als Teil unserer Komfortzone definieren, aber viele Menschen fühlen sich in und mit ihrem Alltag nicht wohl. Das Wort Alltag hat sogar oft eine negative Unterschwingung. Wir empfinden Alltag teilweise als etwas schlechtes. Der Begriff Wohlfühlzone beschreibt also die Komfortzone nur bedingt. Aber auch der Begriff Alltag ist nicht ausreichend, denn viele Dinge, die nicht zu unserem Alltag gehören, zählen trotzdem zu unserer Komfortzone.

Mit Alltag bezeichnen wir meistens Tätigkeiten und Tagesabläufe, die so immer wieder und wieder vorkommen, die also oder Rituale sind. Wir stehen jeden Tag um 7 auf, frühstücken und lesen dabei die Zeitung, fahren immer auf dem gleichen Weg ins Büro und machen immer wieder mehr oder weniger die gleichen Arbeiten. Irgendwann ist Frühstücks- und Mittagspause und nach noch ein paar Stunden Arbeit fahren wir dann nach Hause. Dort erledigen wir vielleicht noch etwas Hausarbeit, spielen mit den Kindern, schauen fern und gehen dann ins Bett, um am nächsten Tag das Gleiche wieder zu machen. All die in diesem Ablauf steckenden und Rituale gehören zu unserer Komfortzone, egal ob wir uns dabei wohl fühlen oder nicht.

Teil der Komfortzone sind also unsere Gewohnheiten und Rituale. Außerdem zähle ich zu meiner Komfortzone alles was ich weiß und alles was ich kann. Ab jetzt wird es schwammiger. Ich zähle z.B. auch Länder zu meiner Komfortzone, die ich schon allein bereist habe und in denen ich mich allein zu Recht gefunden habe. Thailand ist für mich so ein Land. Nur wenn ich in Thailand in ländliche Gebiete komme, wo kaum noch Englisch gesprochen wird, dann verlasse ich meine Komfortzone wieder. Du siehst, es ist gar nicht so einfach zu sagen, was genau die Komfortzone ist, weil sie auch für jeden anders ist. Es gibt aber ein paar Hinweise darauf, wie Du Deine Komfortzone erkennen kannst.

Woran erkennst Du Deine Komfortzone?

  1. Alles was für Dich neu ist liegt automatisch außerhalb Deiner Komfortzone. Je nachdem wie weit weg das Neue vom Bekannten ist, umso weiter weg ist es auch aus Deiner Komfortzone. Wenn Du z.B. jeden Tag 10 km joggen gehst, dann sind jeden Tag 11 km nicht wirklich weit aus Deiner Komfortzone. Wenn Du aber jeden Tag statt zu joggen zum Kampfsport gehst, dann ist das schon weiter aus Deiner Komfortzone, unabhängig davon ob Dir das schwer fällt oder nicht. Genauso verhält es sich mit Wissen. Wenn Du eine neue Nuance zu Deinem Spezialgebiet lernst, dann verlässt Du damit zwar Deine Komfortzone, aber nur minimal. Wenn Du Dich mit einem komplett neuen Thema beschäftigst, dann verlässt Du Deine Komfortzone schon sehr viel stärker.
  2. Wie schon oben beschrieben liegen all Deine Gewohnheiten innerhalb Deine Komfortzone. Also alles, was Du immmer so machst ist Deine Komfortzone. Mache es einmal anders und schon verlässt Du Deine Komfortzone.
  3. Ausreden. Achte mal darauf wann Du Dich mit mehr oder weniger logischen Gründen davon abhältst Dinge zu tun. Für gewöhnlich müsstest Du genau dort Deine Komfortzone verlassen. Gerade wenn es darum geht unsere Komfortzone zu verlassen finden wir oft gut Gründe es nicht zu tun. Sehr beliebte sind z.B. keine Zeit oder kein Geld. Achte mal darauf, wie Du auf Vorschläge anderer reagierst. Welche Gründe hast Du darauf nicht einzugehen? Wie fühlst Du Dich, wenn Du einfach mal ja sagst? Um die Möglichkeit für Ausreden möglichst gering zu halten empfehlen Andreas und ich im Buch jede zu machen.
  4. Angst ist ein sehr guter Hinweis darauf, dass Du Deine Komfortzone verlässt. Dabei gibt es Ängste, die uns bewusst sind und Ängste, die uns nicht bewusst sind. Ich hatte z.B. immer Höhenangst. So nach und nach, durch Fallschirmspringen, Klettern, Houserunning usw. habe ich mich dieser Angst gestellt und somit immer wieder meine Komfortzone verlassen. So richtig wohl fühle ich mich mit der Höhe immer noch nicht, aber meine Höhenangst schränkt mich nicht mehr ein. Noch viel wichtiger finde ich, dass ich bei mir Muster erkannt habe, wie ich reagiere wenn ich Angst habe. So habe ich auch unbewusste Ängste gefunden und erkannt wo ich aus Angst meine Komfortzone nicht erweitern möchte. Z.B. wollte ich nie Seminare geben, bis ich erkannt habe, dass ich einfach nur Angst davor habe. Inzwischen hat mein erstes Seminar stattgefunden und weitere werden folgen.

Warum es gut ist immer wieder Deine Komfortzone zu verlassen ahnst Du jetzt sicher schon. Genauer werde ich Dir das in meinem nächsten Beitrag erklären.

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8 Kommentare
  1. Andreas Biegel says:

    Hallo Sascha,
    freue mich sehr das Dein Buch endlich draussen ist. Habs auch schon bestellt und bin jetzt langsam echt gespannt wann es endlich meinen Briefkasten erreicht.

    Auf die Übungen freue ich mich und auch auf die daraus resultierenden Bereicherungen für mein Leben. Habe in den letzten 2 Jahren ja bereits beständig solche Übungen zu meinem Pflichtprogramm gemacht und kann immer nur bestätigen:
    Das hat mein Leben freier gemacht!
    LG aus Oldenburg sendet Dir
    Andreas

  2. Tine says:

    Habe dein Buch ohne abzusetzen verschlungen. Mit den Aufgaben habe ich auch schon angefangen, bis nächstes Jahr gibt es eine Menge zu tun. Cool, endlich mal ein Buch, das mit Konventionen bricht und den eigenen Vorstellungscontainer in Frage stellt. Gute Schreibe. Mach weiter so, dann guck ich auch öfters mal bei dir im Blog rein! Lg 😉

  3. Sascha Ballach says:

    🙂 Freut mich dass es Dir so gut gefällt. Vielleicht bist Du ja auch motiviert genug diesen Text bei Amazon als Rezension zu hinterlassen. 😉 Wenn Du Fragen hast oder weitere Anregungen brauchst, dann melde Dich einfach. Und es lohnt sich immer wieder rein zu schauen. Am Besten Du meldest Dich zum Newsletter an, der enthält ab und zu auch Dinge, die sonst nirgends stehen. 😉
    Gruß,
    Sascha

  4. Werner Schmidt says:

    Die oben ausgeführten ‚Häppchen‘ lassen mich neugierig auf das Buch werden. Ich selbst bin ein Fan vom Umgang mit meiner Komfortzone. Merke ich doch immer wieder, dass auch ich, obwohl darin geübt, mir manches mal sehr schwer tue, um aus meiner Komfortzone herauszutreten. Aber jedesmal bekomme ich einen Bestätigung dafür, dass der Gewinn es doch zu tun, für mich viel wert ist! Ich kann die Nachahmung also nur empfehlen! Somit festigt sich die Strategie des Lebens mit und ausserhalb der Komfortzone! Begrüßen wir also das Neue!!! Weiter so! http://www.komm-vor-Zone.de

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  1. […] dann kann Dir mein Buch helfen. Mache einige oder noch besser alle Übungen in dem Buch, um Deine Komfortzone zu verlassen, und Du wirst erleben, wie einfach es auf einmal geht: Raus aus Deiner Komfortzone – Das […]

  2. […] Zuvor sollte man, laut Selbsthilfe-Autorin Peg Streep, aber erst mal verstehen was die eigene Komfortzone eigentlich ist. Das ist der erste Schritt zum Aufbruch ins Unbekannte. „Vielleicht hatten Sie so […]

  3. […] nicht mehr zu Hinterfragen, nicht mehr zu verändern, zu verbessern, da man seine hart erarbeitete Komfortzone nicht mehr bereit ist zu […]

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