Mach Dir keine Sorgen!

Mach Dir keine Sorgen! Mach Dir keine Gedanken! Solche oder ähnliche Aufforderungen höre ich immer wieder von Menschen die ich lieb habe. Leichter gesagt als getan. Natürlich kann ich durch weitere Sorgen nicht helfen, andererseits fällt mir vielleicht etwas hilfreiches ein. Nur ist meine Hilfe gewünscht? Nein. Nur was soll ich dann machen? Einfach zusehen? Einfach akzeptieren, dass ich nichts machen kann, nichts machen darf? So einfach ist das nicht. Jeder hat es verdient sich so wenig wie möglich zu quälen und wenn ich Qualen erleichtern kann, dann sollte ich es doch auch machen, oder? Ist es sonst nicht unterlassene Hilfeleistung oder bezieht sich das nur auf körperliche Qualen? Sind die seelischen Qualen unwichtig? Ich denke nicht und so sitze ich hier und mache mir Gedanken.

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1 Antwort
  1. Mike der Schamane says:

    Aus einer Metaposition gesehen könnte sich die Frage formulieren: Wieso muß ich helfen? Wieso kann ich nicht alles so lassen wie es ist? Führt meine Hilfe womöglich eher zu meinem Egogewinn als der anderen Person zu echter Hilfe? Schade ich durch meine Hilfe? Wäre es womöglich sinnvoller den anderen solange leiden zu lassen bis er genug Energie akkumuliert hat um selbst und von alleine in die Gänge zu kommen. Bin ich berechtigt ihm dieses Erfolgserlebnis zu nehmen? Vielleicht sollte ich ihn (oder sie) ja einfach von der Treppe stoßen und durch den Beinbruch ändert sich sein (oder ihr) Umfeld und erst das ermöglicht die eigentliche Veränderungsarbeit? Sollte ich es dem anderen leicht oder schwer machen?

    Für mich gilt ohne Auftrag keine Aktion! Wenn mir etwas nicht „gleichgültig“ ist ebenfalls keine Aktion! Wenn ich mich umfassend angesprochen und stimmig fühle, dann maximale Aktion.

    Nebenbei: Was könnte der Pimär- und Sekundärgewinn der Qualen sein? Wie kann ich die schon erlittenen Qualen so gebührend wertschätzen daß sie sich liebevoll auflösen lassen und die nun freie Energie eine neue Aufgabe erfüllen kann?

    Übrigens sagt der Satz „Mach Dir keine Sorgen“ ja schon in Klartext wer sich Sorgen macht.

    Wenn ich stark bin … wie kann ich mir das Sorgen machen?

    Wenn mein Gegenüber keine Hilfe will dann womöglich weil ich selbst (im Moment) nicht die Größe und Stärke ausstrahle die sie für ihr Vertrauen braucht?

    Ergo: Sich selbst auf hohen Level bringen – den dann stellen sich viel Fragen erst garnicht und „Heilung“ geschieht durch Ansteckung.

    Für die Auflösung der Ungewißheit ob ich gemeint bin und helfen soll gibt es den Armtest. Mein Unbewußtes weis längst durch nonverbale Signale meines Gegenüber ob ich helfen soll oder nicht.

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