Leben mit leichtem Gepäck

Vor fast genau einem halben Jahr bin ich aus meiner 160qm Wohnung in einem kleinen Schloß in Brandenburg in einen 12qm Wohnwagen mitten auf dem Feld gezogen. Zusätzlich habe ich noch eine kleine Wohnung im Nachbarort, die ich als Büro nutze. Einerseits lebe ich damit mal wieder mein Motto “Raus aus Deiner Komfortzone”, andererseits strebe ich auch ein einfaches Leben in der Fülle an. Nach den ersten sechs Monaten kann ich sagen, dass der Umzug ein sehr guter Schritt war, aus verschiedenen Gründen:

  • Ich habe meine Kosten stark reduziert.
    Meine monatlichen Kosten konnte ich durch diesen Schritt um einige hundert Euro reduzieren. Einerseits sind natürlich die Mietkosten sehr viel geringer, andererseits verbrauche ich auch nicht mehr so viel Strom und Wasser.
  • Ich schlafe besser.
    Wie schon gesagt steht der Wohnwagen mitten auf einem Feld. Dadurch gibt es keinerlei Straßengeräusche und auch Licht gibt es nur in klaren Vollmondnächten, die übrigens so hell sind, dass ich lesen kann. Es gibt keinen Elektrosmog, die Luft ist sehr angenehm und da ich nicht ewig am Rechner sitze, bin ich früher im Bett. Mein gesamter Schlafrhythmus hat sich dadurch geändert, zumindest wenn ich zu Hause bin.
  • Ich ernähre mich besser.
    Mit dem Wohnwagen habe ich ca 1000qm gepachtet. Darauf baue ich einiges an Gemüse an. Im letzten Jahr war die Ausbeute noch nicht so groß, aber dieses Jahr sollte das einen Großteil meines Nahrungsbedarfs decken. Aber selbst, wenn ich keine selbstgeernteten Nahrungsmittel zu mir nehme, esse ich sehr viel mehr Salat, Obst und Gemüse als sonst. Ich habe zwar einen Gasherd, aber den nutze ich sehr viel weniger als vorher in meiner Wohnung. Woran das liegt kann ich noch nicht sagen. Vielleicht verleitet das Umfeld dazu.
  • Ich bewege mich mehr.
    Ich bin ein Mensch, der den ganzen Tag vor dem Computer verbringen kann und das meist auch macht. In meiner alten Wohnung habe ich mir da auch nie so richtig drüber Gedanken gemacht. Ich bin aufgestanden und habe mich an den Rechner gesetzt. Zum Essen habe ich mich davon gelöst und dann spät Abends, wenn ich schlafen gegangen bin. Im Wohnwagen habe ich meist gar keinen Impuls mich an den Rechner zu setzen, mal davon abgesehen, dass der meistens im Nachbarort im Büro steht. Es gibt auch noch so viele andere Dinge zu machen. Wer einen Garten hat oder hatte weiß, dass es da immer was zu tun gibt.
  • Insgesamt lebe ich gesünder.
    Ich esse nicht nur gesünder und bewege mich mehr, ich starte auch meistens mit einem Bad im 200m entfernten Bach in den Tag. Der ist auch im Sommer ganz schön kalt und härtet ziemlich ab. Auch die viele Zeit an der frischen Luft und dem vielen Tageslicht haben eine positive Auswirkung auf mich.
  • Mein Leben hat sich vereinfacht.
    Das liegt hauptsächlich an zwei Dingen. Erstens ist Büro und zu Hause wieder voneinander getrennt, das kann ich jedem Selbstständigen sehr empfehlen. Zweitens habe ich nicht mehr so viel ablenkendes um mich. Bei 12qm ist nicht viel Platz für Schnick Schnack. Alles hat seinen Platz und um mich rum sind nur die Dinge, die ich wirklich brauche. Ich muss mir auch keine großen Gedanken über Ordnung machen, denn es gibt nicht viel zu ordnen und wenn ich alles nicht sofort wieder an seinen Platz zurück lege, dann falle ich da ständig drüber. Sozusagen ein sich selbst sehr gut organisierendes System.
  • Ich kann mich auf das Wesentliche konzentrieren.
    All die vorher genannten Punkte helfen mir dabei mich auf das für mich wesentliche zu konzentrieren. Ich kann dafür sorgen, dass es mir auf allen Ebenen gut geht und ich kann meine Karriere als Keynote Speaker für Motivation und Autor voran bringen.

Ok, jetzt kannst Du vielleicht nicht einfach so in einen Wohnwagen ziehen, die Erfahrung kannst Du aber trotzdem machen und das empfehle ich Dir auch. Vielleicht machst Du mal keinen Urlaub in einem Hotel, sondern mietest Dir stattdessen einen Wohnwagen, ein Wohnmobil oder ein Hausboot. Gerade eine Wohnmobil oder ein Hausboot haben noch den zusätzlichen Charme, dass man damit reisen und an den Orten verweilen kann, die einem besonders gefallen. Du wirst sehr schnell merken, mit wie wenig Du auskommst. Das kannst Du auch erleben, wenn Du z.B. in Nepal wandern oder den Jakobsweg gehst. Also immer dann, wenn Du mit Deinem Gepäck von Ort zu Ort gehst und nur so viel mitnimmst, wie Du tragen kannst.

Ich bin ein großer Fan von Abwechslung und dem regelmäßigen Verlassen der Komfortzone. Für einige ist das Leben mit wenig Gepäck sehr einfach, vielleicht machen sie es schon immer so. Für andere ist es eher schwierig. Das gilt meistens aber auch andersrum. Daher empfehle ich beides mal auszuprobieren. Lebe mal ein paar Wochen mit leichtem Gepächt und dann ein paar Wochen mit schwerem Gepäck, was auch immer das für Dich bedeutet. Mit beiden Situationen umgehen zu können ist meiner Meinung nach sehr hilfreich. Ich kann auch beiden Lebensweisen sehr viel abgewinnen. Daher empfehle ich Dir auch nicht das Leben mit leichtem Gepäck, sondern nur, es immer mal wieder in Dein Leben zu integrieren. Meistens führt es dazu, dass man zumindest die unnützen Lasten immer wieder beseitigt.

Das Leben mit leichtem Gepäck hat nicht nur Vorteile. Manchmal nervt es mich, dass ich extra ins Büro fahren muss, um ein paar Kleinigkeiten zu erledigen. Ich habe auch keinen wirklichen Raum zum Trainieren mehr. Bei schönem Wetter ist das nicht so schlimm, aber wenn es regnet, schneit oder stürmt, dann macht es mir nicht wirklich Spaß zu Trainieren und es kostet mich sehr viel mehr Willenskraft mich dazu durchzuringen, was oft dazu führt, dass ich es lasse. Auch einfach mal entspannt auf die Couch legen und einen Film schauen geht nicht so einfach. Das muss ich vorher geplant und den Film runtergeladen haben (legal über Amazon Prime). Ich habe keinen Kühlschrank, muss also sehr viel häufiger einkaufen gehen und so gibt es sicher noch einige weitere Nachteile.

Abschließend kann ich nur nochmal sagen, dass es sich wirklich lohnt beide Wege mal auszuprobieren. Mal wirklich pompös, so wie ich im Schloß, und auch mal wirklich ganz einfach zu leben, und wenn es jeweils nur für die Zeit des Urlaubs ist. Mit diesem Beitrag nehme ich an der Blogparade “Leben mit leichtem Gepäck” teil. Ich werde demnächst immer wieder Beiträge zu meinen Erfahrungen mit dem Leben im Wohnwagen schreiben. Auch werde ich über Permakultur, Persönlichkeitsentwicklung und natürlich die Komfortzone schreiben. Wenn Dich das interessiert, dann melde Dich zu meinem Newsletter an:


Die Zukunft des Digitalen Lernens

In den letzten 2 Jahren habe ich einige Online Marketing Ausbildungen für verschiedenste Anbieter gegeben. Bis Dezember letzten Jahres liefen die immer so, wie man sich das so vorstellt. Ich stand vorn und vor mir saßen mehr oder weniger viele, die mir interessiert zuhörten. Doch im Dezember hat sich alles geändert. Ein Anbieter wollte das unbedingt mit mir machen, aber die Teilnehmer waren über ganz Deutschland verteilt. Ich kam also morgens bei dem Anbieter an und wurde in einen kleinen Raum begleitet. Ein Tisch, ein Computer, zwei Monitore, ein Mikro, Lautsprecher und ein Kleiderständer, das wars, mehr war nicht in diesem Raum. Zum Glück hatte der Raum wenigstens noch ein Fenster.

Ich habe mich also an den Rechner gesetzt, die nötigen Programme gestartet und mir so gedacht: “Das kann ja nicht so schwer sein, einige Webinare habe ich ja schon gemacht.”, und losgelegt. Und ich kann Dir sagen, so richtig Spaß hat mir das nicht gemacht. Ich habe geredet und geredet. Keine Ahnung ob mir überhaupt jemand zuhört, keine Ahnung ob sie verstehen was ich erzähle, keine Ahnung ob Fragen da sind (es traut sich kaum jemand Fragen zu stellen). Auch die Interaktion mit den Teilnehmern gestaltet sich schwierig, selbst wenn ich konkret Fragen stelle, kommen Antworten nur sehr zögerlich. Dafür wird der Chat ausführlich genutzt. Ich lasse mich also immer wieder ablenken, um zu schauen ob da eine wichtige Frage für mich drin ist. Schließlich habe ich die drei Tage gemeistert und die Teilnehmer waren auch sehr zufrieden, aber so richtig mit dem Medium angefreundet habe ich mich nicht.

Im Januar hatte ich gleich die nächste Möglichkeit mich mit dieser Methode der Wissensvermittlung zu beschäftigen. Ich durfte eine Weiterbildung geben, wo der Großteil der Teilnehmer vor Ort waren und ein paar über ganz Deutschland verteilt. Diesmal hatte ich sogar ein sogenanntes Smartboard und ich weiß, sobald das in meinem Budget liegt hängt auch bei mir eins. Der Raum hatte auch zwei Kameras und ein Raummikrofon. So konnte ich ganz normal vorn stehen, halbwegs normal die Tafel benutzen und auch mit den Teilnehmern interagieren. Größtenteils hat das auch mit den Teilnehmern, die nicht vor Ort waren, funktioniert. Nur wenn es Probleme gab, Dinge nicht so funktioniert haben, wie sie sollten, dann wurde es schwierig.

Aus diesen beiden Erfahrungen schließe ich auf nötige Entwicklungen, die dafür sorgen können, dass das digitale Lernen sich noch schneller verbreitet. Bevor ich dazu komme möchte ich aber auch noch den Blickwinkel des Teilnehmers, bzw. Selbstlerners einnehmen.

Ich bin absoluter Autodidakt, was dazu führt, dass ich zwar für fast nichts ein Zertifikat habe, trotzdem eine ganze Menge weiß. Ich liebe es mich selbst wann immer ich will mit den Themen zu beschäftigen, die mich interessieren. Ich habe schon an unzähligen Webinaren teilgenommen und viele Kurse durchlaufen. Angefangen hat alles mit meinem Fernstudium an der Universität Hagen. Das lief noch komplett undigital ab. Damals habe ich mir die heutigen Möglichkeiten gewünscht. Aber auch heute gibt es noch einiges, was sich aus meiner Sicht verbessern lässt.

Ideen zur Optimierung des Digitalen Lernens

Aus beiden Blickwinkeln heraus habe ich mir überlegt, wie sich das digitale Lernen entwickeln sollte, damit es für beide Seiten noch mehr Spaß macht und noch produktiver und effektiver ist. Über die verschiedensten Vorteile des digitalen Lernens will ich an dieser Stelle gar nicht schreiben, sondern eher darüber, wie sich die momentanen Nachteile beheben lassen.

Inhalte für digitales Lernen optimieren

Im Moment findet der Großteil des digitalen Lernens noch klassisch statt, nur eben digital. Man muss was lesen, sich anhören oder ansehen, verliert aber meistens die Möglichkeit der Interaktion, mit dem Lehrer und den anderen Mitschülern. Dabei bietet die moderne Technologie so viele Möglichkeiten, die das Lernen erleichtern und beschleunigen können. Immer mehr Kurse gehen dazu über die Inhalte in Form von Videos zu vermitteln, was mich ja total nervt. Ich lese gern und vor allem schnell. Ich kann mein Lesetempo dem Stoff anpassen und im Zweifelsfall Sätze, Absätze, Seiten oder ganze Kapitel überfliegen. Bei einem Video ist das nicht möglich. Ok, ich kann ein Video in doppelter Geschwindigkeit ablaufen lassen, aber das war es auch schon. Ich tendiere daher schnell dazu nebenbei ein paar Emails zu beantworten, ein wenig für den nächsten Artikel zu recherchieren oder anderen Tätigkeiten nachzugehen. Das führt dann wiederum dazu, dass ich vom Video noch weniger mitnehme. Für mein Empfinden müssen die Kurse in Zukunft sehr viel interaktiver werden und sich an die Geschwindigkeit des Lernenden anpassen.

Ich stelle mir Lernumgebungen vor, wo ich Aufgaben bekomme und Themen selbst erforschen kann und erst, wenn ich nicht weiter komme konkret an der Stelle Unterstützung bekomme. Gerade wenn man den Umgang mit Software lernt kann ich mir das sehr gut vorstellen. Aber auch bei anderen Themen kann ich mir das vorstellen. Und für Leute wie, die nicht wie ich gern erstmal experimentieren, sondern erstmal einen Überblick über ein Thema brauchen, für die gibt es dann eben immernoch Video. Wichtig wäre mir dabei, dass man jederzeit aus dem einen Modus in den anderen Modus wechseln kann und man dann auch immer genau an der Stelle weitermacht, wo man gerade gewechselt ist. Das würde natürlich voraussetzen, dass der Kurs mitbekommt, an welcher Stelle ich gerade hänge, was ich schon alles erfolgreich erledigt habe und was noch offen ist. Für Kinder gibt es schon verschiedenste Lernapps, die das ansatzweise schon umsetzen. Ich bin gespannt, wann es das für die Erwachsenenbildung gibt. Mir ist dabei bewusst, dass das mit einer Menge Aufwand verbunden ist, der sich auch lohnen muss.

Zusammenarbeit ermöglichen und vereinfachen

In der klassischen Lernumgebung kann man ganz einfach, mitten im Kurs, kurz Gruppen bilden, die dann miteinander an einer konkreten Aufgabenstellung arbeiten. Das ist beim digitalen Lernen sehr viel schwieriger. Wenn der Kurs live stattfindet, dann geht das noch halbwegs, ist aber je nach Software mit mehr oder weniger großen Schwierigkeiten verbunden. Schön wäre es, wenn z.B. der Lehrer dann einfach Gruppen einteilen könnte und die Gruppe würde sich automatisch in einem separaten “Raum” wiederfinden. Dort können Sie gemeinsam chaten, sind unterhalten und auch gemeinsam an Dokumenten arbeiten. Vielleicht haben sie auch eine gemeinsame virtuelle Tafel, die sie dann später allen präsentieren können. Der Lehrer muss die Möglichkeit haben sich in jeden der Räume einzuklinken, mitzudiskutieren usw. Außerdem muss er die Möglichkeit haben für alle etwas anzusagen oder zu zeigen. Und schließlich müssen die Schüler auch anzeigen können, dass sie gern hätten, dass der Lehrer bei ihnen im Raum vorbei schaut. Wie schon gesagt müssen die Schüler am Ende der Aufgabe die Möglichkeit haben ihre Dokumente, Tafelbilder usw. der gesamten Gruppe zu präsentieren. Technisch ist das auf jeden Fall möglich, aber bis jetzt habe ich keine Software gesehen, die das wirklich konsistent umsetzt. Ich rechne allerdings in naher Zukunft damit.

Schwieriger ist es, wenn der Kurs nicht live stattfindet. Da werden dann Gruppen, sei es auf Whatsapp, Facebook oder sonstwo eingerichtet, in denen die Teilnehmer Fragen stellen und miteinander diskutieren können. Den gleichen Effekt wie mit gemeinsamen Übungsgruppen hat man aber nicht. Ich glaube, dass es wichtig beim Lernen ist sich auszutauschen. Es ist wichtig zu sehen, wie andere an eine Aufgabe heran gehen, wie sie eine Lösung finden und was dabei funktioniert und was nicht. Deswegen tendiere ich dazu in Online Kursen kleine Teams aufzustellen. Am Liebsten wechsle ich die Teams während des Kurses auch immer wieder. Leider fehlt mir da noch die Software mit der das wirklich einfach möglich ist. Die Teams müssen sich mit Skype oder Hangout oder so arrangieren, was meiner Meinung nach noch nicht mal im Ansatz all die Möglichkeiten bietet, die so ein virtueller Klassenraum, wie oben beschrieben, bietet. Es muss den Teilnehmern möglich sein gemeinsam an Dingen zu arbeiten, nicht nur darüber zu sprechen. Und es muss möglich sein die Ergebnisse dem Lehrer zu präsentieren. Natürlich gibt es schon sehr viel Kolaboration Software, die es Teams ermöglicht mehr oder weniger einfach miteinander zu arbeiten. Nur meistens ist das mit Einarbeitungsaufwand verbunden. Und gerade bei Teilnehmern, die nicht so Computer affin sind geht dadurch der Fokus verloren, da sie mehr mit dem Erlenren der Tools beschäftigt sind als mit dem eigentlichen Thema. Ich glaube auch da kann man noch einiges machen und es wäre toll, wenn das z.B. direkt in Webinar Software integriert wird.

Mitarbeit vereinfachen

Für mich ist die Mitarbeit wichtiger als eine Prüfung. Ich weiß schon vor der Prüfung, wie gut jemand in der Prüfung abschneidet. Mir geht es dabei nicht darum wie oft sich jemand gemeldet hat, sondern ich interagiere mit den Teilnehmern. Ich erkenne dadurch auch, ob sie verstanden haben, was ich gerade erklärt habe, ob ich nochmal etwas besser erklären muss oder ich schneller voran gehen kann. Das hat nicht nur für mich, sondern auch für die Teilnehmer Vorteile. Bei Kursen, die nicht live sind ist das mit der Mitarbeit natürlich schwierig und mir fällt auch noch nichts ein, wie man das da unterstützen kann. Bei Kursen, die live stattfinden, sollte das aber möglich sein. Als ersten Schritt ist mir als Lehrer wichtig, dass ich meine Teilnehmer sehe. Ich weiß, dass das nur geht, wenn die Teilnehmerzahl eher niedrig ist. Wenn sie höher wird ist es für mich aber auch kein Kurs mehr, sondern eher ein Vortrag. Bei 20 Teilnehmern sollte es aber noch möglich sein sie auch alle zu sehen. So kann ich erkennen, wie das vermittelte Wissen bei ihnen ankommt. Außerdem verhindert es ein bisschen, dass sie sich mit anderen Dingen ablenken, vom Rechner weggehen und ähnliches, bzw. ich bekomme es mit und kann darauf eingehen. Bei jedem Bild sollte dann natürlich auch der Name stehen, so dass ich denjenigen direkt ansprechen kann.

Auch sollten Wortmeldungen sehr viel einfacher möglich sein. Im Moment ist es nötig die Mikrophone stumm zu schalten, weil sonst alle möglichen Nebengeräusche zu hören sind. Wenn dann ein Teilnehmer was sagen möchte wird sein Impuls dadurch unterdrückt, dass er erst das Mikrofon wieder einschalten muss. Für mein Empfinden muss das automatisch funktionieren. Die Software muss erkennen, ob es sich um Nebengeräusche oder eine Wortmeldung handelt. Auch muss es möglich sein, dass die Teilnehmer miteinander diskutieren, so wie im Klassenraum eben auch. Technisch sollte beides (Bildübersicht und automatischer Ton) möglich sein und ich bin gespannt, ob und wann es das tatsächlich gibt.

So weit aus meiner Sicht einerseits als Lehrer und andererseits als Teilnehmer an vielen Kursen. Mit diesem Beitrag nehme ich an der Blogparade die Zukunft des digitalen Lernens teil. Ich schreibe in diesem Blog noch über viele verschiedene Dinge, die mein Leben beeinflussen, sei es Lernen, persönliche Entwicklung und vieles mehr. Wenn das Themen sind die Dich interessieren, dann solltest Du Dich zu meinem Newsletter anmelden:


Warum Du Vorbilder brauchst

Vor einigen Monaten habe ich anlässlich einer Blogparade schon einen Artikel über meine Vorbilder geschrieben. Jetzt ruft Jörg Unkrig auch zu einer Blogparade zum Thema Vorbilder auf. Da ich natürlich nicht schon wieder über meine Vorbilder schreiben möchte mache ich mir im folgenden darüber Gedanken, ob wir Vorbilder brauchen und warum. Doch bevor wir uns mit dieser Frage beschäftigen können, muss diese Frage geklärt werden:

Was ist ein Vorbild?

Um diese Frage zu beantworten lass uns mal schauen, was Wikipedia dazu sagt: “Vorbild ist eine Person oder Sache, die als richtungsweisendes und idealisiertes Muster oder Beispiel angesehen wird. Im engeren Sinne ist Vorbild eine Person, mit der ein – meist junger – Mensch sich identifiziert und dessen Verhaltensmuster er nachahmt oder nachzuahmen versucht.”

Dem kann ich mich größtenteils anschließen, nur dem Verweis auf das Alter stimme ich nicht zu. Ich kenne viele Menschen, die sich z.B. ihre eigenen Kinder als Vorbild nehmen.

Für mich ist ein Vorbild ein Mensch, der in einem Bereich das schon erreicht hat, was ich gerne erreichen möchte. Das kann ein emotionaler, geistiger, mentaler, körperlicher oder ähnlicher Zustand sein. In dem Artikel über meine Vorbilder hatte ich bei jedem Vorbild genau erklärt, warum und in welchem Bereich diese Person ein Vorbild ist. Dabei muss ein Vorbild keine real existierende Person sein. Es kann genauso gut eine fiktive Person aus einem Buch, einem Film oder so sein. Es kann sogar eine von Dir erdachte Person sein. Mein stärkstes Vorbild ist z.B. mein zukünftiges/ideales ich. Ich habe mir überlegt wie ich sein möchte und nehme das als mein Vorbild.

Nur brauche ich überhaupt ein Vorbild

Wenn Du den Artikel bei Wikipedia noch ein wenig weiter liest, dann erkennst Du schnell, dass Du unbewusst sowieso Vorbilder hast. Von den Soziologen und Psychologen werden diese Vorbilder auch Rollenmodelle genannt. Dabei handelt es sich meistens um Dir sehr nah stehende Menschen. Der Mensch lernt hauptsächlich durch Nachahmung und natürlich ahmen wir hauptsächlich die Menschen nach, die uns häufig umgeben. Der Vorteil ist, dass wir schnell all das lernen, was wir für das Überleben brauchen. So lernen wir nebenbei laufen und sprechen, aber auch andere Verhaltensweisen übernehmen wir. Und nicht nur Verhalten, sondern auch Werte, Einstellungen, Glaubenssätze usw. übernehmen wir von diesen Menschen. Der große Nachteil ist, dass das alles unbewusst passiert und wir so gut wie keinen Einfluss darauf haben. So nehmen wir auch Dinge an, die uns nicht gut tun, oder die wir aus anderen Gründen nicht haben wollen. Und wer glaubt das war nur in unserer Kindheit so, der irrt. In jedem Alter nehmen wir unbewusst Dinge von den Menschen an, mit denen wir uns den größten Teil der Zeit umgeben. Jetzt können wir nicht immer beeinflussen wer die Menschen in unserer Umgebung sind, und hier kommen die Vorbilder ins Spiel.

Warum Du Vorbilder brauchst

In meiner Zielerreichungsmethode ist ein Baustein, dass sich jeder, der erfolgreich ein Ziel erreichen möchte, seine Umgebung so optimal wie möglich gestalten soll. Die meisten Menschen überschätzen nämlich, was sie aus eigener Kraft erreichen können und unterschätzen den Einfluss ihrer Umgebung. Und neben einigen anderen Dingen gehört zur Umgebung eben auch, mit wem Du Dich die meiste Zeit Deines Lebens umgibst. Frei nach dem Motto, Zeige mir Deine Freunde und ich sage Dir wer Du bist.

Am Besten wäre es also sich nur mit Menschen zu umgeben, die genau dort sind, wo ich hin möchte. Das gelingt aus den verschiedensten Gründen allerdings den wenigsten. Und das ist auch nicht so schlimm, denn dafür hast Du z.B. Deine Vorbilder. Sie beeinflussen Dein Leben in eine Richtung, die Du Dir selbst ausgesucht hast. Nur einfach nur ein Vorbild zu haben reicht nicht.

Wie Du am Besten von Deinen Vorbildern profitierst

Du kannst auf zwei Wegen von Deinen Vorbildern profitieren, dem unbewussten und dem bewussten Weg.

Der unbewusste Weg besteht hauptsächlich darin, Dich möglichst viel mit Ihnen zu umgeben. Das heißt nicht, dass Du sie persönlich immer um Dich herum haben musst. Es reicht, wenn Du Dich täglich mit Ihnen beschäftigst, z.B. immer wieder ihre Bücher liest, Videos über sie siehst oder auf andere Art und Weise Anteil an ihrem Leben nimmst. Bei fiktiven Figuren lies die Bücher immer wieder, schaue die Filme immer wieder. Lasse sie so oft wie möglich auf Dich wirken. Es müssen übrigens auch keine konkreten Vorbilder sein. Ich habe mir z.B. für dieses Jahr vorgenommen mich sehr intensiv mit dem Buch Denke nach und werde reich von Napoleon Hill zu beschäftigen. Ich lese jeden Tag mal mehr mal weniger darin. Ich folge den Aufgaben und ich habe eine Master Mind Gruppe gegründet, die einmal pro Woche die Inhalte des Buches diskutiert und wie sie unser tägliches Leben beeinflussen.

Damit sind wir auch schon beim zweiten, dem bewussten Weg. Versetze Dich in Dein Vorbild herein. Überlege Dir z.B. wie Dein Vorbild sich in dieser und jener Situation verhalten würde. Wie wären seine Gedanken? Wie würde er an dieses Problem herangehen? Hier hilft es natürlich möglichst viel über sein Vorbild zu wissen. Die blinden Flecke kann man dabei getrost idealisieren.

Ganz wichtig: Miss Dich nicht an Deinen Vorbildern

Immer wieder höre ich: “Ich möchte sein wie …!” Mach das nicht. Nutze Vorbilder als Inspiration, als Leuchtturm auf Deinem Weg, aber träume nicht davon der Leuchtturm zu sein. Du bist Du, mit Deinen eigenen Stärken und Schwächen. Und das ist gut so. Recht leicht kannst Du das Problem vermeiden, wenn Du Dir einfach mehrere Vorbilder suchst und spezielle Eigenschaften von ihnen anstrebst. Entwickle Deine eigene Version dieser Eigenschaften und dann  gehe noch einen Schritt weiter.

Sei selbst ein Vorbild

Jeder kann ein Vorbild sein. Wenn Du Kinder hast bist Du es automatisch, ob Du willst oder nicht. Überlege Dir, was Deine Kinder von Dir lernen und übernehmen sollen und sei dieser Mensch. So können Kinder eine super Motivation sein das Beste ich zu sein. Aber auch wenn Du keine Kinder hast kann Dir der Gedanke helfen, dass Du Vorbild bist. Denn genauso wie Deine Umwelt Einfluss auf Dich hat, hast Du auch Einfluss auf Deine Umwelt. Welchen Einfluss möchtest Du auf Deine Umwelt haben? Wie soll Dich Deine Umwelt wahrnehmen und welchen Eigenschaften hättest Du gern, dass Deine Umwelt von Dir mitbekommt?

Wer sind Deine Vorbilder und worin möchtest Du Vorbild sein? Was für Gedanken hast Du zum Thema Vorbilder? Schreibe es einfach in die Kommentare. Und wenn Du mehr solcher Artikel lesen möchtest, dann melde Dich einfach zum Newsletter an: