Vorteile eines Assistenten für Deine Persönlichkeitsentwicklung

Wenn Du meinen Newsletter abonniert hast, dann hast Du auch gesehen, dass ich nach einem Assistenten gesucht habe. Das habe ich nicht nur gemacht, weil ich zu viel zu tun habe, oder gerne unliebsame Aufgaben loswerden möchte. Ich habe es getan, weil es ein weiterer Schritt in meiner Persönlichkeitsentwicklung ist. Du fragst Dich jetzt vielleicht: „Was hat jetzt ein Assistent mit meiner Persönlichkeitsentwicklung zu tun?“ Genau das möchte ich Dir jetzt ein wenig genauer erläutern.

Möglichkeiten der Persönlichkeitsentwicklung durch/mit einem Assistenten

  • Du wirst Deine Führungqualitäten entwickeln.
    Egal wie Euer Verhältnis miteinander ist, Du bist der Boss. Manche Menschen können das sofort, andere müssen sich erst daran gewöhnen oder sich in diese Rolle reinleben. Vielleicht beginnst Du sogar Dich mit unterschiedlichen Führungsstilen zu beschäftigen und daraus Deinen eigenen zu entwickeln. Ich habe mich noch nicht so sehr mit Führungsstilen beschäftigt, allerdings merke ich, dass dieses Chef sein etwas mit mir macht. Ich trete schon jetzt (nach einer Woche Chef sein) auch in anderen Situationen bestimmter auf und führe die Situation.
  • Du wirst Deine Kommunikation schulen.
    Damit Dein Assistent macht was Du möchtest, ist es nötig, dass Du ihm das auch mitteilen kannst. Du musst Dir also überlegen, was Du wie kommunizierst und wie Du überprüfst, dass er auch verstanden hat, was Du möchtest. Auch diese Fähigkeit hilft Dir in vielen anderen Lebenslagen.
  • Du entwickelst klare Gedanken.
    Um klar zu kommunizieren, musst Du Deine Gedanken ordnen. Nur wenn Du klare Gedanken hast kannst Du auch klar kommunizieren. Vielleicht nutzt Du das Meta Modell aus dem Modell von NLP, um Deine Gedanken zu hinterfragen und sie auch für Dich klarer zu bekommen.
  • Du musst lernen abzugeben.
    Gerade vielen Selbstständigen fällt es scheinbar sehr schwer Aufgaben abzugeben. Immer wieder unterhalte ich mich mit Selbstständigen, die der Meinung sind alles selbst machen zu müssen, weil es sonst vielleicht nicht gut genug gemacht wird. Im Ende führt das dann zu dem berühmten selbst und ständig, was man Selbstständigen nachsagt. Ein Assistent hilft Dir Dich von solchen und ähnlichen Gedanken zu lösen. Wenn Du Dich für einen entschieden hast, dann hast Du ihn ja da und dann wirst Du ihm sehr wahrscheinlich auch Aufgaben geben. Und glaube mir, wenn Du damit erstmal angefangen hast, dann fallen Dir immer mehr Dinge ein, die er für Dich tun kann.
  • Aufgabenverteilung
    Eine der größten Herausforderungen für mich in den letzten Tagen war mir zu überlegen, welche Aufgaben gebe ich meiner Assistentin und welche mache ich selbst. Dabei habe ich mir über einige Dinge Gedanken gemacht. Natürlich hätte ich ihr einfach die Aufgben geben können, vor denen ich mich schon lange gedrückt habe, weil sie mir keinen Spass machen. Andererseits möchte ich länger mit ihr zusammen arbeiten und da ist es vielleicht nicht ganz so hilfreich ihr nur die ganzen blöden Aufgaben zu geben. Klar, früher oder später wird sie sehr wahrscheinlich auch solche Aufgaben bekommen. Für den Anfang lief es darauf hinaus, dass ich ihr Aufgaben gebe, die ihr Spass machen und bei denen sie auch was lernt. So ganz nebenbei habe ich dann einfach die Sachen gemacht, die ich schon länger vor mir hergeschoben habe und die ich eigentlich ihr geben wollte. Außerdem muss ich öfter Dinge vorbereiten, damit sie ihre Arbeit machen kann. Auch das will geplant sein, sonst sitzt sie rum und wartet bis ich fertig bin.
  • Du strukturierst Deine Arbeit/Dein Unternehmen.
    Während der Gedanken über die Aufgabenverteilung ist mir aufgefallen, dass ich gar nicht so genau weiß, was bei mir alles ansteht. Ich habe viele Projekte gleichzeitig, ob das gut oder schlecht ist sei mal dahingestellt. Natürlich habe ich meine Projekte grob im Kopf und auch was da so alles für getan werden muss. So richtig überzeugt hat mich das aber nicht und das ist mir erst richtig klar geworden, als ich meiner Assistentin Aufgaben geben wollte. Also habe ich mich bei Mindmeister.de angemeldet (da kann man Mindmaps sharen und gemeinsam bearbeiten) und eine Mindmap mit allen meinen Projekten und den dazugehörigen Aufgaben angelegt. Die Aufgaben habe ich noch prioritisiert und teilweise mit einem Datum versehen. Außerdem habe ich wenn möglich auch gleich eine Zuordnung getroffen, wer für die Aufgabe verantwortlich ist. Jetzt habe ich einen viel besseren Überblick über mein Unternehmen als vorher. Das fühlt sich sehr gut an.
  • Du musst Prioritäten setzen.
    Durch die vielen Projekte und die vielen Fähigkeiten meiner Assistentin hätte ich ihr eine ganze Menge Aufgaben geben können. Zu tun hätte sie immer genug. Andererseits führe ich ein Unternehmen und so habe ich mir überlegt, dass ich das Geld, welches ich für sie ausgebe auch gerne wieder herein bekommen würde. Daher habe ich mir überlegt ihr erstmal die Aufgaben zu geben, die möglichst zeitnah auch wieder Geld hereinbringen können oder dazu beitragen. Ich habe mir also Gedanken gemacht, was erledigt werden muss, um mehr Geld zu erwirtschaften. Da ich von meinem Unternehmen wirtschaftlich nicht abhängig bin war das bisher nicht unbedingt meine Herangehensweise. Bisher habe ich eher gemacht, worauf ich gerade Lust hatte, oder was gemacht werden musste. Geld spielte dabei als Entscheidungskriterium kaum eine Rolle. Andererseits habe ich mit diesem Vorgehen auch mehr oder weniger stark verhindert, dass mein Unternehmen erfolgreich ist. Ich denke das wird sich jetzt ändern, denn ich habe auch eine Verantwortung übernommen.
  • Du hast Verantwortung für Deine Angestellten.
    Ok, ob Du die Verantwortung übernimmst liegt bei Dir. Für mich ist das mit der Assistentin einerseits ein Versuch, andererseits möchte ich alles dafür geben, dass er erfolgreich verläuft. Ich weiß, wenn das nicht klappt wird sie ganz einfach einen neuen Job, bzw. Auftrag finden und trotzdem fühle ich mich für sie verantwortlich. Ich möchte, dass sie sich bei mir wohl fühlt, dass sie gefordert und gefördert wird, dass sie Neues lernt und ihre Fähigkeiten nutzen kann und natürlich auch, dass sie regelmäßig und pünktlich ihr Geld bekommt. Um das alles sicher zu stellen mache ich mir schon einige Gedanken und das verändert mich spürbar.
  • Du solltest als Vorbild voran gehen.
    Auf einmal bin ich Vorbild. Da ist jemand, dem ich Aufgaben gebe und irgendwie fühlt es sich für mich komisch an, wenn ich nur daneben sitze und ihr dabei zusehe, wie sie die Aufgaben erledigt. Also arbeite ich auch konzentriert. An unserem ersten gemeinsamen Arbeitstag habe ich sehr viel mehr geschafft als an einem Arbeitstag, wo ich allein arbeite. Mir war irgendwie nicht danach nebenbei noch zu chaten oder eMails zu beantworten. All die Dinge, die ich mir durch Gewohnheiten angewöhnen wollte habe ich auf einmal von ganz allein gemacht. Es hat mich keine Überwindung oder so gekostet. Das hat sogar in den darauf folgenden Tagen angehalten, so dass ich auch da sehr viel produktiver war. Die Vorbidlfunktion wird sich vermutlich noch auf weitere Bereiche ausdehnen, ich bin schon gespannt.

Du siehst, ein Assistent kann für Dich viele Vorteile haben, die weit darüber hinaus gehen, dass er Dir Arbeit abnimmt. Mir war das teilweise bewusst, weswegen ich mir schon lange vorgenommen habe, dass sobald ich genügend verdiene ich mir sofort jemanden suche. Wie einschneidend diese Entscheidung ist, wird mir aber erst jetzt so nach und nach klar, wo ich wirklich jemanden gefunden und eingestellt habe. Das Thema ist also noch relativ frisch für mich und so werde ich sicher noch öfter über meine Erfahrungen und Entwicklungen berichten. Wenn Dich das interessiert oder wie Du Deinen Unternehmensaufbau oder Deine Persönlichkeitsentwicklung weiter fördern kannst, dann melde Dich einfach zu meinem Newsletter an:

Welcher Risikotyp bist Du?

Dir ist sicher schon aufgefallen, dass die Menschen in Deiner Umgebung unterschiedlich start dazu bereit sind Risiken einzugehen. Hast Du auch schonmal darauf geachtet in welchen Bereichen sie wie sehr dazu bereit sind? Es ist nämlich nicht so, dass jemand, der gerne mal mit einem Gleitschirm von Hochhäusern springt auch gerne sein Geld z.B. an der Börse riskiert.

Es gibt scheinbar unterschiedliche Bereiche, in denen wir mehr oder weniger stark bereit sind ein Risiko einzugehen. Falls Du Dich nach meinem letzten Beitrag entschieden hast Dir ab jetzt größere Ziele zu stecken, dann sollte Dir auch bewusst sein, dass Du um sie zu erreichen meistens auch größere Risiken auf Dich nehmen musst. Im Grunde heißt das, um größere Ziele zu erreichen, musst Du Deine Komfortzone stärker erweitern.

Ich habe festgestellt, umso größer die Komfortzone ist, umso stärker ist man auch bereit Risiken einzugehen. Dabei ist allerdings zu beachten, dass es unterschiedliche Bereiche der Komfortzone gibt. Viele denken beim Verlassen der Komfortzone an Dinge wie Fallschirmspringen, Bungeejumping usw. Das ist allerdings nur ein Teil. Wenn Du Dich diesem Teil stellst, wirkt sich das zwar auch auf die anderen Bereiche aus, früher oder später solltest Du Dich allerdings auch direkt diesen anderen Bereichen stellen. Deswegen haben wir (Andreas und ich) unser Buch in verschiedene Bereiche aufgeteilt.

Für Dich könnte der Bereich am interessantesten sein, in dem Du im Moment am wenigsten bereit bist ein Risiko einzugehen. Bei mir war das lange Zeit der körperliche Bereich, weswegen ich da in der Vergangenheit viel gemacht habe. Im Moment ist es eher der soziale und der emotionale Bereich, weswegen ich diesen beiden Bereichen jetzt mehr Aufmerksamkeit widme und Übungen mache.

Ein paar Bereiche habe ich ja jetzt schon erwähnt. Ich werde sie und die anderen gleich ausführlich vorstellen. Während Du über die einzelnen Bereiche liest, kannst Du Dir auf einer Skala von 1 bis 10 markieren, wie risikobereit Du in diesem Bereich bist. So erhältst Du Dein persönliches Risikoprofil und kannst das für Dich als Basis für Deine weitere Persönlichkeitsentwicklung nutzen. Vielleicht wiederholst Du das alle halbe Jahre und kannst so Deine Entwicklung nachvollziehen.

Risikotypen

körperlich

Bist Du jemand, der sich sofort begeistern lässt, wenn es heißt Fallschirmspringen, Free Climbing oder ähnliche Dinge zu machen? Denkst Du Paragliding ist gefährlich und deshalb nimmst Du lieber Abstand davon? Ich denke Du hast verstanden, worum es beim körperlichen Risiko geht. Wie schätzt Du Dich da auf einer Skala von 1 bis 10 ein. Wie bereit bist Du ein körperliches Risiko einzugehen?

sozial

Es gibt Menschen, die kommen überall mit den Leuten in Kontakt. Sie sprechen einfach jeden an oder stellen sich auch mal vor eine Gruppe von Menschen. Andere sind da schon vorsichtiger. Ihnen fällt es aber noch leicht z.B. mal nach dem Weg zu fragen. Und es gibt auch Menschen, die sich so gut wie möglich von fremden Menschen fern halten, vielleicht gerade so reagieren, wenn sie angesprochen werden aber „niemals“ von sich aus jemand fremdes ansprechen. Wie schätzt Du Dich auf einer Skala von 1 bis 10 ein?

emotional

Vermutlich hast Du schon eine Ahnung, worum es hierbei geht. Wie gehst Du mit Deinen Gefühlen um? Kannst Du Deine Gefühle zulassen? Kannst Du sie zeigen? Kannst Du Dich ihnen hingeben und sie auch mal aus Dir ausbrechen lassen? Wie schätzt Du Dich ein?

finanziell

Hast Du Dich schonmal auf eine Zeit eingelassen, wo Du nicht wusstest, ob und wie Du in Zukunft Geld verdienen wirst? Hast Du schon ein Unternehmer gegründet? Hast Du schonmal Aktien gekauft? Gehst Du ins Casino und spielst um Geld? Wie gehst Du mit Geld um? Hältst Du es lieber bei Dir oder setzt Du auch mal alles auf eine Karte? Von 1 bis 10, wo siehst Du Dich?

intellektuell

Wie oft beschäftigst Du Dich mit neuem Wissen, mit neuen Themengebieten und mit neuen Denkansätzen? Wie bereit bist Du Deine Meinung für eine andere aufzugeben? Kannst Du Dich auf Gedankenexperimente einlassen? Kannst Du all das, was Du bisher gelernt und erfahren hast in Frage stellen und aus einem komplett anderen Blickwinkel neu betrachten? Was denkst Du, wo Du Dich auf der Skala von 1 bis 10 befindest?

So, jetzt müsstest Du fünf Punkte haben. Wie sieht Dein Profil aus? Was für ein Risikotyp bist Du? Welche Konsequenzen ergeben sich für Dich aus diesem Ergebnis? Möchtest Du etwas verändern oder bist Du zufrieden mit Dir? Egal wie das Ergebnis ist, ich freue mich, wenn Du Dich einfach hier für meinen Newsletter anmeldest und so immer wieder über neue Beiträge informiert wirst, die vielleicht Dein Leben verbessern:

6 Gründe Dir große Ziele zu setzen

Immer wieder lese ich in sogenannter Erfolgsliteratur wie wichtig es ist sich möglichst große Ziele zu setzen. Gerade hat mich ein Vortrag von Larry Page (Mitgründer von google) wieder daran erinnert.

Vor einigen Monaten habe ich in einem Seminar versucht die Teilnehmer von dieser Idee zu überzeugen, was mir damals noch nicht so gut gelungen ist. Mir fehlte die Argumentation. Mir war es klar, aber ich konnte es nicht rüber bringen. Seit dem habe ich die Gründe gesammelt, die dafür sprechen sich wirklich große Ziele zu setzen:

1. Umso größer das Ziel ist, umso mehr Ressourcen gestehst Du ihm zu.
Dieser Gedanke stammt aus dem Vortrag von Larry Page und wurde von Tina Seelig in ihrem Buch „What I wish I knew when I was 20“ aufgegriffen. Sie bringt in ihrem Buch ein sehr schönes Beispiel. Wenn Du von Dir aus ans andere Ende der Welt willst, dann bereitest Du Dich auf die Reise ausführlich vor, planst Verspätungen und andere Probleme ein und gibst Dir auch mehr als genug Zeit Dein Ziel zu erreichen. Du gibst auch nicht bei Problemen auf. Dann dauert es eben etwas länger oder Du findest einen anderen Weg als den geplanten. Wenn Du aber nur von Dir aus ins Büro fährst, dann ist alles ganz knapp geplant. Wenn dann z.B. eine Strassensperre kommt, kommt Dein ganzer Plan durcheinander. Wenn dann das Ziel nicht wichtig genug ist, könnte es gut sein, dass Du umkehrst.

2. Du musst anders denken.
Im Moment bereite ich mich auf einen Triathlon vor, den ich mit meiner momentanen Verfassung vermutlich nicht schaffen würde. Das Ziel ist für mich schon sehr hoch gesteckt. Daraus folgt für mich, dass ich nicht einfach ab und zu trainiere und mich ab und zu mal mit gesunder Ernährung beschäftige. Nein, ich muss regelmäßig trainiere und einer strengen Diät folgen. Ich muss Dinge komplett anders machen. Ähnlich funktioniert es bei finanziellen Zielen. Wenn Du Dir vornimmst in diesem Jahr 500 Euro mehr zu verdienen, dann musst Du Dir dafür eine Lösung überlegen und wirst sie vermutlich auch schnell finden, ohne wirklich viel verändern zu müssen. Was passiert aber, wenn das 100fache oder 1000fache von dem verdienen möchtest, was Du im Moment verdienst? Dann musst Du Dich komplett anders verhalten und anders denken. Du findest komplett andere Lösungen.

3. Du sprengst Deine Glaubenssysteme.
Mit einem Freund hatte ich letztens ein Coachinggespräch. Ich fragte ihn nach seinen Zielen und wieso er sich gerade dieses Ziel gesetzt hat. Heraus kam, dass er sich noch gut vorstellen konnte dieses Ziel zu erreichen. Mit all den eigenen Erfahrungen und dem, was er bei anderen gesehen hatte, fand er dieses Ziel hoch und erreichbar. Dass das nur seinem momentanen Glaubenssystem entspricht, konnte ich ihm im weiteren Verlauf des Gespräches klar machen. Er erkannte, wie sehr er sich durch sein Glaubenssystem beschränkt und arbeitet jetzt an der Veränderung seiner Glaubenssätze.

4. Du machst Dinge anders als andere.
Es gibt die sogenannten Early Adopters und die Lemminge, die ihnen hinterherlaufen. Was glaubst Du wer erfolgreicher ist? Lange Zeit galt, dass der Mensch eine Meile nicht unter 4 Minuten laufen kann. Einer, nämlich Roger Bannister, glaubte das nicht und durchbrach die 4 Minuten Marke 1954. Kurz nach ihm schafften es noch einige andere, aber das hatte keine Bedeutung mehr. Er war derjenige, der es als Erster geschafft hat. Er wird immer wieder erwähnt, während die anderen keine Beachtung mehr finden, obwohl sie dann schneller waren als er. Vor google basierten Suchmaschinen auf Katalogen. Nur Seiten, die in diese Kataloge eingetragen waren, konnten gefunden werden. Da jede neue Seite erst begutachtet wurde, waren die Kataloge mehr oder weniger stark veraltet. Google hat ein neues System eingeführt. Ein Programm durchstöbert ständig das Internet nach neuen Seiten und fügt diese automatisch dem Katalog hinzu. Dadurch war google sehr viel aktueller und der Katalog sehr viel umfangreicher, was schließlich die Basis für googles Erfolg war. Solche Beispiele finden sich überall. Schau mal genau hin.

5. Du gestaltest Deine Welt.
Du bekommst was Du Dir wünschst. Ich möchte jetzt keine Diskussion darüber anfangen, ob das Universum Wünsche erfüllt, oder ob das Unbewusste ständig auf der Suche ist, um Dir Deine Wünsche zu erfüllen. Tatsache ist, dass es inzwischen Unmengen an Studien gibt, die zeigen, dass Menschen mit Zielen mehr erreichen als Menschen ohne Ziele. Und Menschen mit großen Zielen erreichen auch mehr als Menschen mit kleinen Zielen. Wenn also nur die Wahl des größeren Ziels dafür sorgt, dass Du mehr erreichst, warum dann nicht ein möglichst großes Ziel wählen? Das Ziel zum Mond zu fliegen ist da ein sehr schönes Beispiel. Damals war die NASA in der Weltraumeroberung weit hinter der Sowjetunion zurück. Das Ziel zum Mond zu fliegen war jenseits von allem, was damals für möglich gehalten wurde und trotzdem hat die NASA dieses Ziel innerhalb weniger Jahre erreicht und die Sowjetunion überholt.

6. Du musst Deine Komfortzone verlassen.
Vielleicht ist es Dir ja schon bewusst geworden während Du die anderen Punkte gelesen hast. Um große Ziele zu erreichen kannst Du nicht so weiter machen wie bisher. Du musst Deine Komfortzone verlassen. Du musst Dich verändern und an Deiner Persönlichkeit arbeiten. Persönlichkeitsentwicklung gibt es also so ganz nebenbei dazu.

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Erfahrungsbericht eines „Aussteigers“

Math, ein sehr guter Freund von mir hat vor etwas mehr als einem Jahr mit seiner Freundin Deutschland den Rücken gekehrt und reist seit dem durch die Welt. In seinem Blog Tassenei berichtet er regelmäßig darüber. Wirf mal einen Blick drauf, aber sei vorsichtig, da leben welche ihre Träume und das kann ansteckend sein. 😉

Vor ein paar Wochen haben wir uns in Thailand getroffen und ich fand seine Geschichten so spannend, dass ich ihn um einen Erfahrungsbericht gebeten habe. Den habe ich heute bekommen. Ich finde ihn so gut und er enthält so viele Wahrheiten und lehrreiches, dass ich meinen eigentlichen Beitrag verschiebe und Du hier jetzt diesen Erfahrungsbericht lesen kannst. Viel Spass damit:

Da waren wir nun, am anderen Ende der Welt, auf dem kleinsten Kontinent dieser Erde, Australien. Unsere finanziellen Mittel am verdampfen und weit und breit keine Aussicht auf Arbeit. Western Australien ist der größte Staat den Australien zu bieten hat und auch der, mit den wenigsten Einwohnern pro Quadratkilometer.

Wir kamen aus dem dichter besiedelten Süden Westaustraliens und zogen weiter Richtung wärmeren Norden, um dem kommenden Winter zu entfliehen. Dabei waren wir ständig auf der Suche nach Arbeit. In der Magret River Region, dem größten Weinanbaugebiet Westaustraliens, haben wir täglich auf dutzenden Weingütern und auch Viehfarmen nach Arbeit gefragt. Die Antwort war immer die gleiche: „Sorry Mate, no work“ (keine Arbeit mein Guter). Morgens motiviert aufstehen, in dem Glauben „heute schaffen wir es, heute kriegen wir einen Job!“, um Abends festzustellen, dass es wieder nicht geklappt hat. Aber morgen ist ja bekanntlich auch noch ein Tag. Für einige Zeit war dieser Zustand Ok. Schließlich hatten wir gehört, dass es einen Ort geben soll, an dem ‚immer‘ Erntehelfer gesucht werden und ein paar Dollar waren auch noch in unseren Taschen.

So zogen wir immer weiter Richtung Norden, entlang der traumhaften Westküste. Vorbei an Busselton, Bunburry und Perth, dabei weiterhin auf der Suche nach Lohngebern. Geraldton liegt gute 400 km nördlich von Perth und weitere, knappe 700 km, Carnarvon, der Ort, an dem ‚immer‘ Erntehelfer gesucht werden. Der Anblick der sich uns bot, war ein ganz anderer. Vor vielen Farmeinfahrten prangte schon das Schild „No work, no entry“ (keine Arbeit, kein Zugang). Naja, wenn wir schon bis zum Hals in der Scheiße stehen, dann sollten wir unsere Köpfe nicht hängen lassen. Und auf ging es, alle Farmen ohne Schild abzuklappen, um mit grenzenlosen Optimismus und gewinnendem Lächeln nach Beschäftigung zu fragen – erfolglos.

Unser finanzielles Polster oder besser Pölsterchen war schon kritisch zusammengeschrumpft. Da klingelten mir die nur allzu vertrauten Worte im Ohr: “Wenn das was Du tust, nicht zu dem führt was Du haben willst, dann tue so lange etwas anderes, bis sich Dein Ziel erfüllt hat”. Absofort bewarben wir uns überall. Wirklich überall. Von der Fleischtheke über Banken und Hotels, bis Klamottenläden und einer Fabrik zur Verarbeitung von Meeresfrüchten. Nichts. Aushänge an allen Anzeigenbrettern. Ebenfalls nichts.

Aus dem Süden waren wir gekommen und der nahende Winter war unserer Jobsuche dort nicht dienlich. Im Westen ist der Ozean. Im Osten ist Wüste. Der nächste Ort Richtung Norden ist weitere 700 km entfernt. Die nächste „Großstadt“ Darwin 3000 km. Ganz große Sch….

Wir waren ratlos was zu tun sei. Deshalb beschlossen wir Vorräte anzulegen und in den Winterschlaf zu gehen. 40 km südlich von Carnarvon gibt es einen kostenlosen Campingplatz direkt am Meer. Ideal für unser Vorhaben.

Unsere Vorräte aufzufüllen war schmerzlich. Das erste Mal in unserem Leben sind wir in einem Supermarkt gewesen, mit dem Bewusstsein nicht das kaufen zu können, worauf wir gerade Lust und Appetit haben. Vorbei die Zeit mit dick Nutella auf der Stulle. Brot, Obst, Suessigkeiten, Fleisch waren nicht drin. Dafür aber Mehl, Reis und Nudeln plus einen 5kg Sack Karotten, damit wir etwas mit Vitaminen haben. Wasser gab es kostenlos aus den Wasserhähnen der Tankstellen. Vermutlich kennt der eine oder andere die Geschichten der Entbehrungen und des Mangels während des Krieges und in der Nachkriegszeit von seinen Grosseltern. Jetzt erlebten wir es selbst und verstanden.

New Beach, so hieß der Platz, der für uns Gestrandete eine neue Heimat wurde und den wir mit ungefähr 15 anderen Parteien teilten. Schnell hatten wir uns 2 Kochstellen eingerichtet, denn Feuerholz gab es kostenlos und reichlich. Außerdem ist über der Kohle kochen, die geilste Art des Kochens und wenn wir etwas hatten, dann war es Zeit.

Um unseren Speiseplan zu bereichern, bin ich jeden Tag angeln gegangen. Am ersten Tag hatte ich nach einer Stunde einen Fisch gefangen, der für seine Spezies auch ordentlich war. In der folgenden Stunde hatte ich nichts mehr gefangen, obwohl Fische, nur wenige Meter entfernt, im Wasser schwammen. Bevor ich mich ans zusammenpacken machte, kamen 2 Burschen mit ihren Angeln vorbei, um sich 200 Meter von mir entfernt, ebenfalls dem Fischen zu widmen. Nur mit anderem Resultat. Die Jungs zogen einen Fisch nach dem anderen aus dem Wasser. Schnell waren meine Sachen gepackt und ich bei den Jungs. Wenige Minuten später war ich um 2 bedeutende Informationen reicher. Ich wusste was der richtige Köder ist und wo ich ihn finde und wusste nun auch die richtige Technik. Diese Informationen haben uns sehr geholfen und viele leckere und sattmachende Abendessen beschert. Mein Opa pflegte häufig zu sagen: „Mit Augen und Ohren kann man stehlen“. Für andere Menschen ist dieses Zitat als „Modellieren“ bekannt.

‚Mach so viele Kontakte wie möglich‘ ist eine der Erkenntnisse, die wir aus unserer Zeit in Carnarvon mitgenommen haben und die sich später noch viel deutlicher herauskristallisiert hat.

Für uns gab es 2 Mahlzeiten am Tag und jede Mahlzeit hat für uns beide knapp 1 Australischen Dollar gekostet (circa 70 Eurocent). Zwischen den Mahlzeiten haben wir geangelt, Feuerholz besorgt und uns überlegt, wie wir unsere Situation verbessern können. Die Australier lieben Pizza. Da wir schon unsere beiden Feuerstellen aus einer Art Lehm geformt und gebrannt hatten, kam mir die Idee einen Pizzaofen zu bauen, um Pizza am Strand verkaufen zu können. Unser Ofen ging bei der Zusammensetzung der Einzelteile zu Bruch. Ich hatte ihn zu groß dimensioniert. Mit dem Bruch des Ofens zerbrach auch mein Traum vom Pizzageschäft und ich war entmutigt, schließlich hatten wir schon viele Stunden schweißtreibender Arbeit investiert. Ramona ließ sich nicht entmutigen und von der Idee eines Ofens nicht abbringen. Sie baute aus den Bruchstücken des Pizzaofens, einen anderen Ofen. Einen, in dem wir von nun an unser eigenes Brot backen konnten. Richtiges Brot.

Kreativität war etwas, das sich bei uns beiden in dieser Situation noch deutlicher ausgeprägte. Dinge wurden gebastelt, improvisiert, erfunden und wegwerfen konnten wir uns sowieso nicht leisten. Um Abwechslung bei unseren Fischgerichten zu haben, hatten wir uns alter Techniken der Fischzubereitung besonnen und waren in der Lage, Fisch auf 10 unterschiedliche Wege zuzubereiten. Stockfisch, Trockenfisch, Fischsuppe… usw.. Schalen von Orangen (ein Geschenk anderer Camper), haben wir getrocknet, von Hand zermahlen, um sie dann als Aroma in Teig zu geben. Aus Grapefruits, einem weiteren Geschenk, kochten wir unsere eigene Marmelade, welche sehr an Englische Breakfastmarmelade erinnerte. Als alternativen Brotaufstrich rösteteten wir unsere Brotscheiben über der Glut, um sie anschließend mit Knoblauch einzureiben und mit Salz zu bestreuseln. Die Momente, in denen wir uns etwas geschaffen hatten, woran normalerweise nicht zu denken war – weil wir es nie mussten – waren für uns das pure Glück. Es wurden immer mehr die kleinen und winzigkleinen Dinge über die wir uns freuten. Das Gefühl das erste eigene Brot, in der Glut des selbst gesammelten Holzes, im selbstgebauten Ofen am Strand gebacken zu haben und anschließend den Duft von frisch gebackenem Brot in der Nase zu haben, ist unbeschreiblich.

Die Wende unserer Lage kündigte sich in der Form eines australischen Paearchens an, welches nur für eine Nacht am gleichen Strand verweilte. Ich hatte Ihn Abends getroffen und über dieses und jenes geplaudert. Als wir anfingen uns über Brot zu unterhalten und ich erwähnte, dass wir selbst Brot backen, wurde seine Frau hellhörig und fragte nach dem wie. Ich hielt es für anschaulicher, wenn ich es den beiden zeige anstatt es zu erklären. So führte ich sie in unser Lager, wo es auch das Brot des Tages zu kosten gab. Unser Lager muss bei den beiden Eindruck hinterlassen haben, denn am nächsten Tag tauchten beide vor ihrer Abfahrt mit einem Gabenteller auf. Uns hatte es im wahrsten Sinne des Wortes die Sprache verschlagen und wir brachten nur ein gestottertes Dankeschön hervor, so perplex waren wir. Obst, Schokolade und einen Schal für Ramona. Süßigkeiten! Wenn deine Süßigkeiten von Weihnachten noch im darauf folgenden Sommer in Deiner Wohnung gammeln, ist dir das wahrscheinlich egal. Du kannst schliesslich jederzeit welche haben. Aber fuer uns war es der Wahnsinn, dass zu bekommen wovon wir den ganzen Tag nur träumten, weil wir es uns nicht leisten konnten.

Die beiden Mildtäter wussten nichts von unserer Situation, vermutlich sprach unser Camp für sich selbst. Am restlichen Strand waren wir auch schon als die verwilderten Deutschen bekannt. Die Gabe sollte der Auftakt zur Veränderung unserer Lage sein. Wir hatten uns mit unserer Situation angefreundet, arrangiert und sie akzeptiert. Es wurde für uns zu einer Erfahrung und Herausforderung, die wir nicht missen möchten. Vielleicht hat genau diese Einstellung den Weg zur Veränderung geebnet. Wir hatten das Vertrauen, dass am Ende alles gut werden wird. Und es wurde gut.

Jeff und Lynn waren die nächsten Gabenbringer und haben uns ein absolutes Festessen beschert. Frisch gebackenes Brot, richtige Butter, Käse, Leberwurst, Camembert und 2 eisgekühlte, selbstgebraute Biere. Die Tränen standen uns vor Glück und Freude in den Augen und wir wussten im ersten Moment nicht, ob wir das wirklich essen sollten oder doch besser aufsparen. Wir schauten uns gegenseitig in die Augen und schüttelten zeitgleich mit dem Kopf. Das ist ein Moment zum genießen!
Und wie wir diesen Moment genossen haben. Für uns war es das Festessen unseres Lebens. Dicke Scheiben frischgebackenen Brotes, fluffiger Teig mit krustiger Kruste, großzügig mit Leberwurst bestrichen. Den Käse über der Glut zu unseren Füßen angeschmolzen und geröstet und dazu ein gutes, kühles Bier. Da saßen wir am Strand von New Beach, in der Ferne rauschte das Meer, zu unseren Füßen knisterte das Feuer und über uns ein sternenklarer Himmel. Es war der perfekte Moment.

Diese Erlebnisse ermutigten uns und zur gleichen Zeit spürten wir beide, dass wir etwas verändern müssen. Es war an der Zeit New Beach zu verlassen. Mit unserem Brot hatten wir ein wenig Geld am Strand verdient, der Tank war noch halb voll und wir hatten uns überlegt, was wir auf unserem Weg Richtung Norden noch alles verkaufen können um Strecke zu machen. Getreu dem Motto: „Wenn Scheiße, dann Scheiße mit Schwung!“, brachen wir auf ins Ungewisse, ohne zu wissen wie weit wir kommen. Zur Not können wir uns immer noch vom reichlich vorhandenen Roadkill ernähren.

Einige Leute hatten uns abgeraten weiter Richtung Norden zu ziehen. Dort sei es noch viel schwieriger Arbeit zu kriegen und außerdem viel schwieriger aus einem Dilemma heraus zu kommen. Hatten uns solche Stimmen schon nach Carnarvon gebracht, war es an der Zeit sie jetzt zu ignorieren, auf die eigene Stimme zu hören und auf die eigene Intuition zu vertrauen. Den Mutigen gehört die Welt.

Nach 700 km fanden wir uns in einem Ort wieder, in dem wir nach über 2000km zum ersten Mal Aushänge sahen, auf denen nach Arbeitern gesucht wurde. Unser Mut hatte sich gelohnt und nach einer 2 monatigen Odyssee hatten wir endlich einen Job gefunden. Dieses Gefühl war unglaublich. Am selben Abend wurden wir angetrunken zu unserem neuen Haus gefahren. Terrasse, Küche mit allem drum und dran, Badewanne, Dusche. Essen kostenlos. Süßigkeiten. Es kam uns vor wie ein Traum. Selbst am nächsten morgen konnten wir es noch nicht fassen. Stärker hätte der Kontrast unser letzten 2 Monate nicht seien können.