Entscheidung treffen mal anders

Letzte Woche habe ich in dem Beitrag „Wie wir eine Entscheidung treffen“ beschrieben, wie eigenartig und nach welchen unbewussten Mustern wir manchmal Entscheidungen treffen. So kannst Du dort lesen, dass uns zu viele Möglichkeiten oft paralysieren und so eine Entscheidung verhindern.  Als eine Möglichkeit damit umzugehen habe ich Dir empfohlen Dir einen Zeitrahmen zu setzen, innerhalb dessen Du eine Entscheidung treffen wirst.

Heute möchte ich noch ein wenig genauer darauf eingehen, wie Du eine Entscheidung treffen kannst. Ich habe dabei die Strategien in 4 grundlegende Muster aufgeteilt. Meistens benutzen wir sie aber mehr oder weniger gemeinsam, bewusst oder unbewusst. Die folgenden Strategien helfen Dir eine Entscheidung zu treffen:

  1. Intuition
    Wenn ich in ein Restaurant komme, wo ich noch nie war und die Karte etwas umfangreicher ist, dann überfliege ich die Karte und nehme einfach das Gericht, welches ich dabei genauer in die Augen bekomme und welches in mir ein hmmm auslöst. Das dauert nur wenige Sekunden und ich habe meine Wahl getroffen. Oft ergibt es sich, dass wir noch über das sprechen, was wir essen und ich höre von anderen Gerichten, die mir vermutlich noch besser schmecken und dann ändere ich meine Entscheidung manchmal noch. Ansonsten ist das eine Strategie, die sehr schnell zu einem Ergebnis führt. Ich nutze sie hauptsächlich bei Dingen, wo es nicht wirklich schlimm ist, wenn meine Entscheidung nicht ganz so glücklich war. Sollte mir das gewählte Essen nicht schmecken, dann bestelle ich mir eben einfach was anderes oder tausche mit einem meiner Begleiter. Ich kenne allerdings auch einige Menschen, die so gut wie alle Entscheidungen auf der Basis ihrer Intuition treffen. Sie haben einfach bei einer Möglichkeit ein besonders gutes Gefühl und für diese Möglichkeit entscheiden sie sich dann.
  2. Zufall
    Wenn ich mit der ersten Strategie nicht weiter komme und eine, wie eben schon beschrieben, unwichtige Entscheidung zu treffen habe, lasse ich oft den Zufall entscheiden. Beim Essen schlage ich das Menü blind auf einer Seite auf und zeige mit dem Finger auf ein Gericht. Das führt zu Entscheidungen, die ich so sonst vermutlich nie treffen würde und so konnte ich schon das eine oder andere Mal etwas kosten, wo ich vorher gedacht hätte das schmeckt mir nicht. Dieser Weg immer wieder die Komfortzone zu verlassen gibt Dir die Möglichkeit immer wieder Neues auszuprobieren. Auch bei schwerwiegenderen Entscheidungen kannst Du einfach mal den Zufall entscheiden lassen und vielleicht lernst Du dann beim Umsetzen Deiner Entscheidung viel, auch über Dich selbst.
  3. rational
    Diese Strategie eine Entscheidung zu treffen kennst Du vielleicht auch. Du hast sie entweder bewusst oder wie ich eher unbewusst gemacht. Als ich mein Auto gekauft habe, habe ich mich dieser Strategie bedient. Ich habe mir einpaar bevorzugte Marken und Modelle ausgesucht, was ich durch Intuition und Identität (4. Strategie) gemacht habe. Dann habe ich mir alle Informationen zu den einzelnen Modellen zusammengesucht und mir eine Art Pro und Contra-Liste angelegt. Unbewusst war die Strategie, da ich diese Liste nur im Kopf hatte. Ich habe mich nicht hingesetzt und explizit eine Liste erstellt. Ich kenne allerdings Menschen, die sich bei jeder wichtigen Entscheidung hinsetzen und alle Pros und Contras aufschreiben. Entweder zählen sie dann einfach nur die Anzahl der Gründe in jeder Spalte oder sie geben den Gründen noch Gewichtungen. Es kann ja sein, dass zum Beispiel der Grund, das Auto kostet 5000 Euro weniger als vergleichbare Modelle viel wichtiger ist als dass es nicht in der absoluten Traumfarbe erhältlich ist. (Mal abgesehen davon könnte man es für 5000 Euro vermutlich auch umlackieren lassen.) Bei dieser Methode solltest Du Dir bewusst sein, dass sie zwar rational scheint, aber es nicht wirklich ist. Die Kriterien, nach denen Du zum Beispiel die Gründe wählst, welche Du auf die Listen aufnimmst und wie Du sie gewichtest sind meistens nicht rational. Ansonsten würde es nur wenige Automodelle geben, denn jede Familie mit 2 Kindern würde das gleiche Auto fahren, weil sie die gleichen rationalen Gründe finden müssten. Es ist eher so, dass wir eine Vorstellung davon haben, was wir haben wollen und dann rationale Gründe dafür finden, uns auch dafür zu entscheiden.
  4. Identität
    Oft entscheiden wir uns nach Kriterien, die eher von außer getriggert werden. Wir machen uns Gedanken wie „Wer bin ich?“ bzw. „Wen oder was möchte ich darstellen?“, „Was ist das für eine Situation?“ und “ Was würde jemand wie ich in dieser Situation tun?“ Denke mal über Deine letzten größeren Entscheidungen nach und sei dabei ehrlich mit Dir. Warum hast Du Dich wirklich für die Möglichkeit entschieden, für die Du Dich entschieden hast? Als ich mir damals überlegt habe, welches Auto ich kaufen möchte, war schon meine Vorauswahl sehr stark davon geprägt, was ich mit einzelnen Marken verbunden habe. So habe ich von vornherein Autos ausgeschlossen, die vielleicht vom rationalen Gesichtspunkt die bessere Alternative gewesen wären. Allerdings wollte ich das damit verbundene Image nicht, was mir andererseits ja auch egal sein hätte können. Obwohl ich mir heute solcher Dinge bewusst bin, beeinflussen solche Gedanken immer noch sehr stark meine Entscheidungen. Wenn ich zum Beispiel mit Vegetariern unterwegs bin entscheide ich mich sehr viel häufiger für ein vegetarischen Gericht, als wenn ich mit nicht Vegetariern unterwegs bin. Ich entscheide mich nicht so, weil ich sie beeindrucken möchte oder so, sondern es fühlt sich für mich einfach besser an, obwohl ich weiß, dass ich gerne Fleisch esse. In meiner Rebellenphase habe ich 8 Jahre lang vegetarisch gelebt. In meiner Umgebung war so gut wie keiner, der das verstanden hat, aber zu meiner Rebellenidentität gehörte das einfach dazu, also habe ich es gemacht. In den letzten Jahren habe ich meine Identität oft hinterfragt und mich gefragt, warum ich so handle wie ich handle und trotzdem habe ich das Gefühl, dass das immer noch der stärkste Treiber hinter meinen Entscheidungen ist. Wie ist es bei Dir?

Wie schon erwähnt ist es eher selten, dass man eine Entscheidung nur mit einer der genannten Strategien trifft. Die meisten Menschen kombinieren sie bewusst oder unbewusst miteinander. Achte mal darauf, wie Du Deine Entscheidungen triffst. Welche Strategie nutzt Du dabei am häufigsten, bzw. welche Strategien nutzt Du in welchen Situationen? Bist Du mit Deinen Entscheidungen immer zufrieden? Probiere doch einfach mal bewusst eine andere Strategie aus. Beobachte dabei auch, ob Du dadurch zum selben Ergebniss kommst, wie mit Deiner normalen Strategie. Immer wieder erlebe ich Menschen, die so tun, als würden sie etwas anders machen, um dann doch immer wieder das Gleiche zu machen. Wenn Du weißt, welches Ergebniss Du gerne hättest, kannst Du mit fast jeder Strategie dieses Ziel auch erreichen. Nur den Zufall kannst Du in der Hinsicht nicht so gut beeinflussen. Was passiert also, wenn Du mal den Zufall Deine Entscheidungen treffen lässt? Wenn Du das eine zeitlang machst und die Entscheidungen auch umsetzt, könnte das einen kleinen Reset Deiner Entscheidungsstrategien bewirken. Noch besser funktioniert das, wenn Du Dir die Möglichkeiten auch von jemand anderes geben lässt, also selbst keine Vorauswahl triffst.

Ich wünsche Dir viel Spass und Erfolg beim Beobachten Deiner Entscheidungsstrategien und beim Optimieren selbiger. Nächste Woche werde ich Dir einen kleinen Trick verraten, wie Du dafür sorgen kannst, dass Du Deine Entscheidungen auch umsetzt. Melde Dich einfach hier zum Newsletter an und Du bekommst sofort eine Nachricht, wenn der Beitrag online ist:

Entscheidung treffen mal anders

Wie wir eine Entscheidung treffen

Vor einigen Jahren wurde unter Ärzten eine Studie durchgeführt, um zu ermitteln, wie Ärzte Entscheidungen treffen. Sie wurden in 2 Gruppe aufgeteilt und bekammen sehr ähnliche Aufgaben, mit nur einem kleinen aber feinen Unterschied. Die erste Gruppe bekam folgende Aufgabe: Ein 67 Jahre alter Patient hat schon seit vielen Jahren chronische Hüftschmerzen. Alle Medikamente haben versagt und es bleibt eigentlich nur noch eine schwerwiegende Operation, die viele Monate benötigt, um zu heilen. Doch plötzlich entdecken sie, dass sie ein Medikament noch nicht probiert hast. Was würden sie machen? Halten sie an der Operation fest oder lassen sie ihren Patienten das neu gefundene Medikament ausprobieren?

Die zweite Gruppe Ärzte erhielt genau die gleiche Aufgabe, außer dass sie nicht ein Medikament, sondern 2 Medikamente gefunden haben. Die zweite Gruppe hat also gleich 2 Möglichkeiten die heftige Operation zu vermeiden. Was denkst Du wie die Entscheidungen der beiden Gruppen ausgefallen sind?

Von der ersten Gruppe haben sich 48 Prozent entschieden das Medikament auszuprobieren und die Operation erst einmal auszusetzen. In der zweiten Gruppe haben sich nur 28 Prozent dafür entschieden eins der Medikamente zu probieren. Obwohl sie also doppelt so viele Möglichkeiten hatten die Operation erfolgreich zu verhindern, haben sie sich lieber für die Operation mit all ihren Konsequenzen entschieden.

Ok, wer weiß was in diese Entscheidung alles mit reinfließt, vielleicht wollte die zweite Gruppe ihrem Patienten nur die Qualen ersparen, die durch längere Versuche mit den Medikamenten auftreten könnten. Es wurden noch mehr Studien in diese Richtung gemacht, zum Beispiel im Bereich Verkauf.

zu viele Möglichkeiten erschweren die Entscheidung

In einem Einkaufszentrum wurde ein Stand mit Marmelade aufgebaut. An einem Tag wurden 6 Marmeladen zum Kosten und zum Verkauf angeboten. Am nächsten Tag wurde der gleich Stand mit 24 Sorten aufgebaut. Anzunehmen wäre, dass am zweiten Tag sehr viel mehr verkauft wird, weil es mehr Auswahl gibt und so jeder seinen Lieblingsgeschmack findet. Genau das Gegenteil war der Fall. Aber nicht nur, dass am ersten Tag mehr verkauft wurde, es wurde gleich 10 mal mehr verkauft. Aus dieser Studie resultieren übrigens viele Entscheidungen von Internet Marketern immer nur ein Produkt und am Besten auch nur eine Bezahlmöglichkeit anzubieten. Auch sie haben festgestellt, dass umso mehr Entscheidungsmöglichkeiten der Kunde hat, umso weniger kauft er. Mehr dazu erfährst Du in meinem Internet Marketing Workshop.

Noch ein drittes Beispiel, welches ich selber schon erlebt habe. Als die Riesterrente eingeführt wurde, hatte ich noch einen Job. Mein damaliger Arbeitgeber war kulant genug seinen Mitarbeitern die Wahl der Versicherung und des Produktes zu überlassen. In vielen anderen Firmen hat ein Gremium diese Entscheidung für alle Mitarbeiter getroffen. Die Entscheidung meiner Firma uns die Wahl zu lassen wurde erst positiv aufgenommen, stellte sich aber im nachhinein als nachteilig heraus. Den plötzlich waren wir mit nahezu unendlich vielen Möglichkeiten konfrontiert. Nicht nur, dass wir uns für eine Versicherung entscheiden mussten. Wir mussten uns auch noch entscheiden in welche Märkte unser Geld investiert wird. Wollten wir Festgeld, einen Aktienfons, einen Immobilienfond oder doch lieber einen Rentenfond? Einen Aktienfond, der in Europa oder doch lieber in der ganzen Welt investiert ist? Und so weiter. Diese Unmenge an Wahlmöglichkeiten führte dazu, dass es entweder gedauert hat, bis wir uns für eine Möglichkeit entschieden hatten, oder dass sich viele Mitarbeiter einfach gar nicht entschieden haben. Als in Amerika die 401 (k) Rentenpläne eingeführt wurden, gab es ähnliche Ergebnisse. Je 10 zusätzliche Möglichkeiten, die die Arbeitnehmer bekommen haben, haben sich 2 Prozent weniger Mitarbeiter für einen Rentenplan entschieden.

Was uns beim Entscheidung treffen hilft

Wir Menschen scheinen also ein Problem damit zu haben Entscheidungen zu treffen, wenn wir zu viele Wahlmöglichkeiten haben. Ein Freund von mir hat das vor ein paar Wochen am eigenen Leib gespürt. Er hatte gekündigt und wollte sich selbstständig machen. Also begann er mit der Recherche und dem Nachdenken darüber, was er machen könnte. Nach 3 Monaten war er immer noch nicht wirklich weiter als am Anfang. Bei einem Treffen mit mir habe ich ihn darauf hingewiesen und ihm gezeigt, dass seine Strategie scheinbar nicht funktioniert. Die einfache Lösung in dieser Situation war, dass er sich einen Termin gesetzt hat, zu dem er sich entschieden haben wollte. Die Idee dahinter ist, dass es besser ist loszugehen, auch wenn man sich noch nicht hundertprozentig sicher ist, als nie loszugehen.

Alle erfolgreichen Menschen, die ich bis jetzt kennengelernt habe kommen sehr schnell ins Handeln. Lieber gehen sie erstmal in die falsche Richtung los und ändern nachträglich die Richtung noch einmal, als gar nicht loszugehen. Das Schöne an diesem Vorgehen ist auch, dass man auf dem Weg schon sehr viel lernt, was man dann auch wieder bei den nächsten Ideen anwenden kann. Falls Du mal in eine Situation kommst, wo Du vor lauter Möglichkeiten nicht weißt, wie Du Dich entscheiden sollst, dann empfehle ich Dir, setze Dir einen Termin, bis wann Du Dich entschieden hast und gehe los. Fang an zu handeln. Niemand sagt, dass Du Dein Leben lang bei dieser Entscheidung bleiben musst. Mehr zu diesem Thema erfährst Du bei meinem Workshop „Träume Dein Leben, Lebe Deinen Traum„. Übrigens erfährst Du dort auch, wie Du mit Situationen umgehen kannst, wo Du keine oder zu wenige Wahlmöglichkeiten hast.

Wenn Deine Mitarbeiter Entscheidungen treffen müssen

Eine ganz andere Dimension bekommt die Sache, wenn Du Mitarbeiter hast und möchtest, dass sie ihre Entscheidungen in Deinem Sinne treffen. Ich habe meiner Mitarbeiterin zum Beispiel gleich bei unserem ersten Treffen gesagt, dass es mir am Anfang am wichtigsten ist, dass sie sich trägt, sie also genügend Geld erarbeitet und sich möglichst bald selbst finanziert. Ich habe ihr also einen Rahmen gesteckt, der ihr die Klarheit gibt, welches von meinen vielen Projekten sie voran treibt und welches nicht. Natürlich muss sie dazu einschätzen können, welches meiner Projekte in welchem Zeitrahmen zusätzliche Einnahmen generiert. Das hat sie mit meiner Hilfe getan. Auch während sie sich um ein Projekt kümmert und eine Entscheidung treffen muss, braucht sie sich nur zu fragen, ob ihre Entscheidung dem Ziel der möglichst baldigen zusätzlichen Einnahmen dient oder nicht.

Falls Du auch ein Unternehmen hast, oder „nur“ einen virtuellen Mitarbeiter und möchtest, dass sie eigenständig Entscheidungen in Deinem Sinne treffen, dann empfehle ich Dir, gib die Richtung so klar wie möglich vor. Gerade Mitarbeiter haben oft das Problem, dass sie vor lauter Möglichkeiten nicht wissen was sie machen sollen. Sie wollen aber auch nicht wegen jeder Kleinigkeit fragen. Also entscheiden sie entweder gar nicht, oder irgendwie, was sie glauben was richtig ist. Wenn Du ihnen aber einen klaren Rahmen gibst, dann fällt ihnen die Entscheidung viel leichter.

Übrigens, ein Rahmen wie „10% mehr Umsatz im nächsten Jahr“ ist nicht wirklich sehr hilfreich, denn so gut wie kein Mitarbeiter kann wirklich einschätzen, welche seiner Entscheidungen jetzt wie zum Umsatz des Unternehmens beiträgt. Da ist sowas wie „Der Kunde hat immer Recht“ schon was ganz anderes. Ein ähnliches Motto hat eine große Handelskette in Amerika und die tauschen sogar Autoreifen um, obwohl sie gar keine Autoreifen verkaufen.

Eine Entscheidung zu treffen ist allerdings nur der erste Schritte. Was Du tun kannst, um Deine Entscheidung auch umzusetzen und wie Du von Anfang an dafür sorgen kannst, dass Du  diese Entscheidung auch umsetzt, das erfährst Du in einem der nächsten Beiträge. Melde Dich einfach zu meinem Newsletter an und Du erfährst sofort, wenn der entsprechende Artikel online ist:

Entscheidung treffen

erfolgversprechende Gewohnheit: Gib immer Dein Bestes

Vielleicht hast Du schon mitbekommen, dass ich vor meiner Selbstständigkeit als Sofwareentwickler tätig war. Der Job war immer mein Traum und auch die Firma gehörte zu den absoluten Traumfirmen für mich. Ich benutzte Ihre Programme schon lange und so war ich hoch motiviert, als ich bei ihnen angefangen habe. Die ersten 2 bis 3 Jahre habe ich fast durchgängig 12 Stunden am Tag gearbeitet. Nicht weil ich musste, sondern weil es mir so viel Spass gemacht hat. So kam es auch von ganz allein, dass ich immer neue Projekte angetragen bekommen habe. Auch mein Einkommen stieg stetig an. Nach ca. 3 Jahren habe ich begonnen mich immer intensiver mit meiner Persönlichkeitsentwicklung zu beschäftigen. Vorher ging es mir hauptsächlich um Erfolg. So nach und nach ging es mir mehr und mehr um meine glückliche Zukunft, die, wie ich feststellen musste, nicht unbedingt mit Erfolg und viel Arbeit zu tun hat. Ich wurde immer unzufriedener mit meinem Job, wollte eigentlich was anderes machen, hatte aber nicht den Mut aus meinem gewohnten Leben auszubrechen. Stattdessen arbeitete ich immer weniger, machte nur noch Dienst nach Vorschrift. Auch die Zeit im Büro habe ich nicht so effektiv genutzt, wie ich sie hätte nutzen können und sollen. Ich rutschte immer mehr in diesen Trott. Heute würde ich sagen ich hatte eine depressive Phase.

Nachdem ich gekündigt hatte, begann ich meine Selbstständigkeit aufzubauen. Ich hatte das Glück, dass ich von Anfang an von meinem Lehrer und Mentor Chris Mulzer sehr stark unterstützt wurde. Erstaunlich finde ich, dass ich kaum motiviert war, obwohl die Tätigkeit wieder meinem Traum entsprach. Ich war immer noch in dem Trott gefangen und ich kam einfach nicht raus. Immer wieder hatte ich produktivere Phasen, in denen ich zum Glück die Basis für mein Einkommen in den nicht produktiven Phasen legen konnte. So nach und nach wurden die produktiven Phasen immer länger und ich denke ich bin inzwischen wieder so leistungsfähig wie früher, auch wenn mir bewusst ist, dass ich noch mehr schaffen kann.

erster Teil der Gewohnheit: sei fokussiert

Diese Lernerfahrung hat mir gezeigt, dass es für mich sehr wichtig ist immer mein Bestes zu geben. Sobald ich damit aufhöre gewöhne ich mich daran und dann dauert es auch wieder eine gewissen Zeit, bis ich wieder die Gewohnheit habe mich voll reinzuknien. Um an dieser Stelle eins klar zu stellen. Mit voll reinknien meine ich nicht unbedingt wieder 12 Stunden am Tag zu arbeiten. Ich arbeite sehr viel weniger als damals, aber wenn ich arbeite, dann bin ich voll dabei. Ich bin fokussiert auf meine Arbeit, kenne meine Ziele und die dazu gehörigen Prioritäten und arbeite das ab. Erstaunlicherweise hat sich meine Facebooknutzung dabei von allein stark reduziert und auch meine eMails fallen sehr viel kürzer aus.

zweiter Teil der Gewohnheit: gib Dich nicht mit Mittelmaß zufrieden

Das ist aber nur ein Teil von der Gewohnheit „Gib immer Dein Bestes“. Der andere Teil ist, dass ich mir wirklich überlege, wie ich das, was ich mache noch besser machen kann. Wie ich eine möglichst hohe Qualität liefern kann. Gelernt habe ich das von Chris. Wenn er sich einer Sache annimmt, dann macht er es richtig. Ein Beispiel: Vor ein paar Jahren sind ihm seine Seminarurkunden ausgegangen und er brauchte neue. Da er seine vorherigen Urkunden aus Restbeständen ich glaube der deutschen Bundesdruckerei, die die DM Scheine gedruckt haben, bekommen hatte, war da kein Weg mehr diese noch einmal zu bekommen. Also machte er sich auf die Suche. Ich weiß nicht mehr wie lange es gedauert hat, bis er dann endlich einen Kontakt hatte, der ihm die Qualität liefern konnte, die er haben wollte. Dann fing es aber erst an. Er und die Druckerei machten eine Vielzahl von Entwürfen, die verglichen, kombiniert und wieder verworfen wurden. Nach Monaten hatten sie ein Design gefunden. Damit nicht genug. Da er die Schweizer Banknotendrucker Orell&Füssli als Druckerei gefunden hatte standem ihm auch einige der für Banknoten üblichen Sicherheitsmerkmale zur Verfügung, die natürlich alle mit zusätzlichen Kosten verbunden waren. Er musste sich entscheiden. Heraus kam eine Urkunde, die jeder seiner Teilnehmer gerne hervorzeigt und sich an die Wand hängt. Sie kostet ihn pro Stück zwar ca 9 Euro inklusive Prägung und Hologramm, aber das ist es ihm Wert und der Erfolg gibt ihm recht. Sieh selbst, was dabei herausgekommen ist: Seminarurkunde von kikidan media.

Genauso gehe ich im Moment an mein nächstes Buch heran. Während ich das erste Buch noch fast ausschließlich mit Andreas geschrieben und wir so gut wie kein Feedback eingeholt haben, mache ich jetzt das komplette Gegenteil. Ich habe mir Coaches gesucht, die auf dem Gebiet der Wissensvermittlung Profis sind und die schon viele Jahre Erfahrung haben. Denen zeige ich im Moment immer wieder mein Inhaltsverzeichnis, und zwar nur das Inhaltsverzeichnis. In den letzten Tagen hat sich das Buch dadurch so stark weiterentwickelt und verbessert, dass ich davon vorher nicht einmal ansatzweise hätte träumen können. Aus unterschiedlichen Richtungen kommen unterschiedliche Anmerkungen und Anregungen, die das Gesamtkonzept wieder voran treiben und auch wieder neue Anregungen hervorrufen. So entsteht ein Buch, das wirklich das Beste ist, was ich im Moment schreiben kann. Es ist sogar noch besser als ich es im Moment gekonnt hätte. Das hat den zusätzlichen Vorteil für mich, dass ich dabei sehr viel lerne, was ich dann auf meine nächsten Bücher, meinen Blog und meine Seminare anwenden kann. An dieser Stelle schonmal herzlichen Dank an meine Unterstützer.

Welche Vorteile hat die Gewohnheit immer das Beste zu geben für Dich?

  1. Du bleibst immer im Fluß. Wenn Dir also eine Arbeit im Moment keinen Spass macht, bleibe dabei Dein Bestes zu geben. Denn früher oder später wirst Du wieder eine Arbeit haben, die Dir Spass macht und wo Du dann gleich durchstarten kannst und nicht wie ich, Dich erst wieder auf das Level heben musst. Nutze zum Beispiel NLP, um für den nötigen Spass und die nötigen Ressourcen dabei zu sorgen.
  2. Du bist sehr viel besser drauf. Ist Dir schon einmal aufgefallen, wie zufrieden Du Abends ins Bett gehst, wenn Du weißt, Du hast heute Dein Bestes gegeben? Wie ist das, wenn Du weißt, dass Du den Tag eigentlich sinnlos verdaddelt hast?
  3. Du wirst anders wahrgenommen. Ich habe in meiner damaligen Firma keinen guten Eindruck hinterlassen. In den letzten Monaten habe ich eher mittelmäßige Arbeit geliefert. Was denkst Du was passiert, wenn mein damaliger Chef zum Beispiel eine eigene Firma aufmacht? Denkst Du er denkt dann an mich und hätte mich gerne dabei? Ich denke nicht. Wie sähe es aus, wenn ich damals bis zum Ende Höchstleistungen gebracht hätte?
  4. Du erreichst viel mehr. Durch Deine außergewöhnlichen Leistungen ziehst Du außergewöhnliche Geschäftspartner und Kunden an. Dir werden ganz andere Projekte zu- und angetraut. Du bekommst ganz andere Möglichkeiten, als jemand, der immer nur Mittelmaß ist.
  5. Du schaffst in weniger Zeit mehr und dienst so auch Deiner Gesundheit. Wie oben schon erwähnt, Bestleistung hat nichts mit Quantität zu tun, sondern mit Qualität. Wenn Du es gewohnt bist beste Ergebnisse zu liefern, dann schaffst Du das genauso schnell, wie jemand mittelmäßiges, der mittelmäßige Ergebnisse liefert. Ich würde sogar behaupten Du bist schneller. Da Du für Deine besseren Ergebnisse vermutlich auch besser bezahlt wirst verdienst Du so in kürzerer Zeit mehr und hast mehr Zeit für Dich, Deine Familie, Deine Freunde, Deine Hobbies oder einfach Deine Erholung.

Jetzt bleibt mir nur noch zu sagen, dass Du diese Gewohnheit wie jede andere Gewohnheit auch trainieren kannst. Vielleicht fängst Du mit der Gewohnheit „Dinge zu Ende zu bringen“ an. Das hat mir sehr geholfen. Wenn Du dann die Dinge zu Ende bringst, kannst Du Dich zum Beispiel darauf konzentrieren zu lernen sie fokussiert zu erledigen. Wenn Du Dich Deiner Aufgabe widmest, dann sei voll bei dieser Aufgabe. Vielleicht gelingt Dir das am Anfang nur ein paar Minuten, das ist ok. Beim nächsten Mal gelingt es Dir vielleicht schon ein paar Minuten länger und so weiter. Ich bin im Moment bei knapp einer Stunde, die ich wirklich fokussiert arbeiten kann. Dann mache ich meistens eine kleine Pause, in der ich mich bewege, vielleicht ein paar Telefonate erledige und ähnliches. Danach folgt noch einmal eine fokussierte Phase. Je nach Umgebung und Tagesstimmung gelingt mir das mehr oder weniger oft. Wenn das mit dem Fokus halbwegs klappt kannst Du Dich zusätzlich damit beschäftigen, was das beste Ergebnis wäre und wie Du es erreichen kannst. Lass Dich nicht von Dingen wie höheren Kosten oder so abschrecken. Oft gibt es Wege, die dann gar nicht so teuer sind wie gedacht und andererseits könnte das Ergebnis ein vielfaches der Kosten wert sein. Denke in Möglichkeiten und nicht in Problemen.

Nach diesem Schlußwort nutze ich noch die Gelegenheit und lade Dich ein, Dich zu meinem Newsletter anzumelden. So erfährst Du immer, wenn ich neue Beiträge geschrieben habe und bekommst zusätzliche Informationen zu den Themen Persönlichkeitsentwicklung, erfolgreiche Gewohnheiten und ähnliches. Außerdem bekommst Du dann als einer der Ersten das erste Kapitel aus meinem neuen Buch. Melde Dich also gleich hier an, es lohnt sich:

erfolgversprechende Gewohnheit: Gib immer Dein Bestes

Persönlichkeitsentwicklung und Authentizität – Wie passt das zusammen?

Immer wieder unterhalte ich mich mit Menschen, die sich mit dem Thema Persönlichkeitsentwicklung noch gar nicht beschäftigt haben. Ich erzähle ihnen dann oft begeistert, wie sich mein Leben dadurch verändert hat und wie ich mich verändert habe. Irgendwann schauen sie mich dann an und fragen mich: „Ist man dann überhaupt noch man selbst? Ist man dann noch authentisch?“

Ich habe diese Fragen jetzt so oft gehört, dass ich die Gelegenheit nutze und meine Gedanken dazu etwas ausführlicher darstelle. Als erstes gilt es zu klären, was Authentizität überhaupt bedeutet. Laut Wikipedia bedeutet Authentizität „Echtheit im Sinne von als Original befunden“. Eigentlich könnte ich an dieser Stelle schon aufhören, denn Du bist immer Du. Egal wie sehr Du Dich bemühen würdest jemand anderem zu gleichen, es würde Dir nie gelingen. Du bleibst immer einzigartig und ein Original.

Ganz so einfach möchte ich es mir allerdings nicht machen. In Wikipedia gibt es noch einen Abschnitt, der sich explizit mit der Authetizität von Personen beschäftigt. Ich möchte ihn ihr Ausschnittsweise zitieren:

„Angewendet auf Personen bedeutet Authentizität, dass das Handeln einer Person nicht durch äußere Einflüsse bestimmt wird, sondern in der Person selbst begründet liegt. … Gruppenzwang und Manipulation beispielsweise unterwandern persönliche Authentizität.“

Das wirft in mir die Frage auf, wie sehr lassen sich Menschen, die sich noch nicht mit sich selbst und ihrer eigenen Entwicklung beschäftigt haben, von äußeren Einflüssen beinflussen? Bemerken sie überhaupt, dass sie beeinflusst werden? Wenn ich mir so die Glaubenssysteme vieler Bekannter und Verwandter ansehe, dann kann ich einfach nicht glauben, dass sie diese selbstbestimmt gewählt haben. Selbst wenn diese Glaubenssysteme für sie in ihrem Leben sehr hilfreich waren, müssten sie sie erstmal erkennen und sich nocheinmal bewusst für sie entscheiden, um als authentisch zu gelten.

In Wikipedia steht aber noch mehr. So haben die Sozialpsychologen Michael Kernis und Brian Goldman vier Kriterien ermittelt, die erfüllt sein müssen, damit man sich selbst als authentisch erlebt. Ich werde Dir diese vier Kriterien gleich vorstellen und sie durch meine Erfahrungen im Bereich der eigenen Persönlichkeitsentwicklung ergänzen:

  1. „Bewusstsein – Ein authentischer Mensch kennt seine Stärken und Schwächen ebenso wie seine Gefühle und Motive für bestimmte Verhaltensweisen. Erst durch diese Selbstreflexion ist er in der Lage, sein Handeln bewusst zu erleben und zu beeinflussen.“
    Bevor ich mit Persönlichkeitsentwicklung begonnen habe, kannte ich meine Stärken teilweise und meine Schwächen so gut wie gar nicht. Aber nicht nur das, Selbstreflexion war für mich ein Fremdwort. Immer waren die anderen oder die Umgebung Schuld, wenn irgendwas nicht so lief, wie ich es mir vorgestellt habe. Schwächen hatte ich in meiner Welt keine und eigentlich hätte doch jeder erkennen müssen, was für ein super Typ ich bin. Durch dieses Kriterium bin ich damals also voll durchgefallen.
    Heute kenne ich meine Stärken und vor allem meine Schwächen. Ich überdenke mein Handeln. Teilweise gelingt mir das nicht bevor oder während ich handle, so dass ich immer noch ab und zu in Fettnäpfchen trete. Spätestens wenn die Emotionen ein wenig abgeklungen sind überlege ich mir, was ich da eigentlich getan habe, warum ich es getan habe und wie ich mich lieber verhalten hätte.
  2. „Ehrlichkeit – Hierzu gehört, der realen Umgebung ins Auge zu blicken und auch unangenehme Rückmeldungen zu akzeptieren.“
    Wie schon erwähnt hatte ich damals keine Fehler. Die Menschen meiner Umgebung haben mich nicht so wahrgenommen wie ich war und alles was sie mir als Rückmeldung gaben waren Lügen oder sie haben einfach nicht genau hingeschaut. Manche Leute würden sagen, dass ich damals ziemlich arrogant und ein Arschloch war. Arrogant zu sein, scheint mir dabei ziemlich dem Kriterium der Authentizität zu widersprechen. Ich hatte damals sogar ein Verhalten, mit dem ich mir viele Freunde vergrault habe. Wenn ich Feedback bekommen habe, welches mir nicht so gefallen hat, dann habe ich den Spieß sofort umgedreht und denjenigen verbal in der Luft zerrissen. Ich wollte es nicht hören und nicht wahrhaben.
    Heute hat sich das ziemlich verbessert, auch wenn ich ab und zu immer noch Schwierigkeiten habe mit Kritik umzugehen. Bis vor kurzem dachte ich noch, dass mir das inzwischen gut gelingt, aber beim ersten Teil des Trainers Trainings von Chris Mulzer haben mir einige Teilnehmer sehr klar vorgeführt, dass ich da doch noch nicht so weit bin wie ich mir das vorstelle. Mir das einzugestehen finde ich allerdings ziemlich ehrlich, so dass ich auch nach diesem Kriterium schon recht authentisch bin. Ich habe eben noch Schwächen.
  3. „Konsequenz – Ein authentischer Mensch handelt nach seinen Werten. Das gilt für die gesetzten Prioritäten und auch für den Fall, dass er sich dadurch Nachteile einhandelt. Kaum etwas wirkt verlogener und unechter als ein Opportunist.“
    Durch meine Arroganz war ich damals schon sehr konsequent. Ob die Werte damals wirklich meine Werte waren kann ich nicht mehr so genau sagen, ich habe aber das Gefühl, dass sich da bei mir nicht viel geändert hat. Meine Werte scheinen heute immer noch die gleichen wie damals zu sein. Allerdings habe ich mir meine Werte inzwischen bewusst gemacht und mich bewusst für sie entschieden. Was dieses Kriterium betrifft empfinde ich mich heute nicht sehr viel authentischer als damals. Allerdings setze ich meine Konsequenz entspannter durch und stoße nicht mehr ganz so vielen Leuten vor den Kopf.
  4. Aufrichtigkeit – Authentizität beinhaltet die Bereitschaft, seine negativen Seiten nicht zu verleugnen.“
    Wie schon bei den anderen Kriterien erwähnt war ich damals nicht wirklich in der Lage mit Kritik umzugehen. Ich war ja sogar der Meinung, dass ich keine Schwächen habe. Passt nicht ganz dazu, dass man als authentischer Mensch seine negativen Seiten nicht verleugnet.
    Allerdings sehe ich auch heute keine negativen Seiten an mir. Ich sehe Schwächen, ja, die habe ich, aber negative Seiten? Vielleicht verstehe ich das Wort negativ in dem Zusammenhang auch falsch, oder ich habe da noch Entwicklungspotential, das kann ich im Moment nicht so genau sagen. Was denkst Du wie das mit den negativen Seiten gemeint ist?

Zusammenfassend stelle ich fest, dass ich durch den Prozess der Persönlichkeitsentwicklung, den ich in den letzten Jahren durchlaufen habe sehr viel authentischer geworden bin als ich es je war. Vielleicht bin ich noch nicht so authentisch wie ich sein könnte, aber ich bin auch nicht der Meinung, dass mein Prozess schon abgeschlossen ist. Aus meiner Erfahrung heraus kann ich also sagen, dass Du durch Persönlichkeitsentwicklung eher authentischer wirst, als unauthentischer. Allein die Entscheidung an Deiner Persönlichkeit zu arbeiten macht Dich authentischer, denn Du wirst selbstreflektiv und gestehst Dir Deine Schwächen ein. Du gestehst Dir Deine Schwächen ein und möchtest an ihnen arbeiten. Um Dich zu entscheiden, an welchen Schwächen Du warum arbeiten möchtest, musst Du Dir auch mehr oder weniger über Deine Werte bewusst sein. Damit erfüllst Du ein weiteres Kriterium für Authentizität. Wenn Du dann noch an Dir arbeitest, egal was die anderen sagen, ist auch schon das dritte Kriterium erfüllt. Bleibt die Aufrichtigkeit. Schon allein indem Du Dich für Deine Persönlichkeitsentwicklung entscheidest, wirst Du also sehr viel authentischer.

Ich glaube der beste Beweis, dass man seine Authentizität lebt ist, wenn man seine Träume lebt. Wenn auch Du Deine Träume leben möchtest, dann kann ich Dir vielleicht helfen. Genau um Dich dabei zu unterstützen habe ich den Workshop „Träume Dein Leben, Lebe Deinen Traum!“ entworfen. Schau Dir mal an, was ich für Dich tun kann: Workshop Träume Dein Leben, Lebe Deinen Traum!

Wenn Dich diese und ähnliche Themen interessieren, dann melde Dich zu meinem Newletter an und Du bekommst sofort eine Nachricht, wenn ich wieder neue Beiträge verfasst habe, die Dich vielleicht interessieren:

Zählpixel Persönlichkeitsentwicklung und Authentizität

Bücher erfolgreich zur Persönlichkeitsentwicklung nutzen

Ich habe mich heute mit einem Freund, der noch sehr viel mehr Bücher zum Thema Persönlichkeitsentwicklung gelesen hat als ich, darüber unterhalten, wie man mit all dem Wissen umgehen kann. Mir ging es sehr viele Jahre so, dass ich zwar Unmengen an theoretischem Wissen gesammelt habe, das aber scheinbar keine großen Auswirkungen auf mein Leben hatte. Zusammengefasst lag die Ursache darin, dass ich das Wissen nicht angewendet habe. Nur warum habe ich es nicht angewendet und vor allem, was habe ich getan und was kannst Du tun, um das Gelesene und Gelernt besser für Dich und Dein Leben zu nutzen?

Die meisten Bücher zum Thema Persönlichkeitsentwicklung und auch zu anderen Themen sind voll mit Wissen und Erfahrungen. Oft schreibt da jemand über seine Erfahrungen und Forschungen der letzten Jahre oder sogar Jahrzehnte. Diese Menge kann einen ziemlich erschlagen, so dass viele in den Konsumiermodus umschalten. Mir erging es oft so. Ich habe ein Buch gelesen und mir dabei gedacht: „Ah, das ist interessent.“, „Oh, das müsste ich mal ausprobieren“ usw. Es waren oft sehr viele Erkenntnisse, die ich alle gleichzeitig umsetzen wollte. Ich konnte mich nicht entscheiden und ich wollte mich auch gar nicht entscheiden.

Fang mit einer Sache an

Das ist mein erster Tipp an Dich. Nimm Dir aus dem Buch eine Sache raus, die Du gerne für Dich und Dein Leben ausprobieren möchtest und konzentriere Dich darauf diese Sache in Dein Leben zu integrieren. Wenn es Dir hilft kannst Du mit dem Weiterlesen des Buches auch erstmal anhalten, bis Du diesen einen Punkt für Dich getestet hast. Mir hat das am Anfang sehr geholfen. Ich habe dann einfach erstmal nichts weiter zu diesem Thema gelesen, bevor ich nicht meine Erfahrungen gemacht hatte. Das hat 2 Vorteile für Dich. Erstens integrierst Du etwas direkt in Dein Leben. Zweitens bildest Du mit Deinen Erfahrungen eine ganz andere Basis für das Weiterlesen des Buches. Du kannst das danach vermittelte Wissen ganz anders beurteilen und einschätzen und leichter entscheiden, was Du als nächstes umsetzen möchtest.

Fang mit kleineren Dingen an

Am Anfang solltest Du vielleicht auch beginnen erstmal kleine Aspekte umzusetzen. Mir hat es sehr geholfen mir Veränderungen vorzunehmen, die ich ganz leicht und schnell umsetzen konnte. Sobald ich mir Dinge vorgenommen habe, bei denen ich von äußeren Umständen abhängig war, oder die etwas mehr Zeit in Anspruch nahmen kam ich ins Straucheln und habe es dann gar nicht gemacht. Sei da ehrlich mit Dir. Es bringt Dir nichts Dir Großes vorzunehmen, wenn Du es dann nicht umsetzt. So nach und nach wirst Du immer besser darin werden die Dinge umzusetzen und dann kannst Du Dir immer noch die großen Ideen vornehmen. Außerdem kommst Du oft auch in kleinen Schritten an Dein Ziel. Ich hatte mir lange vorgenommen meinen Keller aufzuräumen. Ich wusste aber, dass ich dafür einen ganzen Tag brauche und so habe ich es von Wochenende zu Wochenende vor mir her geschoben. Der Keller war noch voll Umzugskisten, die ich erstmal nicht brauchte, die ich allerdings durchgehen wollte. Irgendwann hatte ich die Idee einfach jedes Mal wenn ich im Keller bin eine von den Kisten mit hoch zu nehmen und den Inhalt zu sortieren. Das hat zweimal sehr gut geklappt und dann hatte ich es erstmal wieder eine Zeitlang vergessen. Das war aber egal, denn ich war schon vorwärts gekommen. Zwei Kisten hatte ich schon aufgeräumt. Dann habe ich mal wieder dran gedacht und die nächste Kiste erledigt. Und so nach und nach räume ich jetzt meinen Keller auf. Es ist nicht schlimm, wenn ich es mal wieder vergesse. Beim nächsten Mal denke ich wieder dran und irgendwann ist der Keller wirklich aufgeräumt.

Fange sofort an

Wenn Du eine Entscheidung getroffen hast, was Du aus Deinem Buch umsetzen möchtest, dann habe ich hier noch einen weiteren scheinbar sehr wichtigen Tipp für Dich. Mache den ersten Schritt der Umsetzung sofort. Vor ein paar Monaten habe ich das Buch „The 4 Hour Body“ von Tim Ferriss gelesen. Er empfiehlt wenn man abnehmen möchte 5 Dinge, die man am Anfang machen kann, die seiner Meinung/Erfahrung nach zu mehr Erfolg führen. Seine Empfehlung war es möglichst 2 Dinge zu machen. Ich musste kurz überlegen, da ich gerade sehr bequem auf der Couch lag, habe mich dann allerdings entschieden aufzustehen und sofort ein paar Bilder von mir zu machen und mich zu messen. Erst danach habe ich weiter gelesen. Ich habe den ersten Schritt zum Abnehmen sofort unternommen und war schon unterwegs. Gerade die Messdaten haben mir dann auch immer wieder schöne Erfolgserlebnisse verschafft.

Immer wieder habe ich gelesen, dass man den ersten Schritt innerhalb von 72 Stunden machen soll. Meiner Erfahrung nach ist dieser Zeitraum zu groß. In 72 Stunden kann sehr viel passieren und bei mir hatten unterschiedliche andere Einflüße oft dazu geführt, dass ich nicht mehr so motiviert war. Deswegen mache ich den ersten Schritt jetzt wenn es geht sofort. Auch die nächsten Schritte plane ich so gut es geht, so dass ich mehr oder weniger gezwungen bin in die Richtung weiter zu gehen. Ich nutze die momentane Motivation, um alles so vorzubereiten, dass ich fast automatisch den Veränderungsprozess durchlaufe, oder zumindest ins Laufen komme. Vielleicht hört sich das für Dich im Moment kompliziert an. Deswegen empfehle ich Dir mit kleinen Dingen anzufangen und diese sofort umzusetzen. Wenn Du die Dinge dann so nach und nach größer werden lässt, lernst Du automatisch mit, was Du tun musst, damit Du auch diese umsetzt.

Zusammenfassung

Im Grunde ist es ganz einfach. Nimm Dir lieber weniger vor als zu viel und fange sofort an. Wie Du Deine Umgebung so gestalten kannst, dass Du die Wahrscheinlichkeit erhöhst, den gewählten Veränderungsprozess auch vollkommen zu durchlaufen, darüber werde ich in einem der nächsten Beiträge ausführlicher berichten. Melde Dich einfach zu meinem Newsletter an und Du bekommst eine Nachricht von mir, sobald dieser oder andere spannende Artikel zum Thema Persönlichkeitsentwicklung veröffentlicht sind: