jede Situation enthält die Lernerfahrung und die Lösung in sich

Heute möchte ich Dich zu einem Gedankenexperiment inspirieren. Was wäre, wenn jede Situation in der Du Dich befinden kannst auch gleichzeitig die Lernerfahrung und die Lösung enthält? Interessant wäre das für Situationen, in denen Du Dich nicht wohl fühlst, die Du gerne verändern möchtest, aber nicht weißt wie. Was wäre, wenn Du Dir in dieser Situation nur ein paar Fragen stellen musst und Dir dann selbst die Antwort gibst, wie Du die Situation verändern kannst. In dem Buch von Franz A. Koch „Akzeptieren oder Ändern – Du und Dein Seelencoach“ habe ich solche Fragen gefunden, die Dir helfen können die Lösung einer Situation zu finden:

  1. Was ist los? Was läuft gut, was läuft schief, was klemmt?
    Mit diesen Fragen stellst Du die aktuelle Situation fest. Du machst eine Momentaufnahme und akzeptierst was gerade ist. Du akzeptierst die Situation so wie sie gerade ist.
  2. Worum geht es?
    Laut Franz A. Koch und auch meiner Erfahrung nach geht es immer darum, dass Du etwas verstehst, etwas machst, etwas veränderst. Im Grunde geht es immer darum, dass Du Deine Komfortzone verlässt. Das hat er so zwar nicht geschrieben, aber es läuft darauf hinaus. Nutze diese Frage, um alles zusammen zu stellen, worum es in dieser Situation gehen könnte. Sollst Du Dein Verhalten, Deinen Umgang mit einer bestimmten Person verändern oder oder oder? Sammle all die Gedanken, die Dir dazu einfallen. Vielleicht machst Du Dir eine MindMap dazu. Sei in Deinen Äußerungen spontan und verwerfe keine Deiner Ideen. Vielleicht machst Du das mit einem Freund zusammen, der auch ein wenig nachbohrt und Dich nicht so einfach aus lässt.
  3. Wer bin ich?
    Diese Frage wirst Du je nach Lebenslage und -situation mehr oder weniger gleich beantworten. Laut Franz Koch ist das die wichtigste Frage. Du bist alles. Du hast das Potential alles zu sein. Andererseits bist Du genau das, worauf Du im Moment Deine Aufmerksamkeit richtest.
  4. Wozu bin ich hier? Was will diese besondere Situation von mir?
    Stelle Dir auch Fragen wie: Was will das Leben, was will meine Seele, was will diese Situation von mir? Was wäre, wenn Du auf dieser Welt bist um zu spielen und zu lernen? Was könntest Du aus der jetzigen Situation lernen? Welche Herausforderung stellt Dir das Spiel des Lebens? Welche Hürde gilt es zu nehmen, um das nächste Level zu erreichen? Könnte die Situation geschaffen worden sein, damit Du einen Schritt gehst, den Du bisher nicht gegangen bist? Schau Dir auch nochmal die Antworten aus Frage 2 an. Welche der Lösungsmöglichkeiten macht Dir Angst. Bei welcher sträubst Du Dich diesen Schritt zu gehen. Wo musst Du Deine Komfortzone verlassen? Könnte es sein, dass Du in der Situation bist, um genau diesen Schritt zu gehen?
  5. Was will ich hier und jetzt?
    Das ist der Moment der Entscheidung. Was sind Deine nächsten Schritte? Wie soll es jetzt weiter gehen? Für welche Lösung hast Du Dich entschieden und welche nächsten Schritte wirst Du jetzt unternehmen? Lege Dich fest, setze Dir Termine, schreibe Dir die nächsten Schritte auf. Tue alles, damit Du ins Handeln kommst und Du die Situation veränderst.

Als ich diese Fragen gelesen habe, war ich sofort fasziniert. So ähnlich analysiere ich meine Situationen auch, allerdings bisher eher unbewusst und nicht immer so strukturiert. Und trotzdem waren die Ergebnisse jedes Mal erstaunlich. Daher gehe ich davon aus, dass dies sehr hilfreiche Fragen auf dem Weg Deiner Persönlichkeitsentwicklung sein können. Ich habe sie mir gleich abgeschrieben und trage sie immer bei mir. Für mich ergänzen sie sich sehr gut mit den Fragen der Sedona Methode, die ich auch immer bei mir trage, bzw. inzwischen auswendig kenne.

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Willenskraft vs. Struktur

Immer und überall liest und hört man, dass man Willenskraft und Disziplin braucht, um erfolgreich zu sein, bzw. seine Ziele zu erreichen. In diesem Zusammenhang wird dann meistens noch davon gesprochen, dass man Willenskraft oder Disziplin trainieren kann wie einen Muskel. So trainiere ich jetzt schon seit vielen Jahren, aber so richtig zufrieden bin ich damit nicht. Vor ca. einiger Zeit bekam ich dann das erste Mal die Idee, dass das nicht alles sein kann. Willenskraft schön und gut, aber es muss doch auch einfacher gehen.

Vor kurzem habe ich eine Studie gelesen, die nachgewiesen hat, dass es sogar nachteilig sein kann mit Willenskraft Ziele zu erreichen. Studenten wurde gesagt, dass diese eine Studie über „Essens Wahrnehmung“ ist.  Voraussetzung war, dass sie mindestens 3 Stunden vor der Studie nichts gegessen habe und so leicht hungrig waren. Sie wurden in einen Raum geführt, in dem auf einem Tisch 2 Schüsseln standen. In der einen Schüssel waren frisch gebackene und noch warme Schokoladenkekse und in der anderen Schüssel Radieschen. Die vermeintliche Story war, dass beides angeblich unterschiedlich im Geschmack ist und sie am nächsten Tag gefragt werden, wie ihre Erinnerung an den Geschmack ist. So wurde der einen Hälfte Studenten gesagt, sie dürften 3 Kekse essen, während der anderen Hälfte gesagt wurde, sie dürfen 3 Radieschen essen. Währenddessen haben die Forscher den Raum verlassen, so dass die Radieschenesser die Möglichkeit hatten auch einen der lecker duftenden Kekse zu essen. Erstaunlicherweise hat das keiner getan. Obwohl sie die leckeren Kekse gerochen haben und hungrig waren, haben sie gemacht was ihnen gesagt wurde und nur die Radieschen gegessen. Das ist genutzte Willenskraft.

Willenskraft und ihr Nachteil

Danach war die Studie offiziell vorbei und eine andere Gruppe von Forschern betrat den Raum mit einer Studie, die vordergründig mit der vorherigen in keinem Zusammenhang stand. Sie wollten herausfinden, wer besser im Lösen von Problemen ist, Studenten oder angehende Abiturienten. Das forderte die Studenten heraus und sie wollten sich beweisen. Sie sollten komplizierte Puzzle lösen, die eigentlich gar nicht zu lösen waren. Sie hatten beliebig viele Versuche, um es zu versuchen. Die Keksesser verbrachten im Durchschnitt 19 Minuten mit dem Problem und versuchten es 34 mal das Problem zu lösen. Die Radieschenesser, die sich vorher mit Willenskraft davon abhalten mussten die Kekse zu essen, verbrachten im Durchschnitt 8 Minuten mit dem Problem und versuchten es nur 19 mal es zu lösen. Das ist weniger als die Hälfte der Zeit.

Das Ergebnis der Studie und vieler anderer Studien ist, dass wir für Willenskraft einen Preis zu zahlen haben. Willenskraft bzw. Selbstdisziplin ist eine sich erschöpfende Ressource. Auch da funktioniert der Vergleich mit einem Muskel. Geht man in ein Fitnessstudio und macht Bankdrücken, dann geht die erste Wiederholung noch sehr leicht. Mit jeder Wiederholung wird der Muskel mehr und mehr ausgepowert und irgendwann geht keine Wiederholung mehr und der Muskel benötigt erstmal einige Zeit, um sich zu erholen. Genauso läuft es mit der Selbstdisziplin. Die Radieschenesser haben ihren Selbstdisziplinmuskel schon stark benutzt und konnten in der danach folgenden Studie einfach nicht mehr. zwingst Du Dich als mit Willenskraft oder Disziplin dazu Dinge zu tun, dann fehlt Dir diese Kraft für die Aufgaben, die danach anstehen. Es gibt Situationen, wo das hilfreich und akzeptabel ist, langfristig würde ich das allerdings nicht machen, da der Willenskraftmuskel auch mal Zeit braucht, um sich zu erholen. Zum Glück gibt es noch andere Wege.

Struktur statt Willenskraft

Was, wenn Du das nötige Maß an Willenskraft stark reduzieren kannst und trotzdem Deine Ziele erreichst? Mein Tipp aus der vorletzten Woche war ein Beispiel für so eine Möglichkeit. Mit dem automatischen Handlungsauslöser brauchst Du sehr viel weniger Willenskraft, um trotzdem die Dinge zu tun, die Du wichtig findest. Du benötigst etwas Willenskraft, um Dir immer wieder zu überlegen, wann und wie genau Du das dann machen möchtest und es am Besten schriftlich festzuhalten. Die benötigte Willenskraft ist allerdings sehr viel niedriger, als wenn Du Dich dann direkt dazu aufraffen musst es zu machen. Und selbst wenn die nötige Willenskraft ungefähr gleich groß ist, so hast Du sie doch auf 2 Tage verteilt, nämlich den Tag, an dem Du die Aufgabe festlegst und den Tag an dem Du die Aufgabe machst. So hatte Dein „Muskel“ Zeit sich zu erholen.

Neben dem automatischen Handlungsauslöser gibt es noch sehr viel mehr Möglichkeiten, wie Gewohnheiten, eine angepasste Umgebung und ähnliches. Natürlich benötigst Du auch dafür Willenskraft, um diese Alternativen in Dein Leben zu implementieren, also ganz kommst Du um das Thema Willenskraft nicht herum. Eine optimale und nachhaltige Kombination aus Willenskraft, Selbstdisziplin und Techniken wie automatischer Handlungsauslöser, Gewohnheiten und vielem mehr zu finden, das ist auch ein Hauptbestandteil meines Workshops Träume Dein Leben, lebe Deinen Traum. Irgendwann ist es an der Zeit Dinge auch anzupacken und umzusetzen. Meiner Meinung nach kann man sich das ruhig so einfach wie möglich machen, das Ergebnis zählt.

In den kommenden Wochen und Monaten werde ich immer wieder Techniken und Tricks vorstellen, die Dir helfen Deine Ziele möglichst einfach und mit möglichst wenig Kraftaufwand zu erreichen. Machen musst Du es allerdings immer noch. Trage Dich hier in meinen Newsletter ein und Du wirst über meine zukünftigen Artikel und mehr informiert:

positives und negatives Denken war gestern

Lies die folgenden 4 Sätze und überlege Dir, mit welchen Du übereinstimmst und mit welchen nicht:

  1. Du bist eine bestimmte Art von Person und es gibt nicht viel, was daran etwas ändern kann.
  2. Egal was für eine Art von Person Du bist, Du kannst Dich immer grundlegend verändern.
  3. Du kannst Dinge anders tun, aber die wichtigen Teile von wer Du wirklich bist können nicht verändert werden.
  4. Du kannst immer auch die Basis von der Person verändern, die Du bist.

Welchen dieser Punkte stimmst Du zu? Stimmst Du 1 und 3 zu, dann hast Du eine „feste geistige Haltung“. Und wenn Du 2 und 4 zustimmst, dann hast Du eine „wachstumsorientierte geistige Haltung“. (Bei anderen Kombinationen scheinst Du ein wenig konfus.) Wie ich Dir gleich erläutern werde, kann diese geistige Haltung für vieles in Deinem Leben verantwortlich sein.

Menschen, die eine feste geistige Haltung haben, gehen davon aus, dass sie bestimmte Fähigkeiten haben und andere nicht. Das fängt schon in der Schule an. So glauben sie vielleicht, dass sie gut in Mathematik, mittelmäßig in Naturwissenschaften und schlecht in Sprachen sind. Das können sie vielleicht ein bisschen verändern, aber die Grundlagen bleiben. Sie verlassen nicht gerne ihre Komfortzone und machen Neues, weil es sein könnte, dass ihnen das nicht auf Anhieb gelingt, dass sichtbar wird, dass das keine vorhandene Fähigkeit ist und andere denken sie sind Verlierer. Das kann sogar so weit führen, dass sie wenn sie Neues wagen nicht viel Energie reinstecken, denn wenn es zu ihren angeborenen Fähigkeiten gehört, dann müssen sie ja nicht viel investieren, dann ist es ja schon da. Und wenn nicht, dann lohnt es den Aufwand auch nicht.

Im Gegensatz dazu gibt es die Menschen, die eine wachstumsorientierte geistige Haltung haben. Sie glauben, dass ihre Fähigkeiten wie Muskeln sind, die sie nur trainieren müssen. Wenn sie schlecht in Sprachen sind, dann glauben sie, dass das nur ein momentaner Zustand ist und sie mit genügend Übung sehr gut darin werden können. Sie können besser mit Fehlern und mit Kritik umgehen, denn sie wissen, dass sie daran wachsen.

Nachdem Du die beiden Haltungen kennengelernt hast und Deine Haltung identifiziert hast, interessiert Dich vermutlich, welchen Einfluss Deine Haltung auf Dein Leben hat und ob und wie Du sie verändern kannst wenn nötig. Carol Deck, Professor für Psychologie an der Universität Stanford, hat ihre Kariere damit verbracht die beiden Haltungen zu studieren und kam zu einem klaren Ergebnis. Wenn Du Dein volles Potential leben möchtest, dann brauchst Du die wachstumsorientierte Haltung. Genaueres findest Du in Ihrem Buch „Selbstbild: Wie unser Denken Erfolge oder Niederlagen bewirkt„.

Sie hat Studien mit olympischen Athleten, Musikern und Geschäftsleuten gemacht und das Ergebnis ist, mit einer wachstumsorientierten Haltung kannst Du fast alles erreichen. Menschen mit dieser Haltung, die, die sich gern fordern, Risiken eingehen, Feedback annehmen, können gar nicht anders als voran zu kommen.

Menschen mit einer festen Geisteshaltung gehen davon aus, dass sie Dinge entweder von Anfang an können, oder es nicht ihrs ist. Menschen mit einer flexiblen Geisteshaltung wissen, dass sie nicht alles von Anfang an können und sie wissen, dass sie mit genügend Training alles erreichen können. Sie planen die Fehler und Rückschläge in ihre Pläne ein und nutzen sie, um noch schneller und mehr zu lernen. So bleiben sie ausdauernd an ihren Zielen und erreichen früher oder später ihr Ziel.

Wie kannst Du eine flexible Geisteshaltung entwickeln?

  1. Akzeptieren.
    Akzeptiere, dass Du vielleicht eine ziemlich feste Geisteshaltung hast. Und akzeptiere, dass Forschungen scheinbar gezeigt haben, dass eine flexible Geisteshaltung der festen Geisteshaltung überlegen ist und Dir zu einem glücklichen und in allen Bereichen Deines Lebens erfolgreichen Leben verhelfen kann. Malcom Gladwell hat in seinem Buch „Überflieger“ aufgezeigt, dass Talent gar nicht so wichtig ist. Fast jeder kann mit ca 10 000 Stunden Übung zum Profi in dem entsprechenden Bereich werden.
  2. Beobachten.
    Beobachte Dich und Deine Gedanken. Beobachte, wann Du Gedanken wie „Ich bin …“ oder „Ich habe …“ denkst. Mit diesen Gedanken legst Du Dich auf bestimmte Eigenschaften fest und das ist nicht so hilfreich, selbst wenn das positive Gedanken sind. Wenn Du zum Beispiel denkst „Ich bin stark.“, dann mag das erstmal positiv klingen. Mit solchen Gedanken hältst Du Dich aber davon ab weiter zu trainieren und noch stärker zu werden. Warum solltest Du trainieren, wenn Du schon stark bist?
  3. Gedanken verändern.
    Überlege Dir, wie Du stattdessen lieber denken würdest. Was wäre ein flexibler, auf das Wachstum orientierter Gedanke? Um bei dem Beispiel aus Punkt 2 zu bleiben könnte zum Beispiel ein besserer Gedanke sein: „Mit jedem Training werde ich immer stärker.“ Welchen Gedanken hättest Du gerne? Verändere Deinen alten Gedanken jedes Mal, wenn er Dir auffällt. Werde Dir Deines alten Gedanken bewusst und entscheide bewusst, wie Du ab jetzt stattdessen denken möchtest. Das gelingt vielleicht nicht sofort. Vielleicht fällt es Dir erst Stunden später auf, dass Du mal wieder einen festen Gedanken hattest. Egal, denke an die Situation und denke stattdessen den gewünschten Gedanken. Du wirst feststellen, dass Dir die zu verändernden Gedanken immer früher auffallen, irgendwann fällt es Dir während des Denkens auf und dann hast Du sie ersetzt.

Kindern eine flexible Geisteshaltung beibringen.

Kennst Du das, wenn Eltern zu Kindern sagen: „Du bist klug!“, „Du bist sportlich!“ und so weiter? Bisher hätte ich gedacht, dass man dem Kind damit Gutes tut. Laut Carol Deck führt das allerdings zu einer festen Geisteshaltung. Die Kinder glauben, dass sie das sind und das fest steht. Laut Carol Deck ist es besser, sowas zu sagen wie „Ich bin stolz auf Dich, wie hart Du an diesem Projekt gearbeitet hast.“, „Es ist gut, dass Du Deinem Trainer zugehört hast. Du hast das heute schon viel besser gemacht.“ und so weiter. Das führt zu einer flexiblen Geisteshaltung. Der Fokus liegt nicht darauf, was man ist oder nicht ist, sondern darauf, wie man Dinge erreicht hat. Darauf, dass es möglich ist durch die richtigen Schritte überall hin zu kommen.

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automatische Handlungsauslöser

Was, wenn Du durch einen kleinen Trick die Wahrscheinlichkeit, dass Du Dein Ziel auch erreichst verdreifachen kannst? Im letzten Beitrag über Entscheidungsstrategien hatte ich schon angekündigt, dass ich Dir heute einen kleinen Trick verrate, wie Du nachdem Du eine Entscheidung getroffen hast auch ins handeln kommst. Du kommst allerdings nicht nur ins Handeln, Du erhöhst die Wahrscheinlichkeit Dein Ziel zu erreichen laut einer Studie von 22 Prozent auf 62 Prozent. Allerdings gilt dieses Ergebnis nur für schwere Ziele. Leichte Ziele erreichst Du laut dieser Studie mit diesem kleinen Trick statt zu 78 Prozent zu 82 Prozent. Dieser kleine Trick hilft also gerade da, wo Hilfe auch nötig ist.

Der automatische Handlungsauslöser

Umso erstaunlicher findest Du vermutlich die Ergebnisse, wenn Du gleich liest, was der Trick ist: Beschreibe konkret, wann und wie Du den nächsten Schritt unternimmst. Das war es schon. Hier ein kleines Beispiel. Es wurde eine Studie mit älteren Leuten, so um die 65, gemacht, die eine Hüftoperation hatten. Sie wurden auf 2 Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe hat den ganz normalen Rehaplan usw. durchlaufen. Die andere Gruppe auch, allerdings hatte sie die Aufgabe sich Handlungsauslöser zu setzen. Wenn sie zum Beispiel vor haben in der nächsten Woche spazieren zu gehen, dann sollten sie sich überlegen wann genau sie spazieren gehen und wohin sie laufen. Ganz einfach, oder? Das Ergebnis der Studie war, dass die normale Gruppe 7 Wochen brauchte, um sich wieder selbst zu baden, also ohne Hilfe und die Gruppe mit den automatischen Handlungsauslösern nur 3 Wochen. Sie brauchten auch nur knapp einen Monat, um allein bei ihrem Auto ein- und auszusteigen, wohingegen die Kontrollgruppe knapp 2,5 Monate brauchte.

Wie funktioniert er jetzt genau?

Im Grunde ist es ganz einfach. Überlege Dir, was Du als nächstes machen möchtest, um Dein Ziel zu erreichen. Dann überlege Dir, wann Du es machen möchtest. Verknüpfe es dabei am Besten mit festen Gegebenheiten. Zum Beispiel: „Morgen Abend nach dem Zähneputzen möchte ich noch 10 Liegestütze machen.“ oder „Wenn morgen Nachmittag der Besuch weg ist setze ich mich sofort an den Rechner und erledige die Hausaufgaben.“ Ich habe keine Studie gefunden, die untersucht hat, ob NLP Techniken wie visualisieren den Erfolg noch verstärken. Ich denke allerdings, es wird nicht schaden. Während Du Dir also den nächsten Schritt überlegst und wann Du ihn ausführst, dann stelle Dir das am Besten gleich vor. Stelle Dir den Auslöser vor, also im ersten Beispiel das Zähneputzen und stelle Dir vor, wie Du danach die 10 Liegestütze machst.

Die Sofort-Gewohnheit

Eine weitere Studie hat festgestellt, dass diese automatischen Handlungsauslöser so wirkungsvoll sind wie Gewohnheiten. Es ist sozusagen eine Sofort-Gewohnheit. In dem Liegestützbeispiel ist es also genauso wahrscheinlich, dass ich die Liegestütze tatsächlich mache, wenn ich den automatischen Handlungsauslöser nutze, wie wenn ich die Gewohnheit habe, jeden Abend nach dem Zähneputzen Liegestütze zu machen.

Jetzt weißt Du schon alles, um ihn auszuprobieren. Dieser Trick hat übrigens noch einen weiteren Vorteil. Du musst Dir überlegen, was Du als nächstes machen möchtest, um Dein Ziel zu erreichen. Du hast also nicht nur ein unklares Ziel, wo Du noch nicht so genau weißt, wie Du es erreichen kannst, sondern Du hast einen ganz konkreten Weg, bzw. zumindest einen ganz konkreten nächsten Schritt. Und Schritt für Schritt wirst Du so ganz leicht Dein Ziel erreichen.

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